22.12.16

Meine Gedanken zum aktuellen Geschehen und dem bevorstehenden Weihnachtsfest




Nach den Ereignissen in Berlin, die mich zu tiefst erschüttert haben und dem bevorstehenden Weihnachtsfest, ist es mir ein Anliegen ein paar Worte zusammen zu fassen, die mich im Zuge des Attentates beschäftigen. Es ist kein Post wie ihr ihn sonst von mir kennt, er ist anderes, persönlich, emotional, tiefgründig, fragend. Aber ich möchte auch solchen Beiträgen, die das aktuelle Geschehen hier und in der Welt aufgreifen, auf meinem Blog Platz geben.
Wie jedes Jahr, war auch dieses geprägt mit vielen Höhepunkten und wundervollen Glücksmomenten. Da war zum einem die Traumhochzeit meiner lieben Freundin, der runde Geburtstag eines Familienmitgliedes, ein wunderbarer und erholsamer Urlaub in Holland, feucht fröhliche Grillabende mit Freunden, die bestandene Prüfung meiner besseren Hälfte, der erfolgreiche Start in meinem neuen Job. Es gab so viele Ereignisse, die mich mit Liebe und Glück erfüllt haben.
Aber es gab dieses Jahr auch vermehrt unfassbare Terroranschläge in Europa, ein tragisches Erdbeben in Italien, Krieg, Hunger und Leid in Syrien, unfassbare Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer. Die sozialen Netzwerke sind vollgepackt mit Fremdenhass und Egoismus. Es kommt mir so vor, als würde es von Tag zu Tag mehr werden, als würde es überhand gewinnen über die freudigen Nachrichten, die positiven Beiträge, die die Menschen mit einander teilen. Rechtsradikale Parolen werden von Menschen öffentlich geteilt und verbreitet. Die radikale Szene breitet sich immer mehr aus und legt einen Fremdenhass an den Tag der für mich unbegreiflich ist.


Dieser Fremdenhass bekommen wir selbst zu spüren, obwohl wir nicht in einer Großstadt leben, in einem Problembezirk mit einem hohen Ausländeranteil. Nein ganz im Gegenteil, wir wohnen auf dem Land, in einem Dorf, in dem es vermutlich mehr Kühe wie Einwohner mit Migrationshintergrund gibt. Die nächste größere Stadt ist Baden-Baden oder auch Karlsruhe.
Mein Freund ist Türke, hat keinen deutschen Pass, obwohl er hier in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Er ist länger in diesem Land als ich auf der Welt bin. Und trotzdem spüren wir selbst am eigenen Leib, wie schwer es in der heutigen Zeit ist, einer anderen Religion anzugehören oder sogar nur anders auszusehen.
Meist sind es Alltagssituation, die einem vor Augen führen, wie man von den Mitmenschen war genommen wird. Man glaubt es kaum, aber allein durch sein leicht südländisches Aussehen, wird er sofort mit Vorurteilen konfrontiert. Beispielsweise bleibt in der S-Bahn oft der Platz neben meinem Freund leer, wenn er auf dem nach Hause weg ist. Oder er wird ängstlich und mit großen Augen angeschaut, wenn er einer alten Dame beim Tragen der Einkaufstüten helfen möchte.
Auf der anderen Seite wird er sogar proaktiv am Bahnhof von muslimischen Bürgern angesprochen, er solle doch der radikal-islamistischen Bewegung beitreten.
Es ist erschreckend in welch einer Welt wird leben. Es passieren täglich so viele schreckliche Dinge, alleine durch Menschenhass. Und wie wir spätestens seit diesem Jahr wissen, der Terror ist schon lange auch in Deutschland angekommen.
Ich frage mich manchmal, wie man bei solch schlimmen Ereignissen, wie am Montag in Berlin, noch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann? Wie kann man in diese Welt Kinder setzen, wenn man selbst nicht weiß, wie weit sich die Welt noch verändern wird? Wie schafft man es, trotz dieser schlimmen Ereignisse, die einem sprachlos machen, offen und freundlich zu bleiben und nicht zu verbittern, der Wut und der Angst in einem keinen Platz einzuräumen?





Wir werden immer wieder mit diesen emotionalen Tiefschlägen konfrontiert, müssen Stärke beweisen, Mut haben weiterzumachen, weiter zu kämpfen für das Gute in der Gesellschaft, für das Gute im Menschen, für das Gute in uns. Sich selbst zu reflektieren, sich zu hinterfragen ist dabei genauso wichtig, wie andere darauf aufmerksam zu machen. Aber nicht immer fällt uns das leicht. Wir zögern, sind gehemmt und möchten den anderen nicht zurechtweisen, haben vielleicht auch zu wenig Zivilcourage einzuschreiten, wenn es wirklich notwendig ist. Auf der anderen Seite dürfen wir uns auch nicht von Vorurteilen leiten lassen, müssen mit offenem Blick unsere Mitmenschen war nehmen. 
Vielleicht kann uns der bevorstehende Jahreswechsel, der immer auch einen gewissen Neuanfang mit sich bringt, dabei helfen. Denn ein neues Jahr heißt nämlich auch, einen neuen Abschnitt zu beginnen, neue bevorstehende Herausforderungen anzunehmen, das alte hinter sich lassen, den Blick nach vorne richten, sich mit Liebe und positiven Gedanken den neuen Situationen stellen, sich einlassen auf Veränderungen, neue Bekanntschaften schließen, sich gegenseitig zu unterstützen und vor allem sein Gegenüber wertzuschätzen.
Diese Wertschätzung ist so unglaublich wichtig. Die Mitmenschen so zu akzeptieren wie sie sind und ihnen in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Wesen den Freiraum zu geben, den sie brauchen, ist ein wichtiges Gut in unserem heutigen gesellschaftlichen Leben. In einem Leben, in dem die Kulturen und Nationalitäten verschwimmen, in dem es immer mehr Menschen gibt, die Hilfe suchen und bedürftig sind, die ohne die Unterstützung anderer keinerlei Hoffnung auf Verbesserungen hätten, müssen wir mit positiven Beispiel voran gehen. Es sind schon Kleinigkeiten die Veränderungen herbeiführen.

Gerade zu Weihnachten, dem Fest der Nächstenliebe, lasse ich gerne solche Gedanken zu, versuche mich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist, worauf es mir im Leben ankommt, wie ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass die Welt ein wenig heller und freundlicher wird.
Lasst uns also die Feiertage im Kreise unserer Freude und Familie genießen, jede Sekunde, die wir zusammen sein können zelebrieren, gemeinsam essen, singen, tanzen – einfach FREUDE teilen. Denn meiner Ansicht nach kann bereits die Freude am Leben die dunklen Gedanken und Ängste verdrängen, denn wo kein Platz ist für Wut und Intoleranz, wo der Nährboden für Hass so klein wie möglich ist, kann kein Terror und kein Grauen entstehen.
Mareike

05.12.16

Mein Vorschlag für eine Vorspeise für das Weihnachtsessen: Feldsalat mit Apfelstreifen und gerösteten Waldnüssen, dazu Bruschetta mit homemade Apfel-Pflaumen-Schmalz





Wie ihr wisst liebe ich ja die traditionelle Küche, die Küche die meine Mutter und meine Oma schon gekocht hat. Viele Lieblingsrezepte gibt es aus dieser Zeit. Aber nicht nur Rezepte sondern auch ganz besondere Erinnerungen. Eine dieser Erinnerungen habe ich an Schmalz. Der Gedanke an ein frisches Schmalz, dass auf ein lauwarmes Bauernbrot gestrichen und mit etwas Salz bestreut wird, zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.  

In der heutigen Zeit, in der alle nur noch über Superfood, detox, clean-eating, Paleo, vegan und raw-vegan sprechen, habe ich das Gefühlt mich schon rechtfertigen zu müssen, dass ich überhaupt so etwas essen, geschweige denn  beim Metzger Flomen bestelle, um dieses herrliche selbstgemachte Schmalz selbst herzustellen. Flomen?? Was möchten Sie?? Okay.... und für was brauchen Sie es?? Sogar der Metzger meines Vertrauens hat mich fragend angeschaut, als ich die Bestellung aufgab. Ich vermute, dass es in der heutigen Zeit eher selten vorkommt, dass jemand kiloweise Schweinefett bestellt, anstelle die Frage in welcher Wurst der Fettgehalt denn am geringsten ist. Dadurch lasse ich mich aber nicht beirren. Schon lange wollte ich mein eigenes Schmalz herstellen, habe im Internet nach Rezepten und Vorgehensweisen gesucht.





Heraus kam dieses Griebenschmalz mit Äpfeln, Pflaumen, Zwiebeln und Thymian - einfach perfekt für die Winterzeit.  Und warum sollte man nicht einfach mal ein Weihnachtsmenü mit einem Schmalzbrot beginnen. Natürlich habe ich es für Weihachten etwas eleganter und festlicher gestaltet, das Bauernbrot wurde durch ein feines Baguette ersetzt, welches ich kurz in der Pfanne angeröstet habe und das Schmalzbrot kommt auch nicht alleine daher sondern eher als Begleiter eines feinen Wintersalates, der mit Apfel und Walnüsse gespickt ist und mit einem Dressing aus Kürbiskernöl und Balsamico ganz hervorragend zum Schmalz passt.

Habt ihr euch eigentlich schon Gedanken macht, was es an Weihnachten zu essen gibt? Jedes Jahr ist es ja, zumindest empfinde ich es so, eine Herausforderung, ein Menü zusammen zustellen, das etwas Originelles ausstrahlt aber in der Vorbereitung eher einfach und schnell von der Hand geht. Traditionell gibt es bei uns Hirsch  als Hauptspeise, dazu Rotkohl, Spätzle und Knödel, die Vorspeise und das Dessert wird dann jedes Jahr etwas variiert. Ich habe an Weihachten gerne alle meine Liebsten um mich und verbringe sehr viel Zeit mit meiner Familie. Es ist immer wieder etwas Besonderes das Menü zusammen zu kochen und zu essen, die Zeit zu genießen. Jeder hat dabei seine Aufgaben, einer kümmert sich um das Fleisch und die Soße, die andere um die Beilagen und die Vorspeise und das Dessert wird natürlich auch noch an ein fleißiges Bienchen verteilt. Somit ist es für jeden nicht ein stressvolles Abrackern in mehreren Akten sondern ein schönes stimmungsvolles Zusammenkommen, bei dem einige Stunden am Herd verbracht werden und dabei Erinnerungen ausgetauscht werden und natürlich mit dem ein oder andere Gläschen angestoßen wird. Hach... ich freue mich jetzt schon darauf.




Jetzt aber wieder zurück zu meiner Vorspeise. Das Schmalz kann man perfekt vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Es hält sich ungeöffnet mind. 8 Wochen, d.h. also, wer Lust hat kann gleich morgen loslegen.


Für 5 Gläschen (à250ml) benötigt ihr:

500 g Flomen vom Metzger (am besten bereits durch den Fleischwolf gelassen)
200 g Zwiebeln
2 Äpfel ca. 350g
125g getrocknete Pflaumen
1/2 Bunde Thymian
1 TL Meersalz
frisch gemahlener Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Die Zwiebeln und Äpfel schälen, entkernen und in feine Würfel schneiden. Auch die Pflaumen fein würfeln. Den Flomen in einem Bräter bei mittlerer Hitze 15 Minuten auslassen, bis krosse Grieben im Fett schwimmen.

2. Anschließend die Zwiebel- Apfel- und Pflaumenwürfel dazugeben und weitere 3 Minuten mit garen, dabei ständig umrühren. Das Salz dazugeben und mit etwas grobem Pfeffer würzen. Den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Die Blätter ins Schmalz geben und gut durchrühren. Sofort in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen und verschließen.


Die Zutaten für den Salat mit Bruschetta für 4 Personen:

300 g Feldsalat
1 Apfel
200 g Walnüsse
4 EL Rapsöl
2 EL Kürbiskernöl
4 EL weißer Balsamico
Salz und Pfeffer
1/2 TL Vanillezucker
6 Scheiben Baguettte
Apfel-Pflaumen-Schmalz
etwas paar Thymianblätter


Die Zubereitung:

1. Den Feldsalat putzen, waschen und trocken schleudern. Den Apfel waschen und zuerst in dünne Scheiben schneiden, dabei das Kerngehäuse auslassen und anschließend in feine Streifen schneiden.

2. Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten, abkühlen lassen und ein paar Nüsse zerbrechen. Anschließend die Apfelspalten in die heiße Pfanne geben und mit 1/2 Teelöffel Vanillezucker bestreuen, damit sich ganz leicht zu karamellisieren beginnen.  Nach 1-2 Minuten direkt wieder herausnehmen. In der gleichen Pfanne die Baguettescheiben leicht anrösten, ebenfalls herausnehmen und leicht auskühlen lassen, damit das Schmalz beim Auftragen nicht zu schmelzen beginnt.


3. Für das Dressing, das Öl, den Essig mit Salz und Pfeffer gut vermengen. Das Baguette großzügig mit Schmalz bestreichen, leicht salzen und mit ein paar Thymianblätter bestreuen. 

4. Den Salat mit dem Dressing vermengen und auf einem Teller anrichten. Die Apfelstreifen darüber verteilen und mit den Walnusshälften garnieren. Etwas Dressing über den Teller geben. Zusammen mit den Schmalzbruschetta servieren.

Habt einen guten Start in die neue Woche!
Mareike ♥

05.11.16

Spaghetti mit Kürbisragout, Shiitake-Pilze und Speck - mein Pastaglück für kuschelig Herbsttage



Der Oktober neigt sich schon dem Ende entgegen, ich habe das Gefühl die Zeit rast gerade zu. Vollgepackt mit allerhand Höhepunkte war der Oktober nicht nur golden sondern auch besonders emotional. Die Hochzeit meiner allerliebsten Freundin im Vintage-Stil hat einiges an Vorbereitungszeit in Anspruch genommen, auch meinen eigenen Geburtstag habe ich dabei gut und gerne in den Hintergrund gestellt. Alle Mühen haben sich gelohnt, es war eine Traumhochzeit.
Wunderschöne Location mit Blick über die Rheinebene, eine mit sehr viel Liebe zum Detail selbst gemachte Dekoration, die einem sprachlos gemacht hat, ein fantastisches 4-Gänge Menue, eine grandiose Stimmung und ein wunderschönes Brautpaar. Genauso soll es sein - einfach perfekt!





Tja und jetzt steht der November schon vor der Tür, klopft kräftig gegen die Haustür und versucht mit morgendlichen Nebel, frostreiche Nächte und buntem Laub eine ganz eigene kuschelige Stimmung zu verbreiten. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und man verbringt wieder mehr Zeit zuhause, eingekuschelt mit der Lieblingsdecke auf dem Sofa. Genau für solche Tage braucht man ein Rezept mit viel Seele, mit Soulfood-Charakter und was könnte da besser passen, als einen großen Teller voller Pasta mit cremiger Soße einem würzigen Kürbisragout, erdigen Shiitake-Pilze und krossem Speck.

Dieses Rezept ist mein diesjährigen Herbsthighlight. Es ist wirklich sehr schnell zubereitet, der Kürbis wird direkt in der Pfanne gegart, ohne langes Vorkochen, es benötigt keine lange Schnippelarbeit und zu zweit mit einem Glas Rotwein und der Lieblingsserie schmeckt sie gleich doppelt so gut.






Ich liebe solche Rezepte, die einem nach einem langen Arbeitstag den Abend versüßen und mit dem man schnell auch eine große Personenanzahl satt bekommt. Denn es gibt noch etwas, dass ich an den kuscheligen, eventuell auch verregneten Tagen liebe. Die Zeit mit Freunden oder Familie zu verbringen.
Warum eigentlich immer alle Feste auf das Wochenende legen, ist es denn nicht auch mal schön unter der Woche einfach nur den Tag zu feiern, die Zeit die man hat, die Freunde, die einem schon lange im Leben begleiten. Genau darauf kommt es an, Freude zu teilen, gute Gespräche zu führen, gemeinsam Zeit zu verbringen und auch Lieblingspasta zu essen. Und noch einen Vorteil hat das Zusammensein unter der Woche, man hat einen Tage in der Woche, auf den man sich so richtig freut und das Wochenende rückt damit nicht in endlos Weite ferne, man hat sozusagen einen Rettungsanker.  Na wie findet ihr diese Vorstellung?
Ich nehme mir ganz fest vor diesen Gedanken in den nächsten Monaten öfters umzusetzen und somit die Hektik und den Alltagsstress unter der Woche ganz gezielt rauszunehmen - ganz unter dem Motto: geteilte Freude ist doppelte Freude!




Das Rezept für meine Herbstpasta ist ausgelegt für 2 Personen.

Die Zutaten:

250 g Spaghetti (es geht auch jeder andere Pasta)
1/2 kleinen Hokkaidokürbis
50g frische Shiitake-Pilze
50g Speckstreifen
2 Zweige Thymian
150 ml Rinderbrühe
150 ml Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz und Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
eine Prise Zucker
etwas Parmesan


Die Zubereitung:

1. Die Paste mit genügend Salz in einen großen Topf mit ausreichend Wasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

2. Während dessen den Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. 2 El Öl in eine Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und dem Knoblauch darin kurz glasig andünsten. Anschließend den gewürfelten Kürbis, dazugeben und für 2 Minuten mit braten. Anschließend die Pilze und den Speck hinzugeben und weitere 2-3 Minuten anbraten. Einen Zweig Thymian abzupfen und mit in das Ragout geben. Mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig würzen.

3. Mit Rinderbrühe auffüllen und köcheln lassen, bis die Flüssigkeit um die Hälfte eingekocht ist. Dann Sahne zugeben und leicht cremig einkochen. Mit etwas frisch geriebener Muskatnuss und eventuell etwas Salz abschmecken.

4. Die Pasta abgießen und dabei etwas Pastawasser auffangen. Die Spaghetti zu der Soße geben und mit dem Kürbisragout vermengen. Die Hitze reduzieren und etwas Pastawasser mit in die Pfanne geben, damit die Soße schön geschmeidig wird. Die restlichen Thymianblätter abzupfen.

5. Die Pasta anrichten und mit Parmesan und den Thymianblätter servieren.

Lasst es euch schmecken, mein Pastaglück für kuschelige Herbsttage!

Mareike ♥


09.10.16

Frühstücksmuffins aus Müsli, Joghurt, Honig und Feigen






Da sind sie, meine Frühstücksmuffins, meine gesunde Alternative zu Brötchen und Co., für mehr Abwechslung auf dem Frühstückstisch. Ja richtig gehört, heute dreht sich alles um den perfekten Einstieg in den Tag.
Denn diesen brauche ich, wie die Luft zum Atmen, damit ich gut gelaunt in den Tag starten kann. Ich kenne viele, die morgens nur einen Café oder einen Tee trinken und erst zur Mittagszeit ein Magenkrummen im Bauch verspüren. Zu diesem Teil gehöre ich definitiv nicht. Denn mein 1. Gedanke, wenn ich morgens aus dem Bad komme dreht sich bereits um das Frühstück und die Frage, was heute auf dem Teller landet. Mein Repertoire ist breit gefächert, angefangen von klassischen Brötchen mit Wust oder Käse, bis hin zu einer Scheibe Brot mit selbstgemachter Marmelade, über frisches Müsli mit Joghurt und Obst, bis hin zu warmen Pancakes oder Kuchen am Sonntagmorgen, für den ich gerne auch mal etwas früher aus den Federn steige, um ihn morgens frisch zu backen.
Am Wochenende ist das Frühstück sogar die ausgedehnteste Mahlzeit bei uns. Aufgrund unserer unterschiedlichen Arbeitszeiten und den freizeitlichen Aktivitäten, wie ich sie so gerne nenne, ist es der einzige Morgen, an dem wir gemeinsam in den Tag starten können und das genießen wir sehr.





Es werden frische Brötchen gekauft, der Tisch wird schön gedeckt, den Café in Lieblingstassen gefüllt und Lieblingsmusik eingelegt. Und wenn dann noch die Wohnung nach frisch gebackenem duftet ist die gute Laune auf dem Höhepunkt. So ist es nicht verwunderlich, dass es diese Frühstücksmuffins früher oder später auf unseren reichlich gedeckten Frühstückstisch geschafft haben.
Mit allerlei frischen und klassischen Frühstückszutaten gefüllt, sind sie eine gesunde Alternative zu Schokomuffins und Co. Der Joghurt im Teig macht den Muffin unglaublich saftig, der Honig gibt ihm eine gesunde Süße, die Feigen die fruchtige Note und das Müsli den gewissen Crunch. Perfekt eigenen sich die Muffins auch als Pausensnack für Schule oder Arbeit. Meine Arbeitskollegin hat sich jedenfalls sehr darüber gefreut. Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren, welche Frühstücksrituale ihr habt, eher Frühstücksmuffel oder ausgedehnter Frühstücker, herzhaft oder süß? Ich bin gespannt...




Die Zutaten für 8 große Muffins in Tulpenförmchen:

100 g Mehl
2 gestr. TL Backpulver
1 gestr.
TL Natron
75 g Honig
1 Prise Salz
125 g weiche Butter
2 Eier
100 g Joghurt
150 g Früchtemüsli
4 Feigen


Die Zubereitung:
1. Den Ofen auf 175° Ober-Unterhitze vorheizen.

2. Alle Zutaten bis auf das Müsli und die Feigen mit dem Rührgerät glatt rühren. 2 Feigen in kleine Stücke schneiden und in den Teig geben. Nochmals kurz alles miteinander verrühren. Das Früchtemüsli dazugeben und mit einem Kochlöffel unterheben.

3. 8 Tulpenförmchen in die Muffinform geben, alternativ kann auch Backpapier verwendet werden. Einfach das Papier in 20 x 20 cm große Quadrate schneiden und in die Muffinform hineindrücken. Den Teig gleichmäßig in die Förmchen geben. Die restlichen 2 Feigen vierteln und je ein Viertel leicht in den Muffinteig hineindrücken.  1 EL Müsli gleichmäßig über die Muffins streuen.

4. Die Muffins ca. 30 Minuten goldbraun backen. Anschließend aus dem Ofen holen und mind. 10 Minuten in den Förmchen abkühlen lassen.

Habt einen schönen Sonntag!
Mareike ♥

25.09.16

Riesen-Zimtschnecke mit Apfel-Rosinen-Füllung und Amaretto-Glasur






Wer von Euch hat Lust auf eine Riesen-Zimtschnecke, gefüllt mit Apfel-Zimt-Kompott und glasiert mit einem Amaretto-Guss? Ich wusste doch, dass hier noch einige Schleckermäuler auf Ihre Gelegenheit lauern :-)
Genau diese Lust auf etwas Süßes, hat mich am vergangen Sonntag auch gepackt. Es war der 1. Herbsttag an dem es so richtig schmuddelig war. Der Regen rieselte den ganzen Tag gegen die Fensterscheiben und die Temperaturen stiegen nicht weiter als 17 Grad. Ich war sogar kurz davor unseren Schwedenofen zur Eröffnung der Herbstsaison anzufeuern. Aber ich habe mich dann doch besinnt und mir einfach ein paar warme Socken angezogen. Ist ja auch kein Wunder, dass man fröstelt, wenn man es gewohnt ist den ganzen Sommer über Barfuß zu laufen.

Es war also der perfekte Tag, um es sich in der Küche vor dem Herd so richtig schön gemütlich zu machen, den Hefeteig im Rhythmus der Lieblingsmusik zu kneten, sich die Mehlhände an der Küchenschütze abzustreifen und nicht nur dem Apfelkompott sondern auch sich selbst beim Zubereiten einen Schlückchen Amaretto zu gönnen. Die Ruhephase des Teiges wurde anschließend für eine kleine Kaffeepause genutzt.

Nach einem Samstag in einem überfluteten IKEA war das auch dringend notwendig. Eigentlich waren wir recht pünktlich dort, so gegen 10.10 Uhr, aber ich sage Euch, es war die reinste Tortur. Ich kam mir vor wie eine Sardine in der Dose, die von einem Gang in den nächsten geschoben wurde. Ein Ausweichen oder das Einschlagen einer anderen Richtung war schier unmöglich, man ist einfach mit geschwommen im Sorg der Masse und hat versucht die Dinge, die man auf dem Zettel hatte so schnell wie möglich abzuhaken. Aber wie das immer so ist mit Einkaufszetteln und guten Vorsätzen. Ich vergleiche den Einkauf bei IKEA immer gerne mit einem Einkauf mit Magenknurren in einem Lebensmittelladen. Man kann sich einfach nicht beherrschen und greif bei allem zu, dass einem in die Finger kommt, egal ob notwendig oder nicht. Der Einkaufswagen füllt sich schneller als man Kasse sagen kann und eher man sich versieht zieht man den 2. und 3. Wagen hinter sich her… alles schon passiert.




Also standen wir (meine Schwester und ich) mit 2 bis oben hin gefüllten Einkaufswägen vor meinem Mazda. Mein Auto ist nicht unbedingt ein Kleinwagen, aber ein Transporter auch nicht gerade, vermutlich hatten wir das etwas verdrängt, während unserer Shopping-Tour.  Wir stopften, ja  richtig gehört, stopften mein Auto bis oben hin voll mit Kartons, Möbeln, Porzellan und Dekoartikel. Die Rückbank wurde teilweise umgelegt, der Beifahrersitz und der übrig gebliebene Rücksitz als Ablagefläche missbraucht. Zeitweise haben wir sogar die Möglichkeit in Betracht gezogen, etwas zurück zu lassen, da wir nicht davon ausgingen, 2 Personen und alle unsere Einkäufe in mein Auto zu bekommen. Die Wahl fiel auf meine Schwester ;-). Aber wir haben es dann doch geschafft, mit viel Mühe und Not, aber wir waren erfolgreich, in jeglicher Hinsicht. Den Respekt dieser Meisterleistung erhielten wir sogar noch direkt auf dem Parkplatz, als ein Mann mit großen Augen vor meinem Auto stand, lächelnd applaudierte und fragte, wie wir das nur geschafft hätten.  Das fragte ich mich im Nachhinein allerdings auch.




Wer also auch eine zehrende Shopping-Tour verkraften muss, für den und natürlich für alle anderen gibt es hier nun das Rezept für meine saftige, gefüllte Riesenzimtschnecke:


Die Zutaten sind ausreichend für eine 26cm Springform
(unbedingt den Rand mit einem breiten Streifen Backpapier erhöhen, da der Hefeteig sonst eventuell über die Form hinaus läuft.)


500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
250 ml Milch
70 g Zucker
1 Ei
1 EL Vanillezucker
250 g flüssige Butter
Eine Prise Salz

3 Äpfel
3 EL Zucker
100 ml Apfelsaft
8cl Amaretto
1EL Zimt
1 Hand voll Rosinen
200 g Puderzucker

1. Die Milch in einem Topf lauwarm erhitzen. Den Hefewürfel hineinbröseln und einen Esslöffel Zucker dazugeben. Die Milch-Hefe-Mischung etwa 10 Minuten gehen lassen. Das Mehl sieben, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in einer Rührschüssel vermengen. Die Milch-Hefe-Mischung dazugeben und mit den Knethaken alles vermengen. Anschließend 100 ml flüssige Butter und das Ei dazugeben. Den Teig ca. 10 Minuten kneten, bis er sich vom Rand löst und glatt und geschmeidig wird. Sollte der Teig zu flüssig sein, ein wenig mehr Mehl mit einarbeiten. Dabei sehr vorsichtig vorgehen. der Teig sollte nicht zu fest werden.

2. Die Schüssel abdecken und den Teig mind. 1 Stunde an einem warmen Orte gehen lassen, dabei sollte er sich verdoppeln. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. In einem Topf Zucker karamellisieren lassen mit  Apfelsaft und 2 cl Amaretto ablöschen. Die Äpfel und den Zimt dazugeben und alles 15-20 Minuten einköcheln lassen, bis ein leichtes Apfelkompott entsteht. 5 Minuten vor Ende des Kochvorgangs die Rosinen dazugeben und unterrühren.

3. Den Teig aus der Schüssel holen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten und mit einem Nudelholz rechteckig ausrollen. Der Teig sollte ca. 0,5-1,0 cm hoch sein. Den Teig längs in 5 gleichdicke , lange Streifen schneiden. Die Apfel-Rosinenmischung gleichmäßig auf den 5 Streifen verteilen. Den 1. Streifen vorsichtig der länge nach aufrollen. Die Schnecke auf den 2. Streifen legen und direkt weiterrollen. Wenn die Schnecke noch nicht zu groß ist auch den 3. Streifen aufrollen.
Die Zimtschnecke dann in eine gebutterte 26cm runde Backform geben. Diese mit Backpapierstreifen auskleiden, damit der Rand höher wird. Jetzt den 4. und 5 Streifen vorsichtig um die Schnecke legen. Die herausgefallenen Apfelstücke einfach wieder hineindrücken.

4. Die Riesenzimtschnecke nun abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen, dabei breitet sie sich auf die ganze Größe der Backform aus und wird auch nochmals etwas höher. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

5. Zum Abschluss wird die restliche zerlassene Butter mit einem Löffel über die Schnecke gegeben, bevor sie in den Ofen wandert, damit wird sie unglaublich saftig. Die Zimtschnecke ca. 35 Minuten gold braun backen. Stäbchenprobe machen und herausholen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen. Für die Amaretto-Glasur, den Puderzucker und den Amaretto vermischen bis ein dickflüssiger Guss entsteht. Diesen über die Zimtschnecke verteilen.

Genießt den wundervollen Herbstsonntag!
Mareike ♥

04.09.16

Rustikaler Kartoffelsalat aus spätsommerlichen Zutaten





Kartoffeln, Pfifferlinge, Tomaten, Büffelmozzarella, regionaler Schwarzwälder Schinken und ein wenig Kresse sind die Zutaten für meinen spätsommerlichen Salat.

Ich liebe diese Zeit, in der man sich vor lauter Fülle an Obst und Gemüse nicht entscheiden kann, was man in den Einkaufskorb legen soll, in der jeden Tag eine andere Köstlichkeit auf den Tisch kommt, die nicht übermäßig kompliziert aber dennoch etwas Besonderes ist. Die Zeit, in der sich die Äste der Bäume von dem Gewicht der Früchte bis auf den Boden biegen, die Erntekörbe voll gefüllt sind mit Äpfel, Birnen, Zwetschgen und in der sich natürlich bei schönem Wetter die Landschaft bei Abenddämmerung so schön gelb rot einfärbt, hach…. ich könnte noch endlos so weitermachen.

Jede Jahreszeit hat eine ganz besondere Stimmung und meines Erachtens hat der Spätsommer etwas warmes, etwas anmutiges, die Vorbereitung auf  den goldenen Herbst.
Im Moment bin ich noch nicht wehmütig, wenn ich daran denke, dass die Tage wieder deutlich kürzer werden, solange das Wetter noch so schön sommerlich warm ist und der Spätsommer sich von seiner schönsten Seite zeigt.





Auf der anderen Seite warten im Herbst und Winter tolle Highlights auf mich. Meine Tage sind daher auch schon vollgepackt mit allerhand Projekten, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Es wird wieder ein kleines Weihnachtsevent geben, auf das ich mich riesig freue und für das ich auch schon kräftig am Vorbereiten bin. Im Oktober findet die Hochzeit eines ganz besonderen Menschen statt. Dafür bin ich schon seit Wochen auf der Suche nach dem passenden Outfit, einem besonderen persönlichen Geschenk und was man eben sonst noch so alles vorbereiten und organisieren muss als Freundin einer Braut :-) (detaillierter darf ich hier aber nicht werden…)

Jetzt aber wieder zurück zum Rezept. Für meinen Salat habe ich auf sehr kleine neue Kartoffeln zurückgegriffen, diese haben ein tolles Aroma, lassen sich super schnell verarbeiten und das tolle daran, man muss sie nicht schälen, denn die Schale ist bei kleinen Kartoffeln so fein, dass diese einfach dran bleiben kann.





Der Salat ist für 2 Personen ausgelegt und kann auch als vegetarisch Variante ohne Schinken serviert werden.

Die Zutaten:

500 g kleine festkochende Kartoffeln
1 Büffelmozzarella
5 Scheiben Schwarzwälder Schinken
2 rote Frühlingszwiebeln
150 g frische Pfifferlinge
1 Hand voll Cocktailtomaten
1/2 Schälchen frische Kresse
5 EL Olivenöl
3 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Salzwasser gar kochen. Je nach Größe dauert das ca. 10-15 Minuten. Die Kartoffeln abgießen, auskühlen lassen und halbieren oder vierteln.

2. Die Pfifferlinge vorsichtig vom Schmutz entfernen, entweder mit einer Gemüsebürste oder einem neuen Schwämmchen. Das Ende abschneiden, die die etwas größeren Pilze der länge nach halbieren. 1 EL Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und die Pfifferlinge schwarz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne beiseite stellen.

3. Die Cocktailtomaten und die roten Frühlingszwiebeln waschen. Die Cocktailtomaten halbieren. Die Frühlingszwiebeln vom Strunk entfernen, eventuell die 1. Zwiebelhaut entfernen und in feine Ringe schneiden.

4. In Kartoffel in eine große Schüssel geben. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln dazu geben. Den Büffelmozzarella in kleine Stücke rupfen und zwischen die Kartoffeln und Tomaten legen. Das gleiche mit dem Schinken. Die Scheiben einmal der länge nach zerreisen und  hier und da dazwischen legen. Die Pfifferlinge ebenfalls dazugeben.

5. Die Kresse mit einer Schere abschneiden. Olivenöl und Weißweinessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Die Vinaigrette über den Kartoffelsalat geben und die Kresse darüber streuen. Guten Appetit!

Genießt den Sonntag in vollen Zügen.
Mareike ♥



22.08.16

Holland, unser Kurzurlaub auf der Halbinsel Walcheren in der Provinz Zeeland {zwischen Dünen, kleinen verwunschenen Dörfchen und ein paar Schafherden}











Drei Wochen sind es schon her, als wir uns auf den Weg nach Holland gemacht haben, genauer gesagt nach Zeeland auf die Insel Walcheren, um einen Kurzurlaub zu verbringen.

Es soll ein Urlaub werden, der uns vom Alltag weglockt, der uns Entspannung und Erholung bringt, der uns durch und durch begeistert. Und genauso war es auch, trotz des recht kurzen Urlaubs und dem eher durchwachsenen Wetter mit viel Regen waren wir uns auf der Heimfahrt sofort einig, wir werden wiederkommen.

Unsere Unterkunft war ein absoluter Traum. Den Tipp zu diesem umgebauten historischen Bauernhof habe ich von meiner lieben Freundin Christina erhalten, die bereits vor 2 Jahren dort genächtigt hat und sehr begeistert war.

In der ursprünglichen Bauernscheune, die im Jahre 1858 erbaut wurde, sind 12 Hotelzimmer untergebracht. Beim Umbau der Scheune wurde sehr darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter des Hofes beizubehalten und die authentischen Elemente zu bewahren. Der Hof wird sehr liebevoll geführt. Der Empfang ist sehr herzlich und man fühlt sich sofort willkommen. Dieses Gefühlt verstärkte sich noch, als wir auf unser Zimmer kamen. Vor jedem Zimmer stehen alte Clogs, die zeigen, ob die Gäste "zuhause" sind oder nicht und eine Schiefertafel mit dem Namen der Gäste heißt diese Herzlich Willkommen. Selten wurde ich so liebevoll empfangen.

Das Zimmer in dem wir untergebracht waren, die Zoldersuite, war in einen Schlafbereich und einen Essbereich unterteilt. Ich habe mich direkt in den alten, wunderschönen Bauernschrank verliebt. Ein echtes Traumstück, das in diesem Zimmer perfekt zur Geltung kam.





Der Hof Christina *klick* ist ein Bed&Breakfast Hotel, das liebevoll geführt wird. Das Frühstück wird von der Hotelierin selbst gemacht. Sie begrüßt jeden mit einer unglaublich fröhlichen Art und Weiße. Es gibt eine tolle Auswahl an Brot und Brötchen, Wurst- und Käse, Joghurt, frischen Früchten, Müsli und Nüssen, sowie Marmeladen. Jeder hat die Möglichkeit sein gekochtes Ei nach seinen Wünschen in einem großen Topf zu kochen. Ein rundum gelungener Start in den Tag.
Das Hotel liegt nur 2km vom Strand entfernt und 500m zum Ort Vrouwenpolder. Fahrräder kann man direkt am Hotel für 8 € mieten.

Die Insel Walcheren hat einiges zu bieten. Tolle kleine Örtchen mit gepflasterten Wegen, Backsteinhäuser mit weißen Sprossenfenstern, liebevoll gestaltete Vorgärten, verwunschene Gässchen und tolle Cafés. Aber auch ein größeres Städtchen namens Middelburg mit einer großen Einkaufspassage - eine Mischung aus bekannten Marken wie Esprit und kleinen Boutiquen und Schulläden, sowie Dekostores, die Porzellan, Vasen, Lampen und Kerzen verkaufen, darunter auch Dille&Kamille - gemütlichen Grachtenfahrten und zahlreichen historischen Gebäuden locken die Urlauber zum Shoppen und genießen.

Wie zu Beginn schon angedeutet hatten wir mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag hat es begonnen zu regnen und hat bis zum vorletzten Urlaubstag auch nicht wieder aufgehört. Meine Oma meinte nach unserer Rückkehr, wenn Engel reißen lacht die Sonne und wenn es Freudentränen sind....

Also mussten wir die Tage gut durchplanen. Ich hatte mich vor unserem Urlaub natürlich mit meiner Freundin ausgetauscht und die Tipps und Sehenswürdigkeiten dick und fett markiert.

An unserem 1. Tag machten wir also einen Abstecher nach Middelburg. So gerne hätte ich euch Bilder dieser zauberhaften Stadt gezeigt, die umsäumt ist von Grachten und gepflastert von zahlreichen historischen Gebäuden, aber der fiese Dauerregen an diesem Tag, der uns sogar gezwungen hat einen weiteren Regenschirm zu kaufen, hat es einfach nicht zugelassen. Den Tag haben wir mit Shoppen verbracht. Uns locken die Geschäfte mit Rabatten von 30-70% zu einem wahren Kaufrausch. Ein Store nach dem andern wurde angesteuert und das Verlassen nach den kurzen Regenpausen ausgerichtet, wir nannten es Storehopping. Die Ausbeute konnte sich sehen lassen.

Aufgrund der Nähe zu Belgien haben wir uns vorgenommen einen Abstecher nach Brügge zu machen. Da der 2. Tag ebenfalls mit Regenwetter startet und wir den Wetterbericht fast schon stündlich betrachteten, stand für uns schnell fest, dass wir an diesem Tag also nach Brügge fahren werden. Die Bilderflut die ich dort gemacht habe, und die Tipps für euch würden diesen Beitrag sprengen. Somit habe ich mich entschieden den Urlaubsbericht für Brügge in einen separaten Post zu packen.









Das heißt wir sind schon am 3. Tag angekommen. Und an diesem Tag wurde die Insel erkundet und zwar mit den Fahrrädern. Wir radelten mit unseren Bikes ca. 30km über die Insel und machen an jedem Örtchen halt, der uns gefiel. Angefangen von Veere über Oostkapelle nach Domburg und wieder zurück nach Vrouwenpolder. Wir waren fast 6 Stunden unterwegs, haben Windmühlen fotografiert, Schafe gefüttert, leckeren Café am Hafen getrunken, einen Markt besucht, frische Waffeln gekauft, schöne Urlaubsmitbringsel geshoppt, bei der Zubereitung von frischen Karamellbonbon zugeschaut und uns den Meereswind durch die Haare wehen lassen.
Die Fahrradtour über die Insel hat uns einiges abverlangt. Wir sind nicht gerade unsportlich, aber auch nicht allzu routinierte Fahrradfahrer. Der Gegenwind der uns bis über die Hälfte des Weges begleitet war unvorstellbar. Wir hatten Fahrräder mit genau 3 Dängen, wobei diese nicht einmal voll ausgeschöpft wurden, denn der Wind zwang uns mit unterm im 1. Gang zu radeln. Jetzt wundert es mich auch nicht, warum in Holland alle Einheimischen mit E-Bikes unterwegs sind. Mehr als einmal wurden wir von rüstigen Rentnern überholt, die mühelos mit stetigen 20 km/h und winkeln an uns abstrampelnden Touris vorbei radelten.






Trotz dieser Verausgabung war es eine tolle Radtour bei Sonnenschein und ich kann Euch nur empfehlen, bei einem Urlaub in Holland, erkundet die Region mit dem Fahrrad. Holland ist prädestiniert dafür, Fahrradwege verbinden alle Örtchen miteinander, man kann ohne nervigen Straßenverkehr losradeln und die Beschilderung ist einmalig. Ohne Karten oder andere Navigation kommt man Umweglos am gewünschten Ziel an.
Der Ort Veere hat uns ganz besonders gut gefallen. Das Fischerörtchen war einmal ein Handelszentrum für Tuch- und Wollhandel mit England und Schottland. Daher kommt auch der heutige Wohlstand. Das Dorf ist geprägt von historischen Kaufmannshäusern, einem hübschen kleiner Hafen und viele Caféterrassen und Restaurants. Wenn man beim Schlendern durch die Gassen hinter die Mauern in die Innenhöfe blickt, finden sich überraschende Einblicke, die einem zurück in die Vergangenheit führen. Das älteste Haus, welches ich entdeckt habe, wurde 1475 erbaut.




Da es am nächsten Tag schon wieder nach Hause ging und wir bis dahin den Strand immer noch nicht unter den Füßen gespürt haben, machten wir uns am Abend nochmals auf zum Meer, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Das Meer zog sich gerade zur Ebbe zurück und legte Sandbänke frei, die direkt von den Möwen in Beschlag genommen wurden. Bis auf ein paar einzelne Besucher, war der Strand am Abend fast menschenleer, lag vielleicht auch daran, dass wir nur 20 Grad hatten und der Wind uns immer noch um die Ohren pfiff. Gerne hätten wir einen Strandspaziergang gemacht, doch das Wetter machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung. Immerhin ein Grund nochmals wieder zu kommen.
Den Abend des 3. Tages haben wir dann in einem Burgerrestaurant direkt im Ort ausklingen lassen. Wir genossen leckere selbstgemachte Burger, hübsch präsentiert auf einem Holzbrett, in einem schönen, rustikalen, Beachhouseambiente.







Liebes Holland, es war schön bei Dir. Du hast uns bezaubert durch deine Unbekümmertheit, deine schlichte und schnörkellose Art zu leben, deine bezaubernden Häuschen aus Backstein, in die ich am liebsten gleich eingezogen wäre und deine unberührte Natur. Wir kommen wieder...

Mareike ♥