22.11.15

Mohnkuchen mit Birnen und Marzipan





Die Adventszeit steht vor der Tür. Es geht mit riesen, ja sogar fast Mammutschritten auf Weihnachten zu. Überall ist die Weihnachtsdekorationswut bereits im vollen Gange. Also ich muss sagen, vor diesem Wochenende war ich noch gar nicht wirklich in Adventsstimmung. Wie denn auch, bei 16 Grad Außentemperatur, strahlendem Sonnenschein und Vogelgezwitscher.  

Oder vielleicht lag es aber auch an den Vorbereitungen für mein Weihnachtsevent, für das ich schon wochenlang in der Küche stehe, Gläschen und Fläschchen mit allerlei Leckereien abfülle, Pasta produzieren, Pralinen rolle, jede Menge Etiketten entwickle und kleine Weihnachtsdekorationen bastle und Kränze binde. Da bleibt die eigene Adventsstimmung irgendwie auf der Strecke. Aber aller Stress und jede Anstrengung hat sich gelohnt. Denn heute sitze ich mit einem Lächeln auf der Couch und blicke auf den gestrigen Tag zurück. Es war wundervoll. So viele liebevolle Menschen sind gekommen, um sich mit uns zusammen einen schönen Nachmittag zu machen. Es wurde Glühwein getrunken, jede Menge Kuchen und Torten verspeist und natürlich kräftig gekauft. Sogar der Wettergott war gnädig, der Regen, der noch den Tag zuvor alles unter Wasser gesetzt hat, war verflogen, es hat gegen später Stunde sogar angefangen zu schneien. 





Dieses Event hat mich schon einige Stündchen meiner Zeit, die ich eigentlich für den Blog investieren wollte, gekostet, somit ist auch schon seit mehr als 1 1/2 Wochen kein Post mehr erschienen. Aber so ist es eben manchmal.

Vor ein paar Wochen, beim Stöbern durch meine zahlreichen Rezeptbüchern für die Advents- und Weihnachtszeit, mit deren Hilfe ich mir Impressionen für die nächsten anstehenden Posts hole, bin ich auf diesen Rührkuchen gestoßen. Er sieht so unspektakulär aus, wie er da liegt, als kleiner Kastenkuchen getarnt, ohne viel Schischi, mit einer Decke aus Puderzucker belegt, als wollte er sich verstecken.





Doch das hat er gar nicht nötig. Von wegen einfacher Rührkuchen, denn bei genauerer Betrachtung stellt man fest, dass die Dreierkombination aus Mohn, Birne und Marzipan den Kuchen mit so viel Saftigkeit verseht und ihm eine gewisse Raffinesse verleiht, sodass er als Adventskuchen auf jeder Kaffeetafel eine gute Figur macht. So muss es nicht immer eine Torte, zahlreiche Plätzchen oder sogar Baumkuchen sein, nein, es darf auch mal reduzierter, einfacher, aber dennoch überraschend sein, was in den nächsten Wochen zum Adventscafé aufgetischt wird. Ich bin überzeugt, dass dieser Mohnkuchen euch begeistern wird. 


Für eine Kastenform ca. 30 cm braucht ihr Folgendes:

200 g Marzipanrohmasse
220 g Mehl
2 EL Speisestärke
1 TL Backpulver
200 g Butter
150 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Msp. Zitronenabrieb (unbehandelt)
5 Eier
2 cl Mandellikör
100 g Mohnsamen
3 kleine noch etwas harte Birnen
1-2 TL Zitronensaft
Puderzucker zum Bestäuben

Die Zubereitung:

1. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Kastenform mit Backpapier auslegen.
2. Die Marzipanrohmasse in Würfel schneiden und mit 1 EL Mehl bestäuben, sodass die Stücke nicht zusammenkleben. Das restliche Mehl mit der Stärke und dem Backpulver vermischen. 
3. Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Zitronenabrieb schaumig schlagen. Nach und nach die Eier unterrühren. Dabei das Ei ca. 1 Minute verrühren, bis das nächste Ei hinzukommt. 
4. Den Mandellikör mit den Mohnsamen und der Mehlmischung zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teil verrühren. Zuletzt die Marzipanwürfel unterheben. 
5. Die Birnen waschen, schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Mit dem Zitronensaft beträufeln. 
6. Etwa ein Drittel vom Teig in die Form füllen und glatt streichen. Die Hälfte der Birnenspalten auf den Teig in die Form legen und mit einem weiteren Drittel vom Teig bedecken- Erneut glatt streichen und den Vorgang noch einmal wiederholen. Zum Schluss nochmals glatt streichen.
7. Den Kuchen in den vorgeheizten Ofen geben und ca. 60 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. Vorsichtig aus der Form holen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.


Ich wünsche euch einen schönen Winterabend (juchuu, der 1. Schnee ist gefallen)

Mareike ♥

Kommentare:

  1. mhm der Kuchen sieht köstlich aus und schön saftig mit den Birnen, da bekomme ich direkt wieder Hunger!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Vielen lieben Dank Krisi. Das stimmt, die Birnen machen den Kuchen sehr saftig. Er schmeckt also am 2. und 3. Tag immer noch genauso gut :-))

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  2. Ich bin gespannt; das gute Stück weilt gerade im Ofen.
    Haken an der Sache: Er ist für morgen und ich kann ihn nicht vorher probieren ;-)
    Schöne Ostern!

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    1. Update: Wirklich lecker!
      Danke für das Rezept!

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    2. Huiii, erst jetzt gesehen.
      Das freut mich sehr ♡
      Dir noch einen schöne Woche liebe Sandra.

      Mareike

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