15.01.16

Eine Pasta, in die man sich einfach verlieben muss: Tagliatelle mit Linsen-Sahne-Soße






Heute ist es mal wieder so weit, es ist Soolfood-Zeit und das im ganz großen Stil.  Immer wieder gibt es bei mir Rezepte aus der Rubrik Lieblingsessen und dieses gehört eindeutig unter die Top 5.

Eine vegetarische und weiße Variante der Spaghetti Bolognese sozusagen, ja so etwas gibt es und ich garantiere euch, es schmeckt unglaublich lecker, würzig und cremig. Für mich nicht nur eine Alternative. Die Linsen-Sahne-Soße hat die Bolo glatt überholt und das im Heiltempo.




Das i-Tüpfelchen ist natürlich die selbstgemachte Pasta. Seit sich im Oktober meine KitchenAid Grundausstattung, um einen Pastaaufsatz erweitert hat, wurden schon einige Pastaproduktionen durchgeführt. Es macht unglaublich viel Spaß, zuzusehen wie aus gerade mal 3 Grundzutaten die unterschiedlichsten Pastavarianten entstehen können und das ganz ohne Muskelkraft. Ich muss sagen, ich bin schon ein wenig verliebt.

Die Vorteile von selbstgemachter Pasta liegen auf der Hand.
Sie schmeckt um ein Vielfaches besser als gekaufte, sie enthält keinerlei Zusatz- oder Farbstoffe und  man kann unterschiedlichstes Mehl verwenden, egal ob Weizen, Dinkel oder Vollkornmehl, verwendet wird es nach Lust und Laune.




Je nachdem, ob man die  Pasta direkt kochen oder trocknen möchte, wird der Teig mit oder ohne Ei zubereitet. Man hat zahlreiche Möglichkeiten den Geschmack der Pasta zu variieren. Geschmacksträger wie getrocknete Steinpilze, Pfeffer, getrocknete Tomaten oder Safran verwende ich sehr gerne. Diese geben der Pasta den nötigen Pfiff und dann reicht auch ein schnelles einfaches Pesto als Soße, oder ein wenig Knoblauch und Olivenöl. Hier steht dann eindeutig die Pasta im Vordergrund.  

Bei meinem heutigen Pastarezept ist der Fokus eindeutig auch die Soße gerichtet. Zur Linsen-Sahne-Soße passen meines Erachtens am besten Spaghetti oder Tagliatelle. Diese können die leckere Soße so richtig schön aufsaugen. Alleine beim Gedanken daran, die Pasta mit einer Gabel aufzudrehen und das letzte Ende der langen Pastanudel aufzusaugen….. Oh je, ich muss in die Küche.

Natürlich müssen diese nicht unbedingt selbst gemacht sein. Wenn wenig Zeit, ist greife auch ich gerne auf fertige Pasta zurück, aber am Wochenende kann man die Pastamanufaktur anschmeißen und das Essen so richtig schön zelebrieren.
Da kann es schon mal passieren, dass der Wein, der eigentlich nur für die Soße gedacht war, vorher schon einmal geöffnet wird und ich während dem Kochen, den ein oder anderen Schluck genieße.
Dabei kann ich dann so richtig gut abschalten. Die Soße köchelt vor sich hin und dabei wird der Kochlöffel im Rhythmus der Radiomusik im Hintergrund in der Pfanne hin und her geschoben.
Fast wie Meditation.



Die Zutatenmenge ist für 4 Personen ausgelegt, wer aber wie ich einen oder mehrere Pastavernichter zu Hause hat, kann gut und gerne die angegebene Menge verwenden. Die übrige Pasta schmeckt am Folgetag genauso gut :-)

Zutaten für die selbstgemachten Tagliatelle:

150 g Hartweizengrieß
150 g Weizenmehl
3 Eier
1 EL Olivenöl


1. Die Zutaten in eine Rührschüssel geben und zuerst mit dem Knethaken ca. 5-8 Minuten zu einem glatten und homogenen Teig kneten. Der Teig sollte sich dabei von der Rührschüssel lösen und ganz geschmeidig werden.

2. Den Pastateig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

3. Den Teig in 4 Portionen teilen. Mit etwas Mehl bestäuben und ausrollen. Wer keine Pastamaschine hat, sollte den Teig dann auf ein Drittel einfalten und wieder ausrollen. Diesen Vorgang 3-4 mal wiederholen. Das Ausrollen übernimmt im besten Falle die Walze der Pastamaschine. Das spart Zeit und Kraft.

4. Sobald der Teig nicht mehr klebt kann dieser auf die gewünschte Dicke ausgerollt werden. Entweder mit reiner Muskelkraft oder mit Hilfe der Pastamaschine, dabei immer eine Stufe kleiner werden und den Teig 2 mal durch jede Einstellung geben, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.

5. Den geformten Pastateig eventuell etwas zurechtschneiden und abschließend in die gewünschte Form schneiden. Bei mir hat das der Tagliatelle-Aufsatz der KitchenAid übernommen. Die geschnittene Pasta etwas mit Mehl oder Gries bestäuben und auf ein Backpapier legen und leicht antrocknen lassen.

6. Diesen Vorgang mit den restlichen Portionen wiederholen. 



Zutaten für die Linsen-Sahne-Soße:

200 g Belugalinsen
1 gr. Bund Frühlingszwiebeln
100 g getrocknete Tomaten in Öl
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
¼ l Gemüsebrühe
¼ l trockenen Weißwein
300 ml Sahne
Salz und Pfeffer
Etwas Olivenöl
Etwas glatte Petersilie

1. Die Belugalinsen in reichlich kochendem Wasser nach Packungsanleitung garen. Kein Salz dazu geben, das verlangsamt eventuell den Garprozess.

2. Die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und schräg in Ringe schneiden. Die Chilischote nach Bedarf von den Kernen befreien und zusammen mit dem Knoblauch ebenfalls klein schneiden.

3. Etwas Olivenöl in einer Pfanne und die Frühlingszwiebeln, den Chili und den Knoblauch darin andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und kurz aufkochen lassen.

4. Die Brühe und die Sahne dazugeben und ca. 10-15 Minuten leicht köcheln lassen. Dabei dickt diese Soße leicht ein und wird richtig schön sämig.

6. Einen großen Topf mit Wasser aufsetzten. Kräftig salzen. In der Zwischenzeit die getrockneten Tomaten klein schneiden. Die Linsen nach Ende der Garzeit abgießen und kurz mit kaltem Wasser abspülen.

7. Die Tomaten und die Linsen hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Hitze reduzieren. Die Pasta ca. 3 Minuten im kochenden Wasser gar werden lassen.


8. Die abgesiebte Pasta zurück in die Soße geben und einmal vorsichtig unterheben, sodass sich die Soße mit der Pasta vermischt. Eventuell etwas vom Pastawasser dazugeben, sollte die Soße zu stark einreduziert sein. Mit gehackter Petersilie garnieren und genießen. 

buon appetito meine Lieben und ein tolles Winterwochenende wünsch ich euch (hier gab es endlich den 1. Schnee)

Mareike ♥

Kommentare:

  1. Liebe Mareike,
    wow! Sieht das lecker aus! Wahnsinn! An eine Pastasoße mit Linsen habe ich mich noch nicht gewagt - aber das werde ich jetzt mal gut überdenken! Deine Fotos sind übrigens ein Traum!
    Liebste Grüße von Martina

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    1. Vielen lieben Dank! Trau Dich, es ist meeega lecker.
      Alles Liebe
      Mareike ♥

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  2. Mhh also Pasto wollte ich auch schon lange mal selber backen, habe es aber leider immer nocht nicht gemacht!:( Sieht köstlich aus!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich mir ran getraut habe, aber ich bin sooo begeistert, dass ich fast nur noch selbstgemachte Pasta esse.

      Liebste Grüße!
      Mareike ♥

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  3. ok, überzeugt - das wird definitiv nachgekocht!

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    1. Hui, das freut mich aber! Bin gespannt wie es Dir schmeckt liebe Vanessa.

      Liebe Grüße
      Mareike ♥

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