24.07.16

Melonen-Relish mit gebackenem Ziegenkäsetaler im Speckmantel - das perfekte Sommersalädsche für heiße Tage



Die Sommerferien in Baden-Würtemberg stehen vor der Tür. Und soll ich euch etwas verraten, mein Sommerurlaub auch. 
Es geht nach Holland, genauer nach Zeeland und ich freue mich schon riesig. Das Bed&Breakfast Hotel ist gebucht, ein schnuckeliges Hotel in Vrouwenpolder. Das Hotel ist ein ehemaliger Bauernhof, der für Hotelgäste umgebaut wurde. Den Tipp habe ich von einer ganz lieben Freundin erhalten, die schon vor 2 Jahren dort genächtigt hat. 

Seit Tagen bin ich im Internet unterwegs und suche nach schönen Ausflugszielen, tollen Restaurants und Fahrradverleihen. Auf unserem Programm stehen nämlich nicht nur Strandtage, auch Fahrradausflüge und einen Tagesausflug nach Brügge sind geplant. 
Wenn ihr Tipps und Anregungen habt, wie man 6 Tage Holland füllen kann, immer her damit. 




Lange haben wir überlegt, wohin es dieses Jahr gehen soll, einen großen Sommerurlaub wie letztes Jahr (Sizilien - klick - und Apulien - klick -) wollten wir dieses Jahr nicht machen, da meine bessere Hälfte mitten in den Abschlussprüfungen seines Technikerstudiums steckt und die Technikerarbeit auch noch geschrieben werden muss, aber ein paar Tage Auszeit wollten wir uns doch gönnen. Also haben wir uns dazu entschieden mit dem Auto ein paar Tage ans Meer zu fahren.
Unser eigentliches Ziel Istanbul haben wir gestrichen, ehrlich gesagt, stand dieses Ausflugsziel schon seit Anfang des Jahres auf unserem Plan, zuerst als Wochenedtrip im Frühjahr, dann wurde es in den Sommer geschoben und letztendlich gecancelt. Ich selbst war noch nie dort, würde sehr gerne die Stadt erleben, die Menschen kennen lernen, das Essen genießen, auf den Märkten nach Gewürzen und Handgemachtes stöbern und mich durch die Kultur und die Lebensweise inspirieren lassen, aber d
ie momentane Situation in der Welt macht es einem nicht einfach....Auch der Ausflug nach Brügge, Belgien stand deshalb lange auf der Kippe. Durch die zahlreichen Anschläge der letzen Zeit, die erhöhte Terrorgefahr und die hinzukommenden Attentate in Deutschland ist man nahezu gewillt, die Zeit in den eigenen 4 Wänden zu verbringen. Doch wir sind uns einige, dass das nicht die Lösung sein kann. Näher möchte ich gar nicht auf das Thema eingehen, denn in diesem Post sollen nicht Anschläge und der momentane Terror im Vordergrund stehen...

Ehrlich gesagt, habe ich jetzt auch keine gute Überleitung zu meinen oben angekündigten Rezept. Die eine Verbindung besteht darin, dass es um Sommer und um Urlaubsfeeling geht. Naja, das muss jetzt halt reichen. Ihr werdet es mir verzeihen :-)
Wie gesagt, mein kreiiertes Salädschen dient dazu die Zeit bis zum Urlaub zu überbrücken und ein wenig Urlaubsfeeling auf den heimischen Balkon zu zaubern. Rezepte für einen Melonensalat mit Schafskäse gibt es ja wie Sand am Meer, aber dieses Rezept kommt ein wenig aufweniger daher.
Im Melonen-Relish geben sich zweierlei Melonen und rote und gelbe Paprika die Ehre. Verfeinert wird das ganze mit Frühlingszwiebeln, Chili, Sesam und Olivenöl. Kleine Basilikumblätter, mit ihrem zarten Aroma geben dem Salat eine feine, harmonische Note. Perfekt dazu passen die im Speckmantel umhüllte Ziegenfrischkäsetatel. Ich gebe zu, neu erfunden ist die Kombination aus Ziegenkäse und Speck nicht, aber die beiden passen so hervorragend zusammen, dass man es einfach nicht übers Herz bringt, diese zu trennen. Warum auch, dazu gibt es meines Erachtens auch überhaupt keinen Grund. 




Dazu ein Gläschen gekühlten Weißwein und ich bin glücklich.
Wenn Ihr dieses Sommersalädchen nachmachen möchtet, benötigt Ihr folgende Zutaten. Das Rezept ist für 2 Personen ausgelegt.


1/4 Galia-Melone
1/4 Cantaloupe-Melone
1/2 gelbe Paprika
1/2 rote Paprika
2 Frühlingszwiebeln
3 EL Olivenöl
4 EL frischen Zitronensaft
1 EL Honig
1 Msp. gemahlener Chiliflocken
1/2 Chilischote (mittelscharf)
1 TL Sesamsamen
12 kleine Basilikumblätter
Salz und Peffer

6 Ziegenfrischkäsetaler
12 Scheiben Bacon, geräucherter Bauchspeck
etwas Olivenöl

Die Zubereitung:

1. Zuerst die beiden Melonensorten in kleine feine, Rechtecke schneiden. Dann die Paprika, waschen, putzen und ebenfalls in Rechtecke schneiden. Die Frühlingszwiebel waschen, des vorderen weißen Bereich einmal einschneiden und in sehr feine Ringe schneiden. 

2. Die Chilischote von den Kernen befreien und sehr fein schneiden. Den frisch gepressten Zitronensaft, mit Salz, Pfeffer, Chili, Chiliflocken, Honig und dem Sesam verrühren und mit dem Olivenöl verquirlen bis ein cremiges Dressing entsteht. 
Alle Zutaten für das Melonen-Relish vermenge und 1/2 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

3. Die Frischkäsetaler mittig auf eine Speckscheibe legen und diesen damit einpacken. Den eingepackten Taler nochmals auf eine Sepckscheibe legen und damit die noch offene Seite einschlagen, sodass ein Kreuzmuster entsteht und der Käse damit mit Speck eingefasst ist.

4. Eine Pfanne erhitzen, Olivenöl hineingeben un die Frischkäsetaler im Speckmantel von beiden Seiten 3 Minuten goldbraun anbraten. Das Melonenrelish aus dem Kühlschrank nehmen, nochmals vermengen und die Basilikumblätter vorsichtig untermischen. Das Relish auf einem großen Teller anrichten und die Taler darauf drapieren. 

Lasst es euch gut gehen und genießt den Tag.

Mareike ♥https://my-petitgateau.blogspot.de/2015/09/sizilien-eine-insel-mit-1000-facetten.html?m=1

17.07.16

Der Sommerdrink schlechthin für den nächsten Mädelsabend - Wassermelonen-Granita mit Rosmarin, Gin und Tonic-Water





Eher selten gibt es hier auf meinem Blog kleinere oder größere kreative Drink-Rezepte. Aber manchmal überkommt es mich, dann stehe ich in der Küche, hantiere so vor mich hin, schmeiß meinen Mixer an, hole jede Menge Obst aus meiner Obstschale, räume meine Gefriertruhe  frei,  greife ganz tief bis in die hinterste Ecke meiner kleinen aber feinen Alkoholabteilung meines Esszimmerschrankes und tadaaa….. das kommt dabei raus.

Ein leckerer Sommerdrink, der eine umwerfende Farbe hat, unglaublich erfrischt, eine Geschmacksbombe auslöst und dabei jede Mädelsrunde aufmischt. Ich glaube, das kann nicht jeder dahergelaufene Drink von sich behaupten. Etwas Vorbereitungszeit braucht es allerdings schon, dass muss ich zugeben. Aber so einen Mädelsabend oder Abend mit Freunden kann man ja auch schon mal 1-2 Tage im Voraus planen. Denn die Grantia muss 5 Stunden in den Froster, damit sie auch komplett durchgefroren ist.




Der Drink ist perfekt geeignet für heiße Sommertage, diese sind zwar in diesem Jahr eher rar gesät, aber wenn Sie kommen, muss man sie genießen und zwar in vollen Zügen. Ich stelle mir das Szenario so vor: Gemütlich auf dem Balkon sitzen, die nettesten Lieblingsmenschen um einem herum, und ein Glas Melonengrantia in der Hand. So schön kann das Leben sein.

So jetzt aber schnell zum Rezept:


Die Zutatenliste:


1 kg Wassermelone (am besten kernlos)
120 ml Wasser
50 g Zucker
1 EL Vanillezucker
200 ml Prosecco

2 cl Gin (bspw. Tanqueray) pro Drink
ca. 150 ml Tonic Water dry pro Drink
1 Stiel Rosmarin pro Drink


Die Zubereitung:

1. Die Wassermelone in grobe Stücke schneiden. In einem Topf das Wasser und den Zucker mit dem Vanillezucker aufkochen und ca. 3 Minuten weiter kochen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Den Zuckersirup bei Seite stellen und etwas abkühlen lassen.

2. Die Melonenstücke in einen Mixer geben, den Sirup und den Sekt dazugeben und kräftig durchmixen. Die Rosmarinnadeln sehr fein hacken und in die Melonenmasse geben.

3. Die Masse in eine flache Form füllen und für ca. 5 Stunden in den Gefrierschrank stellen. Nach 1 Stunde mit einer Gabel die Masse auflockern, sodass so wenig wie möglich Eiskristalle entstehen. Die so oft wie möglich wiederholen.

4. Für den Drink 4 EL Granita in ein Glas füllen, 2 cl Gin dazugeben und mit 150 mlTonic Water auffüllen. Mit einem Rosmarinzweig garnieren und direkt servieren.





Wie ihr auf dem letzen Bild erkennen könnt, hat sich das Glas schneller geleert als ich "Gin Gin", äh ich meine  natürlich "cin cin" sagen konnte :-)

In diesem Sinne, auf einen super Sommersonntag.

Alles Liebe!

Mareike ♥

04.07.16

Kirschtarte mit weißer Schokoladen-Mascarpone-Creme




Sie ist da, die Kirschzeit. Lange haben wir darauf gewartet, haben den Blüten im Garten beim Erblühen zugeschaut, den Bienchen beim Bestäuben zugesehen und darauf gehofft, dass der Wettergott gut gesonnen ist und dass nur wenige Regentagen beim Wachsen und Rotwerden der Kirschen Einzug halten. 

Aber ich muss leider sagen, dieses Jahr ist absolut kein Kirschjahr, vielleicht kann man sogar sagen, es ist überhaupt kein Obstjahr, denn auch die Erdbeeren hatten es schon nicht leicht... Schon beim Wachsen habe ich festgestellt, dass man dieses Jahr, ehrlich gesagt, die Kirschen am Baum einzeln zählen konnte. Nicht wie im vergangenen, als die Zweige sich bis auf dem Boden gebogen haben, vom Gewicht der süßen roten Früchte. Und zu allem Übel kam auch noch der Regen dazu, immer wieder, Woche für Woche, sodass die roten Früchtchen fast alle am Baum anfingen zu faulen. 




Wie ein kleines Kind, dem man die Puppe weggenommen hat, stand ich am Sonntagmittag unter dem Baum und habe ich mit großen Augen angeschaut. Aber es hilft ja nichts. Alles was ich retten konnte (also alles bis 2 m Höhe), habe ich abgezupft und mit nach Hause genommen. 
Ich kann nur hoffen, dass unser Sauerkirschbaum die fehlende Menge an Süßkirschen ausgleichen kann, denn für den Herbst und Winter möchte ich gerne wieder Marmelade und Likör kochen. Dafür muss ich mich aber noch 2-3 Wochen gedulden und dem Bäumchen vielleicht gut zureden :-) 

So stand ich dann am Sonntag also in meiner Küche und betrachtete die kleine Schüssel an Kirschen. Es war mir schnell klar, wenn es schon nur eine erlesen Anzahl an Kirschen gibt, dann müssen diese für etwas Besonderes herhalten. Für etwas, bei dem sie so richtig schön zur Geltung kommen, beim dem die rote Farbe leuchtet und jeder direkt hineinbeißen möchte.




Gesagt getan, Mürbeteig geknetet, Schokoladen-Mascarpone-Creme angerührt und heraus kam diese Kirschtarte. Ist sie nicht zauberhaft?

Für eine Tarte  (10 x 34 cm) benötigt ihr:

200 g Mehl
150 g kalte Butter
70 g Zucker
1 Eigelb
eine Prise Salz

100 g weiße Schokolade
170 ml Sahne
200 g Mascarpone
1 Bio-Limette

30 Süßkirschen
Backpapier
Trockenerbsen zum Blindbacken


Die Zubereitung:

1. Das Mehl in eine Schüssel geben, die Kalte Butter in Stücke schneiden und dazugeben. Den Zucker, sowie das Eigelb und eine Prise Salz hinzufügen und alles schnell mit den Knethaken zu einem glatten und geschmeidigen Teig verarbeiten. Mit den Händen zu einer Kugel formen, etwas platt drücken und in Frischhaltefolie gewickelt mind. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. 

2. Die Tarteform einfetten. Den Mürbeteig nochmals kurz auf bemehlter Arbeitsfläche durchkneten und mit dem Nudelholz rechteckig so groß ausrollen, dass die Tarteform darauf passt und noch etwas Teig, rechts und links, sowie oben und unten übersteht. Den Teig vorsichtig in die Form geben und andrücken. Mit einem Messer den überstehenden Teig am Tarterand abschneiden. Mit einer Gabel mehrmals einstechen. 

3. Einen Backpapierstreifen darauflegen und mit Trockenerbsen füllen. Die Tarte zuerst im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Ober-Unterhitze 10 Minuten backen, dann die Erbsen und das Backpapier entfernen und weitere 10 Minuten goldbraun backen. Die Tarte aus dem Ofen holen und vollständig auskühlen lassen.

4. Weiße Schokolade in Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen. 70 ml Sahne hinzugeben und verrühren, sodass eine Ganache entsteht. Diese im Kühlschrank runter kühlen lassen. 

5. Nach dem Abkühlen die Ganache mit dem Handrührgerät aufschlagen, sodass sie schön cremig wird und glänzt. In einer weiteren Schüssel 100 ml Sahne steif schlagen. Die Sahne vorsichtig zur weißen Ganache geben und unterheben. Die Mascarpone mit 3-4 EL der weißen Schokocreme glatt rühren, dann den Rest vorsichtig dazugeben und vermengen. So bleibt die Creme schön luftig.

6. Die Tarte aus der Form lösen, die Creme auf der Tarte verteilen und die Kirschen auf der Tarte verteilen. Die Kirschtarte nochmals für mind. 1/2 in den Kühlschrank stellen, damit die Creme schön fest wird. Vor dem Servieren die Schale der Bio-Limette über die Tarte reiben und mit etwas Puderzucker bestäuben.

Mareike ♥