06.10.15

Apulien - eine Region geprägt von barocken Städten



Der 2. Teil meines Urlaubsreports hat wirklich lange auf sich warten lassen. Ich bin einfach nicht dazu gekommen, den Post zu schreiben. Die Bilder sind schon lange sortiert und warten auf ihren Einsatz, aber ich stand lieber in der Küche und habe neue Herbstrezepte ausprobiert.

Aber jetzt ist es soweit und ich freue mich umso mehr, dass ich euch an meinen Urlaubserinnerungen teilhaben lassen kann.

Nachdem wir also den ersten Teil unseres Sommerurlaubs in Sizilien verbracht und den letzten Tag vor dem Übersetzen auf das Festland in Taormina genossen haben, ging es also sehr früh los. Wir hatten ja schließlich eine lange Fahrt vor uns. Das Navi zeigte sagenhafte 6 1/2 h Stunden Autofahrtzeit für 550 km an, puhhhh eine ganz schön lange Strecke und das in unserem Fiat Panda. Naja, wenn wir die Fahrt durch das Hinterland Siziliens überlebt und sogar ohne Rauch und Anschieben die Auffahrt nach Taormina erklommen haben, werden wir das auch schaffen.

 
Am 1. Tag haben wir nicht mehr sehr viel gemacht. Nach der stundenlangen Autofahrt hatten wir nur noch Hunger und Sehnsucht nach einem Bett. In einer kleinen ortsansässigen Pizzaria haben wir den Abend ausklingen lassen und konnten uns dabei von der Lebensfreude der Italiener bei einem Karaokeabend überzeugen. Ich habe selten so viele Menschen gesehen, die mit solch einer Inbrunst und Leidenschaft Lieder in ihrer Muttersprache geträllert haben. Es war unfassbar und ab und zu auch etwas schräg (im wahrsten Sinne des Wortes).

Am 2. Tag sind wir dann erst einmal an den Strand gefahren. Der Strandabschnitt vor Gallipoli ist wirklich traumhaft schön. Das Meer kristallklar und man kann kilometerlange Spaziergänge unternehmen. Es gibt in regelmäßigen Abständen kleine Strandbars, die Snacks und Getränke anbieten und natürlich gegen eine kleine Gebühr Liegen vermieten.





Der Strandtag tat uns wirklich gut. Einfach entspannen und relaxen, ein schönes Buch lesen, ab und an eine Abkühlung im Meer genießen und sich von der Sonne bräunen lassen.

Die Region Lecce und der Salento ist geprägt vom Weinbau. Was liegt da näher, als einen Abstecher in ein Weingut zu machen, um dort an einer Weinprobe teil zu nehmen. Nichts oder? Den Wein den wir dort gekauft haben, wurde von Freunden direkt nach Hause transportiert, was für ein Luxus. Wir mussten uns also keine Gedanken über das Übergepäck machen und konnten nach Herzenslust einkaufen. Somit wanderten sowohl einige Flaschen eines Chardonnay als auch einige eines Syrah in unseren Einkaufskorb.

Am Abend sind wir dann in die Stadt Galatina gefahren. Die Stadt hat an diesem Tag sozusagen alle Türen und Toren geöffnet, man konnte sozusagen hinter die sonst verschlossenen Mauern in die Innenhöfe blicken. Die Städte in Apulien sind geprägt durch den Barock. Der Großteil der Städte ist historisch geprägt, man fühlt sich wie in eine andere Zeit zurück versetzt. Es gibt zahlreiche unglaublich schöne Hauswände, kleine Balkone und Fenster, geschmückt mit Ornamente und Stuck.

Auch der arabische Einfluss durch die frühere Belagerung ist überall zu sehen. Es gibt so wunderschöne Villengebäude, die in den Seitenstraßen hinter hohen Zäunen versteckt vor neugierigen Blicken liegen und von wohlhabenden Italiener gekauft und restauriert werden. Die zwei schönsten Villen im arabischen Stile, die ich vor die Linse bekommen habe, zeige ich euch hier. Ich finde sogar, dass eine Villa an Tausend und 1 Nacht erinnert. Sind sie nicht ein Traum!!



Ein Highlight unseres zweiten Urlaubabschnittes war und bleibt der Besuch der Stadt Lecce bei Nacht. Wir sind abends gegen 21.00 Uhr in der Stadt angekommen. Alles ist beleuchtet und man läuft die komplette Altstadt entlang an historischen, vom Barock geprägten, Gebäuden. An jeder Ecke, kann man sich ein kleiner Snack auf die Hand nehmen oder sich auch mit einem Gläschen Wein an den Straßenrand setzen und einfach die Stimmung genießen.




Die 7 Tage Apulien waren wirklich vollgepackt mit Ausflügen und Städtetrips. Denn gleich einen Tag später sind wir nach Otranto gefahren. Die Stadt liegt am südlichen Ende der Ostküste Italiens auf der Halbinsel Salento, etwa 35 Kilometer südöstlich von Lecce.

Absolut sehenswert ist die Kathedrale Santa Annunziata mit dem beeindruckenden Bodenmosaik und der wunderschönen Deckenverzierung. Der Blick von der Stadtmauer aufs kristallklare Meer ist unbezahlbar.





Die darauffolgenden 2 Tagen haben wir am Meer verbracht. Nochmals relaxen und die Seele baumeln lassen, leider auch nicht ganz freiwillig. Eine doofe Magenverstimmung hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht und plagte mich schon seit 3 Tagen. Trotz der Medikamente musste erst einmal Zwieback und Wasser meinen Hunger stillen.

Dennoch konnte ich die Zeit genießen und wir hatten ja noch ein letztes Ausflugsziel auf unserer Liste. Unser Flug von Bari aus zurück nach Deutschland ging erst um 19.00 Uhr. Somit konnten wir noch einen Abstecher ins Hinterland zum Weltkulturerbe dem Trullidorf in Alberobello machen. Die kleinen weißen "Hütchenhäuser" wie ich sie liebevoll nenne, sind wirklich ein Träumchen. Alles ist in weiß und grau gehalten, genau meine Farben :-)). Ich blieb gefühlt vor jedem dieser weißen Häuschen stehen und habe 100 Fotos gemacht. Sogar die Kirche ist in diesem Stadtteil als Trullo gebaut. Einfach einzigartig.




Die Steindächer die oben mit einem weißen "Zipfel" abschließen sind ein Touristenmagnet. Natürlich ist auch hier alles auf die Touristen ausgelegt. In jedem zweiten Häuschen ist ein Souvenirshop eingebaut. Einen Besuch in Alberobello ist für mich dennoch ein Muss, wenn man in der Region ist. Die Touristenströme muss man einfach ausblenden, damit man den Besuch auch wirklich genießen kann. Es gibt zahlreiche schöne Ecken zu entdecken, Gässchen und Höfe die mit zahlreichen Blumen bepflanzt sind.

Für mich ein weiteres Highlight auf unserer ganz besonderen Italienreise. 

Mareike ♥

Kommentare:

  1. Wow, das schaut wunderschön aus! Ich liebe solche alten und wunderschön verzierten Gebäude. Sie haben einfach etwas Magisches.
    Liebe Grüße,
    Vicky <3

    http://briefeanvictoria.blogspot.de/

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    1. Liebe Victoria,

      ich konnte mich auch nicht sattsehen an den wunderschönen barocken Gebäuden. Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, das ich Apulien besucht habe,

      Wünsche Dir ein tolles Wochenende.

      Mareike ♥

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