26.04.16

Himbeer-Rhabarber-Muffins, das perfekte Rezept für die bevorstehende Picknickzeit







Die Ist-Situation sieht im Moment so aus: Der Frühling macht seit dem Wochenende eine Pause und was für eine, die Temperaturen steigen auf dem Thermometer nicht weiter wie 10 Grad, man kann schon fast von Wintereinbruch sprechen. Fehlt nur noch, dass ich morgens wieder kratzen und meine Blümchen auf dem Balkon vor Kälte und Frost retten muss, tsssss und das Ende April. Da heißt es also wieder Winterjacke raus und Ofen anheizen. Dieses ständige hin und her, die Temperaturschwankungen von 20 Grad auf 10 Grad, von Sonne zu Dauerregen bewirken zudem, dass ich von fiesen Kopfschmerzen geplagt werde. Das macht meine Laune nicht gerade besser. Ich muss mich ehrlich gesagt schon ein wenig zusammen reißen, morgens nicht die Decke über den Kopf zu ziehen und einfach zu verdrängen zur Arbeit zu müssen. Aber wie heißt es so schön, der April macht was er will und somit müssen wir uns mit dem Wetterchen im Moment arrangieren und das Beste daraus machen.







Meine Wunsch-Situation wäre allerdings eine ganz andere. Ich träume von 20-25 Grad, Sonnenbrillen- und Offeneschuhewetter, Eisessen in der Lieblingseisdiele, langen Fahrradtouren durch eine Landschaft gespickt mit blühenden Ostbäumen, einem ausgiebigen Picknick auf einer saftigen grünen Wiese, welche übersät ist mit Gänseblümchen, einem netten Plausch mit Freunden im Biergarten nach Feierabend…. das ist doch nicht zu viel verlangt oder?
Diese Aufzählung könnte ich stundenlang weiterführen. Ich freue mich einfach so unglaublich auf die Zeit, in der das Leben auch wieder außerhalb der 4 Wände stattfinden kann. Ich brauche das Licht, die Sonne, die Wärme um mich einfach wohl zu fühlen. Nicht ohne Grund bewirkt die Sonne die Freisetzung von Endorphinen, also den bekannten Glücksgefühlen und man sprüht endlich wieder vor Ideen, Kreativität und Lebenslust. Also liebe Wetterfee, wenn Du mich hören kannst, ich könnte eine Überdosis Glücksgefühle in Form von Sonnenstrahlen gut gebrauchen.

Für das ausgiebige Picknick auf grüner Wiese hätte ich sogar schon ein passendes Rezept parat. Ich muss ja vorbereitet sein, wenn es dann endlich soweit ist. Ich stehe also schon in den Startlöchern und scharre mit den Hufen, wie man so schön sagt. Und damit man nicht unendlich viel Zeit in der Küche verbringen muss und die kleinen süßen Küchlein auch schnell fertig sind, habe ich ein easy-peasy Rezept für euch, eines bei dem alle Zutaten ratz-fatz in einer Schüssel verrührt werden.
Die fruchtig süßen Küchlein bekommen auch nur eine kleine Puderzuckerdecke verpasst, kein besonderes Topping, keinen  Zuckerguss, einfach und pur, so bleiben sie auch lange ungekühlt frisch.


Das Rezept ist ausgelegt für 12 Muffins im Tulpenförmchen (diese sind etwas größer) oder 16 Muffins in klassischen Förmchen.


Die Zutaten:

350 g Mehl
200 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
1 Becher Saure Sahne
100 ml Milch
2 Eier
Abrieb einer unbehandelten Zitronen
100 g geschmolzene Butter
250 g Rhabarber (ca. 4 Stangen)
125 g Himbeeren
12 große Tulpenförmchen
etwas Puderzucker



Die Zubereitung:

1. Den Rhabarber waschen, putzen und in feine Stücke schneiden. Den Ofen auf 185 Grad Ober-/-Unterhitze vorheizen.

2. Alle Zutaten bis auf den Rhabarber und die Himbeeren in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührgerät zu einem glatten, geschmeidigen Teig verrühren.

3. Den Rhabarber und die Himbeeren dazugeben und sehr vorsichtig unterheben.

4. Die Tulpenförmchen in eine Muffinform geben und mit Hilfe eines Eisportionierers, jeweils 2 Portionen in die Förmchen geben.

5. Bei 185 Grad ca. 20 Minuten Gold braun backen. Die Muffins aus dem Ofen nehmen und etwas in der Form abkühlen lassen. Dann auf ein Kuchengitter stellen und völlig auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen.


Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und bei eurem hoffentlich bald anstehendes Picknick.


Mareike ♥

15.04.16

Ich heiße den Frühling willkommen, mit selbstgemachten Bärlauchravioli in cremiger Lachssoße





Heute geht es weiter mit der heiteren Frühlingsküche. Dieses Mal habe ich mir den Bärlauch zur Brust genommen. Ein unglaublich geschmacksintensives Frühlingskraut, das nicht nur als Suppe oder als feine Kruste zu Fleisch und Fisch eine gute Figur macht.
Lecker verpackt in einer selbstgemachten Ravioli mit frischem Lachs und cremiger Soße ist es der perfekte Frühlingsbegleiter für mich. Schon beim Pflücken des Bärlauchs steigt einem der Knoblauchduft in die Nase und ich kann es meist gar nicht abwarten in die Küche zu kommen und ihn zu verarbeiten. Die Bärlauchpflanze verbreitet sich ja rasend schnell und wird bei Gärtner schon fast als Unkraut bezeichnet, da es sich so schwer eingrenzen lässt und sozusagen überall da wuchert wo Platz ist.
Wenn ihr bei einem Spaziergang an einem etwas schattigen Plätzchen am Waldrand vorbeikommt, schaut mal gezielt auf den Boden, ich bin mir sicher, ihr werdet fündig werden. Und sind wir mal ehrlich, selbstgepflückter Bärlauch schmeckt einfach um ein vielfaches besser, als gekaufter aus dem nächsten Supermarkt.

Ein kleiner Tipp am Rande. Bärlauch lässt sich auch hervorragend einfrieren und bei Bedarf aufgetaut zu Pesto verarbeiten. Dafür den Bärlauch waschen, trocken tupfen und gestapelt in einem Gefrierbeutel ins Tiefkühlfach legen. Nach dem Auftauen, von der Nässe befreien und weiterverarbeiten.  So hat man noch bis in den Sommer hinein leckeren Bärlauch auf Lager, auch wenn die Saison schon längst vorbei ist.


Wer jetzt denkt, an selbstgemachte Ravioli traue ich mich nicht ran, dem kann ich versprechen, es ist wirklich einfacher als man glaubt und mit ein bisschen Muskelkraft gelingt die Ravioli auch ohne Pastamaschine.
Die Füllung meiner Ravioli ist total simpel aber gleichzeitig unglaublich lecker. Sie besteht aus 4 Zutaten, Ricotta, Bärlauch, Eigelb und etwas Parmesan, leicht gewürzt mit Salz und Pfeffer und einem Hauch Muskat. Da der Bärlauch an sich schon sehr geschmacksintensiv ist, braucht es auch gar nicht mehr.
Der perfekte Begleiter zu Bärlauch ist für mich Lachs. Diese beiden Akteure ergänzen sich wirklich hervorragend. Nicht jeder Fisch verträgt diesen kräftigen Geschmack  und geht bei der Kombination im Gericht eher unter. Nicht so Lachs, egal ob geräuchert oder als Filet, beides ist für dieses Gericht geeignet und verwendet wird das, was einem am besten schmeckt.

Für mein Gericht, das für 4 Personen ausgerichtet, ist benötigt ihr:

Zutaten für den Pastateig:

300g 00-Mehl (spezielles Pastamehl)
3 Eier
1 El Olivenöl


Zutaten für die Füllung:

250 g Ricotta (abgetropft in einem Sieb)
1 Ei
1/2 Bund (ca. 25g) frischen Bärlauch
40g geriebenen Parmesan
Salz und Pfeffer
Etwas frisch geriebenen Muskat


Zutaten für die Soße:
200 ml Sahne
1 Becher Creme Fraiche
1 Schalotte
200 g geräuchterten Lachs
Abried von einer Bio.Zitrone
Saft einer 1/2 Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer
etwas Butter
fein geschnittenen Bärlauch

Die Zubereitung:

1. Das Mehl mit den Eiern und dem Olivenöl ca. 10 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Anschließend in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

2. Für die Füllung, den Bärlauch waschen und von den harten Stielen befreien. Grob zerkleinern und mit dem Mörser und 2 EL Ricottacreme grob pürieren. Dann den restlichen Ricotta, das Eigelb, den geriebenen Parmesan, Salz und Pfeffer sowie etwas frisch gemahlene Muskatnuss unterrühren. Die Bärlauch-Ricottamischung bis zur weiteren Verarbeitung kalt stellen.

3. Den Pastateig aus dem Kühlschrank holen, in 4 Teile teilen und mit einem Nudelholz grob ausrollen. Dann den Teig durch eine Nudelmaschine. Diesen 3-4 mal auf ein dritte einschlagen, mit etwas Mehl bestäuben und durch die Nudelmaschine geben.
Dann die Walzen schmäler stellen und so lange den Teig "ausrollen" bis er die gewünschte Dicke hat.

4. Die Teigplatte auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit einer runden Form Kreise ausstechen. Die Bärlauch-Ricotta-Füllung in eine Spritztülle geben und teelöffelgroße Portion auf die Kreise spritzen. Etwas Eiweiß auf den Zeigefinger geben und den Teig damit befeuchten. Anschließend einen weiteren Kreis darauf legen und mit den Fingern vorsichtig andrücken, dabei darf keine Luft in den Ravioli bleiben, ansonsten gehen sie beim kochen auf. Die fertigen Ravioli mindestens 10 Minuten ruhen lassen. So lange weiter verfahren bis der komplette Teig fertig verarbeitet ist.

5. Einen Topf mit gesalzenem Wasser zu kochen bringen. In der Zwischenzeit die Schalotte in sehr feine Würfel schneiden. Einen kleinen Topf mit etwas etwas Butter erhitzen und die Schalotten darin glasig dünsten. 

6. Die Sahne, den Creme Fraiche dazugeben, kräftig umrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Sahnemischung aufkochen lassen und anschließend den Zitronensaft dazugeben. Sobald die Soße beginnt anzudicken, die Hitze reduzieren, den Zitronenabrieb dazugeben und den Lachs im Ganzen hineingeben. Durch die Hitze zerfällt dieser von alleine. Für den letzten Schliff etwas fein geschnittenen Bärlauch dazugeben. Wenn die Soße etwas zu dick geworden ist einfach etwas Nudelwasser hinzugeben. 

7. Sobald das Wasser zu kochen beginnt, die Ravioli bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten ziehen lassen.  

8. Die Ravioli aus dem Wasser holen, auf einer großen Platte anrichten. Die Lachssoße drüber geben und nach Lust und Laune mit etwas Parmesan und Zitronenabrieb garnieren.


Alles Liebe und ein tolles Wochenende
Mareike ♥

05.04.16

Mein kleines Frühstücksglück am Sonntagmorgen: French Toast mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott






Oft braucht es nicht viel, um mich einfach glücklich zu machen. 
Was gibt es schöneres als an einem Sonntag Morgen mit Sonnenstrahlen am späten Vormittag geweckt zu werden und den Tag mit frisch zubereiteten French Toast mit selbstgemachtem Erdbeer-Rhabarber-Kompott zu starten? Genau, nichts. 

Und wenn dann noch endlich der Frühling da ist, die Magnolienbäume um die Wette blühen, stehen die Frühlingsgefühle parat. Die Winterjacke wurde gegen eine leichte Lederjacke ausgetauscht, die dicken Winterschals wurden im Schrank verbannt und es gibt endlich wieder offene Schuhe, wie ich es liebe. 
Es ist fast so, als blüht man im Frühling wieder auf. Man hat bessere Laune, erfreut sich am Vogelgezwitscher am frühen Morgen und das beste daran, es ist Abends wieder länger hell, sodass das Leben auch wieder außerhalb der 4 Wände stattfinden kann.





Nichts desto trotz haben wir am Wochenende dem größten Teil unserer Wohnung einen neuen Anstrich verpasst, sozusagen einen Frühjahrssputz für die Wände inklusiv Ausmisten, Entrümpelt und einer groß angelegten Putzaktion. 
Es war tierisch anstrengend, den halben Freitag und über 12 Stunden am Samstag haben wir geschuftet, Möbel von A nach B gerückt, Leisten entfernt, Fenster und Türen abgeklebt, Wände und Decken gestrichen, Fenster geputzt, Boden von Farbresten befreit, die Leisten wieder angebracht, geschruppt und letzten Endes die Möbel wieder an Ort und Stelle gebracht und die Regale und Lampen angeschraubt. Und es hat sich ABSOLUT gelohnt.
Wir haben ein kombiniertes offenes Ess- und Wohnzimmer mit ca. 50 qm. Durch den neuen Anstrich wirkt es, als ob wir zusätzlich 20 qm mehr Platz gewonnen hätten. 
Alles ist hell und freundlich, einfach ein Träumchen, ich bin hin und weg.





Als kleine Belohnung sozusagen, habe ich dann am Sonntagmorgen dieses kleine Frühstücksglück für uns zubereitet. Ich konnte den Erdbeeren auf dem Markt einfach nicht wiederstehen. Die Kombination mit Rhabarber ist einfach unschlagbar, für mich besteht dabei schon Suchtgefahr. Ich muss mich beherrschen, den Kompott bei der Zubereitung nicht schon komplett aus dem Topf zu löffeln. Durch die Zugabe von Vanille kommt sowohl das süße der Erdbeeren, als auch das säuerliche des Rhabarbers so richtig schön zur Geltung. 

Für 8 French Toast braucht ihr folgende Zutaten:

4 große Toastscheiben, halbiert
2 Eier
100 ml Milch
50 ml Sahne
2 EL Butter
etwas brauen Zucker
etwas Zimt

300 g Rhabarber
150 g Erdbeeren
25 g Zucker
1/2 Vanilleschote
1 EL Speisestärke

Puderzucker zum Bestäuben


Die Zubereitung:

1. Rhabarber putzen, waschen und schräg in grobe Stücke schneiden. Erdbeeren ebenfalls putzen und waschen und viertel. Den Rhabarber zusammen mit dem Zucker und einer halben aufgeschnittenen Vanilleschote in einen breiten Topf geben. Alles ca. 30 Minuten ziehen lassen.

2. Die Erdbeeren dazugeben und aufkochen. Alles 5 Minuten leicht köcheln lassen. Dabei nicht mehr umrühren, sondern den Topf nur leicht schwenken, so zerfällt der Rhabarber nicht so stark. 1 EL Speisestärke mit 1 EL Wasser verrühren und durch das Schwenken vorsichtig unterziehen. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

3. Die halbierten Toastscheiben in eine Auflaufform geben. Eier aufschlagen und zusammen mit der Milch und der Sahne verrühren. Die Ei-Milchmischung über die Toastscheiben geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen, bis die komplette Mischung aufgesogen ist.

4. 1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Toastscheiben auf einer Seite mit etwas brauen Zucker und Zimt bestreuen und mit dieser Seite zur Butter in die Pfanne geben. Die Scheiben von der anderen Seite ebenfalls bestreuen, wenden und goldbraun ausbacken. Anschließend herausnehmen und auf ein Krepppapier geben. Mit den restlichen 4 Toastscheiben genauso verfahren. Mit Puderzucker bestreuen und zusammen mit dem Kompott servieren.

Alles Liebe
Mareike ♥