20.05.16

Die Blütenpracht wird in Gläser gepackt – Fliederblütensektgelee und Holunderblütensektgelee





Was gibt es Schöneres, als diese Blütenpracht im Frühling, alles duftet in Hülle und Fülle. Zuerst die blühenden Obstbäumen, Kirschen, Zwetschgen Birnen, Äpfel, dann Kastanien und zum Schluss die Ziersträucher, Flieder und Holunder… Es wäre doch zu schade wenn wir diese kostbaren Blüten einfach so verblühen lassen würden, findet ihr nicht auch!

Holunderblütensirup kennt ja heutzutage jeder. Abends schön auf dem Balkon oder der Terrasse sitzen, ein leckeres Essen mit Freunden, angeregte Gespräche und dazu einen köstlichen Hugo in der Hand, so lässt es sich leben.  Aber es gibt noch viele andere Köstlichkeiten, die man aus den kleinen Blüten zaubern kann.
Warum nicht mal Gelee aus Blütensirup zaubern, denn nicht nur Früchte lassen sich zu einem Fruchtaufstrich verarbeiten. Holunder und Flieder eigenen sich dafür ebenfalls hervorragend. Die Blüten sind einfach Alleskönner, als Sirup, als aromatisierter Zucker oder eben als leckeres blumiges Gelee, sie sind so vielseitig einsetzbar.





Die Zubereitung eines Blütengelees ist auch nicht so schwer wie es sich anhört. Alles beginnt mit der Reinigung der Blütensträucher und das meine Lieben ist auch die aufwändigste Arbeit an der ganzen Sache. Der Fliederblüten müssen zuerst gesäubert und dann sehr vorsichtig von den Stängeln befreit werden. Bei den Holunderblüten reicht es die bitteren Stängel so kurz wie möglich zu schneiden und die Blüten von Ungeziefer und Staub zu befreien. Am besten nur sehr kurz in stehendem Wasser ausschenken, sodass so wenig wie möglich des aromareichen Blütenstaubes verloren geht. Nicht unter fließendes Wasser halten. Desto vorsichtiger ihr bei der Reinigung vorgeht, desto intensiver wird später der Blütengeschmack.


Das Gelee sieht in kleinen Gläschen abgefüllt und mit einem weißen Leinenstoff abgedeckt besonders schön aus – auch perfekt als kleines selbstgemachtes Mitbringsel geeignet. Ich finde es ist immer eine Freunde selbstgemachte Geschenke zu erhalten, es ist mit Liebe gemacht und man verschenkt in gewisser Weise ein kleines bisschen von sich.

 
Das Rezept werde ich untenstehend für Holunderblütensektgelee notieren. Gleiches könnt ihr für den Flieder verwenden. Dazu die Doldenanzahl um die Hälfte reduzieren, wenn Ihr sehr große Fliederdolden verwendet. Wer das Gelee ohne Alkohol zubereiten möchte, ersetzt einfach den Sektanteil durch den gleichen Anteil an Traubensaft.

Für 5 Gläschen à 200 ml benötigt Ihr:

20-25 Holunderblütendolden
500 g Gelierzucker 2:1
500 ml heller, ungesüßter Traubensaft
400 ml trockenen Sekt 
2 Zitronen


Die Zubereitung:

1. Die Dolden wie oben beschrieben in stehendem Wasser waschen, kräftig ausschütteln und gut abtropfen lassen (Den Flieder komplett vom Grün befreien). In eine Schüssel geben, mit Traubensaft übergießen und zusammen mit Zitronenscheiben über Nacht ziehen lassen. 

2. Das Saftgemisch durch ein Sieb gießen, mit Sekt auf 900 ml auffüllen und zusammen mit dem Gelierzucker in einem Topf mischen.Unter stetigem Rühren aufkochen und mind. 3 Minuten sprudelnd weiterkochen lassen.

3. Das Gelee sofort in saubere Gläser füllen. Nach Belieben kleine Blüten hineingeben und während des Geliervorgangs mit einem Holzstäbchen im Gelee verteilen. Gläser verschließen und auf dem Kopf drehen. 

Hinweis: Durch den Sekt wird das Gelee etwas trübe. Die Gläser kühl und dunkel aufbewahren, dann hält es mindestens 6 Monate. Das Gelee passt hervorragend zu würzigem Käse oder Gebäck, natürlich auch auf ein Brötchen morgens zum Frühstück :-)

Macht es euch schön!

Mareike ♥

07.05.16

Meine Frühlingsstulle mit allerlei Frühlingsboten, Babyspinat, Spargel, Tomatenvinaigrette und pochiertem Ei – oder auch gute Laune auf‘s Teller und Sonne satt




So wie es aussieht muss mein Plädoyer an die Wetterfee Wirkung gezeigt haben, denn die Sonne strahlt um die Wetter, die Temperaturen steigen immer weiter bis auf 25 Grad und meine Sonnenbrille ist mein Dauerbegleiter. Ich bin glücklich!! Dann auch noch der Feiertag, der die Arbeitswoche mal wie durch Zauberhand auf eine 4 Tage Woche reduziert hat, für die, die den Brückentag frei genommen hatten, sogar auf 3.

Und das wird ordentlich gefeiert. Dieses Mal nicht mit Süßkram, Torte, Törtchen oder Ähnliches, nein, heute wird das Superstrahlewetter mit einer Frühlingsstulle begrüßt, eine, die vollgepackt ist mit gesunden und frischen Zutaten: Babyspinat, Spargel, Tomaten, Eier und frisches rustikales Baguette. Es braucht nicht viel für dieses geniale Abendbrot auf dem Teller.




Mir zaubern die kleinen Stullen ein Lächeln ins Gesicht und gesund sind sie obendrein.
Denn so schnell wie der Frühling jetzt Einzug gehalten hat, genauso schnell steht der Sommer in der Tür und dann heißt es Bikini einpacken und ab an den Strand. Also ist die Stulle nicht nur ein Gute-Laune-Gericht sondern auch kalorienarm und ein perfekter Vorbereiter auf die Badesaison. Da darf man gerne auch mal 2 oder 3 mal zugreifen.

Die Frühlingsstulle ist ruck-zuck zubereitet, bis auf das pochierte Ei, das bedarf ein wenig Fingerspitzengefühl. Aber mit ein paar kleinen Tipps und Tricks gelingen sie 100%.





Die Zutaten für 4 Stullen:

4 Scheiben frisches rustikales Bauernbaguette
4 Stangen weißen Spargel
2 Hände Baby-Spinat
2 reife Tomaten
4 Eier
3 EL Olivenöl
1 EL weißer Balsamico
1 Knoblauchzehe
Etwas frische Kresse
Etwas Zitronenabrieb
Salz und Pfeffer


1. Die Spargelstangen schälen, der Länge nach zuerst halbieren, dann vierteln und die Viertel nochmals schräg halbieren. In etwas Salzwasser ca. 3-4 Minuten gar kochen. Aus dem Wasser holen und kurz mit kalten Wasser abschrecken.

2. Die Tomaten waschen, vierteln, vom Kerngehäuse befreien und sehr frei würfeln. Das Olivenöl mit Essig, Salz und Pfeffer verrühren, etwas Kresse und die Tomaten dazugeben. Kurz durchziehen lassen.

3. Die Baguettescheiben in einer Pfanne anrösten und anschließend mit etwas Knoblauch einreiben. Dafür die Knoblauchzehe halbieren und vorsichtig über die Schnittfläche reiben.

5. In einem breiten Topf reichlich Wasser mit etwas Salz zu kochen bringen. Die Hitze reduzieren. Einen Spritzer Essig dazugeben. Dann mit einem Kochlöffel das Wasser so kräftig verrühren, bis ein Strudel entsteht. In diesen Strudel vorsichtig das Ei hineingeben und ca. 4 Minuten ziehen lassen. Dabei nicht mehr umrühren. Das Wasser darf nicht mehr kochen nur noch leicht sieden. Das Ei mit einer Schöpfkelle vorsichtig aus dem Wasser holen und auf einem Krepppapier abtropfen lassen. Diesen Vorgang mit den restlichen Eiern wiederholen.

6. Jetzt wird angerichtet. Auf die Brotscheiben etwas Babyspinat geben, die Spargelstangen darauf legen und mit den Tomaten-Vinaigrette beträufeln. Die Eier auf oben drauf geben und mit Kresse, etwas Salz und Pfeffer sowie etwas Olivenöl garnieren.


Ich wünsche Euch ein grandioses Frühlingswochenende

Mareike ♥