04.02.17

Himmlisch locker-leichte Berliner, Krapfen, Faschingsküchle, Donuts – gefüllt mit einer Schoko-Nuss-Nougat-Creme zum Dahinschmelzen



Ihr Lieben, ich muss euch gestehen, ich habe es wieder getan. Fast 2 Jahre hat es gedauert, bis das Verlangen nach einem luftig lockere ausgebackenem Hefeteig, der in Zucker gewälzt wird und mit jedem Lieblingsinhalt gefüllt werden kann, einfach zu groß geworden ist.
Es wurde also wieder Zeit, den Topf mit heißem Öl aufzustellen, dem Teig dabei zuzusehen, wie er in der Schüssel minütlich in die Höhe steigt, kleine Kreise aus dem ausgerollten Hefeteig auszustechen, und diese vorsichtig in heißem Fett auszubacken.  Der Duft, der einem dabei in die Nase steigt ist einmalig. Ich muss mich wirklich jedes Mal zusammen nehmen, dass ich die Berliner nicht direkt nach dem heißen Ölbad vernasche. Leicht verbrannte Finger sind dabei nämlich garantiert.
Ich frühstücke ja am Wochenende meist sehr ausgiebig und herzhaft, das haben die meisten bestimmt schon mitbekommen. Ich bin ja ein absoluter Frühstücksfan. Den Tag mit einer ausgewogenen Mahlzeit zu beginnen ist für mich einfach selbstverständlich. Für das Frühstück bei der Arbeit unter der Woche gibt es dann meist selbstgemachtes Granola mit Obst und Joghurt, das ich mir in meine liebgewonnenen Gläser von Lieblingsglas schichte. Perfekt zum Vorbereiten und zum Transportieren. Alles bleibt frisch durch den luftdichten Drehverschluss.





Am Wochenende selbst gibt es dann meist frische Brötchen, Wurst, Käse, Obst und Joghurt. Und ab und zu, auch frisch gebackenen Kuchen, Pancakes, Waffeln, Brioche oder was mir sonst so zwischen die Finger kommt. Um direkt morgens frisch ein leckeres Hefegebäck auf den Tisch zu stellen, benötigt es schon einiges an Vorbereitung, alleine die Gehzeit des Hefeteiges kann schon mal bis 90 Minuten  dauern. Damit man am Sonntagmorgen ein paar Stündchen länger schlafen kann, bereite ich den Hefeteig meist schon am Abend zuvor zu und er kann dann in aller Ruhe im Kühlschrank über Nacht aufgehen. Lange Zeit habe ich mich davor ja gesträubt und war der Meinung, dass der Teig im Kühlschrank nicht so luftig wird, wie wenn er an einem warmen Ort aufgehen darf, aber ich wurde eines besseren belehrt. Es ist einfach genial und eine unglaubliche Zeitersparnis. Wenn ihr es noch nicht selbst getestet habt, wir es aller höchste Zeit.
So gab es an einem Sonntagmorgen im Januar frisch gebackene Frühstücksdonuts mit einer Schoko-Nuss-Nougat-Creme. Auf meinem Instagram-Account habe ich ein paar meiner Leser auch schon etwas neidisch gemacht mit meiner kleinen Istastory und einem Bild der gefüllten Prachtstücke :-). Man muss ja schließlich zeigen, was man am Wochenende in der Küche so treibt, oder nicht?





Für 12 Berliner/Donuts/Krapfen etc. benötigt ihr folgende Zutaten:

600 g Mehl
100 g Zucker
200 ml Milch
1 Würfel frische Hefe
1 Prise Salz
50 g flüssige Butter
2 Eier
Zucker zum Wälzen
2-3 EL gehackte und geröstete Haselnusskerne
1 – 1,5 l Öl zum Frittieren

Für die Füllung:

150 ml Sahne
100 g Nuss-Nougat
50 g Zartbitterschokolade
150 g Frischkäse

Die Zubereitung
1. Die Milch in einem Topf leicht erwärmen, eine Prise Zucker hinzugeben und den Würfel Hefe hineinbröseln. Mit einem Schneebesen alles verrühren und zugedeckt mind. 10 Minuten stehen lassen.



2. Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und den Zucker und die Prise Salz untermengen. Die Eier verquirlen und zusammen mit der Butter ebenfalls dazugeben. Zum Schluss die Hefe-Milchmischung in die Schüssel geben und mit dem Knethaken alles zu einem glatte Teig kneten. Sobald er sich von der Rührschüssel löst aus der Schüssel nehmen, nochmals kurz mit den Händen kräftig durchkneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort mind. 90 Minuten gehen lassen.
! Oder wie oben schon beschrieben, den Teig einfach gut abgedeckt, am besten mit Folie, über Nacht in den Kühlschrank stellen und am Morgen danach weiter verarbeiten.

3. Den Teig nach der Gehzeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1 bis 1,5 cm dick ausrollen und mit einem runden Ausstecher oder Glas vorsichtig Kreise ausstechen. Ich habe dazu auch ein Glas mit von 5-7cm Ø genommen. Die Teiglinge nochmals auf bemehlter Fläche 30 Minuten gehen lassen.

4. In der Zeit kann das Öl in einem hohen Topf bereits auf 175° Grad erhitzt werden. ACHTUNG: Ist das Öl zu heiß, verbrennen die Berliner außen und sind innen noch roh (genauso ist es mir passiert). Ihr könnt die Temperatur entweder mit einem Zuckerthermometer kontrollieren oder ihr nutzt dazu einen Holzlöffel. Sobald sich kleine Blasen am Stiel bilden, wenn ihr ihn in das Öl taucht, ist es heiß genug zum Frittieren. Während dem Frittieren gerne auch immer wieder die Temperatur kontrollieren und gegebenenfalls die Hitze runter oder hochregulieren.

5. Mit einer Schöpfkelle (!Achtung Verbrennungsgefahr!) vorsichtig die Teillinge in das heiße Fett legen und von jeder Seite ca. 3-4 Minuten goldbraun ausbacken. Der flache Teigling wölbt sich im heißen Fett nach außen, sodass er nach dem Frittieren schön rund ist. Nach dem Ausbacken die Berliner auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und direkt in Zucker und den Haselnusskernen wälzen.

6. Während die Berliner auskühlen, die Schokolade zusammen mit dem Nougat über dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen. Die Sahne steif schlagen. Den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren und die Schokoladen-Nougat-Creme unterrühren. Vorsichtig die geschlagen Sahne untermengen, sodass eine geschmeidige Creme entsteht. Eventuell diese nochmals kurz in den Kühlschrank stellen, damit die Masse etwas fester wird. Anschließend mit einer spitzen Spritztülle die Masse von der Seite mittig in die Berliner spritzen.


Ein zuckersüßes Wochenende!

Mareike ♥

Kommentare:

  1. Hallo Mareike,
    "oh mein Gott" sehen die Krapfen köstlich aus ...
    Die Fotos sind wunderschön und überzeugen mich sofort!
    Beim Text ist mir folgendes aufgefallen:
    "wie er in der Schüssel monatlich in die Höhe steigt" ... sollte bestimmt minütlich heißen?!
    Das Rezept will ich bald ausprobieren ... Danke ...

    Herzliche Grüße
    Jutta

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    1. Liebe Jutta,

      vielen lieben Dank.
      Da hat wohl die Autokorrektur wieder zugeschlagen :-). Das werde ich direkt korrigieren.
      Wünsche Dir ein tolles Wochenende

      Mareike ♥

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  2. Oja, die schauen lecker aus und viel tam tam! ;) Lecker!
    Ich habe sie allerdings noch nicht mit Nuss-Nougat-Creme gegessen!
    Liebe Grüße

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    1. Wenn du ein Schokofan bist musst du das unbedingt ausprobieren, sie sind himmlisch.

      Liebste Grüße!
      Mareike ♥

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  3. boah, sehen die aber gut aus !! davon hätte ich jetzt gerne einen - und wie immer wunderschön in Szene gesetzt !

    love
    sophia

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  4. Deine Krapfen sehen köstlich aus und passen so toll zur bevorstehenden Karnevalszeit ;)

    Liebe Grüße
    Jessi

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  5. Ich liiiebe es, wenn die Füllung rauskommt! Dann ist es genau die richtige Menge für mich ;)
    Liebe Grüße, Ina

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  6. Hallo Mareike!
    Bin gerade zufällig auf deinen Blog gekommen- und finds hier zauberhaft!
    Deine Krapfen sehen toll aus! Ich hab am Samstag auch welche gemacht und wollte diese verbloggen- aber leider sind sie nicht so schön geworden :-(
    Vielleicht versuch ichs wieder mal- wenn ich den Aufwand und die Sauerei in der Küche vergessen hab ;-)
    Die Idee mit Nuss-Nougat-Füllung find ich jedenfalls super.
    Schönen Tag noch & liebe Grüße, Renate

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