28.08.15

Johannisbeer-Cupcakes mit fruchtigem Topping





Buongiorno!!!
Zurück aus dem Urlaub, Wäsche gewaschen, gebügelt und alles wieder verräumt.
Ich muss ehrlich sagen, davor sträube ich mich immer am meisten. Den Koffer zu packen ist ja nicht so schlimm, da ist die Vorfreude auf den Urlaub groß, der gesamte Urlaub steht noch bevor, all die schönen Städtchen die man sich ansehen möchte, das Relaxen am Strand, das Entspannen bei einem guten Buch, das leckere Essen, tja, aber ihn wieder auszupacken ist dann um so schlimmer. Dann realisier man richtig, dass alles wieder vorbei ist, die schönste Zeit im Jahr und der Alltag hat einem ganz schnell wieder im Griff.

Ich habe mir auch ganz fest vorgenommen, die Urlaubsbilder noch dieses Wochenende von meiner Kamera auf meinen Laptop zu ziehen, zu sichten und meinen Urlaubsreport zu schreiben. Keine kleine Aufgabe, denn in den 16 Tagen Italienurlaub sind über 700 Bilder entstanden. Und davon die schönsten rauszusuchen ist eine Schwerstaufgabe, dass kann ich euch sagen. Da mein Urlaubspost also noch bis Angang nächste Woche dauern kann, muss bis dahin ein anderer Post her. Viel zu lange war es hier ruhig.




Ganz froh war ich da, als ich die Bilder dieser zuckersüßen sommerlichen Johannisbeer-Cupcakes auf meinem PC entdeckte, die ich schon vor dem Urlaub gemacht hatte. Und da ich sowieso noch mitten im Sommerfeeling bin und der Sommer hier in Deutschland auch nochmal einen kurzen Halt macht, wäre es doch eine Schande dieses Rezept nicht noch vor Sommerschluss zu veröffentlichen oder?
Also schnell ran die die letzten Johannisbeeren auf dem Markt.

Die Zutaten:

170 g Johannisbeeren
120 g Zucker
1 EL Honig
1 große Bio-Limette
180 g Mehl
1 1/2 gehäufte TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei
250 ml Milch

150 g Doppelrahmfrischkäse
2 EL Kokosmilch
2 EL Puderzucker
200 g kalte Sahne
1 Pck. Sahnesteif

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Limetten heiß waschen und abtrocknen, 2 TL Schalen abreiben und 1 TL Saft auspressen. Die Limettenschale mit Mehl, restlichem Zucker, Backpulver und Salz mischen. Das Ei, die Milch und den übrigen Honig dazugeben und verrühren.

Papierförmchen in die Mulden setzen. Den flüssigen Teig einfüllen. Im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 25 Minuten backen. Die Form herausnehmen, kurz abkühlen lassen, dann die Cakes herauslösen und auskühlen lassen.

12 kleine Johannisbeer-Rispen beiseitelegen. Übrige Johannisbeeren vom Stiel entfernen, pürieren und durch ein Sieb streichen. Mit Frischkäse, übriger Limettensaft und Schale, Kokosmilch, Puderzucker, verrühren. Sahne mit Sahnesteif seif schlagen und unterheben. Die Creme auf die Cupcakes spritzen. Johannisbeerrispen darauf verteilen und genießen.



So jetzt mache ich mir erst einmal einen schönen Milchcafé und setzt mich auf die Couch, um neue Ideen für den bevorstehenden Herbst zu sammeln.

Ich wünsche Euch ein tolles Wochenende.

Mareike ♥

10.08.15

Sigara böreği {oder auch Käseröllchen} mit Humus - ich beame mich mal in den Orient




Dieser Post stand irgendwie unter keinem guten Stern. Ich wollte unbedingt zum neuen Lets cook together Thema von Ina einen Post beisteuern. Doof nur, dass wir 1 Tag später, sehr früh morgens in unseren Sommerurlaub fliegen. Und wie es vor so einem Urlaub nun mal ist, Kosmetik wird eingekauft, die Wohnung wird nochmals geputzt und aufgeräumt, die Reste im Kühlschrank werden aufgefuttert, die frisch gewaschene Kleidung wird gebügelt und natürlich der Koffer gepackt.

Viel Zeit für einen Post bleibt da nicht. Ich bin ja sowieso immer eine von der Sorte "immer auf den letzten Drücker". Also hieß es am Samstag shooten. Das Rezept war eigentlich recht schnell gefunden. Beim Aufräumen unseres Esszimmerschrankes bin ich über meine Postkarten aus Marrakesch gestolpert. Diese habe ich aus dem Wochenendtrip vor 2 Jahren mitgebracht.
Es war ein unglaublich toller und aufregender Trip. Von 0 auf 100 in eine andere Welt. Für mich auf jeden Fall immer wieder eine Reise wert. Ein Rezept mit einem typischen arabischen Gewürz Raz-el Hanout, welches ich mitgebacht habe, gab es natürlich auch, schaut mal hier "Klick".


























































Als ich dann die Bilder am Sonntag bearbeiten wollte, so zwischen Wäsche waschen und
Aufräumen traf mich fast der Schlag. Anscheinend hatte ich durch den ganzen Vorbereitungsstress einfach vergessen, die Karte meiner Canon vom PC wieder in die Kamera zu stecken. Alle Bilder des Shootings hatte ich tatsächlich ohne CF-Karte gemacht.
Fluchend wie ein Rohrspatz habe ich mein Handy gepackt und mir erst einmal die Bilder angeschaut, die ich damit für Instagram geschossen habe. Naja, begeistert haben mich die Bilder gerade nicht, von der Bildqualität mal ganz abgesehen, aber was soll ich machen. Es bleibt keine Zeit mehr, um das Shooting zu wiederholen. Also müssen diese Bilder reichen. Ich könnte mir immer noch in den Ar... beißen für meine Schusseligkeit. Man oh man .... ich bin sowas von urlaubsreif.

Aber dennoch möchte ich euch dieses Rezept nicht vorenthalten. Ich habe es in einem alten türkischen Rezeptbuch gefunden, ein wahrer Schatz sage ich euch.
Die Ziehzeit im Kühlschrank für den Humus wirklich einhalten, dann schmeckt er nochmals so gut, versprochen.

Für den Humus (6 Personen) wird benötigt:

225 g Kichererbsen aus der Dose (erspart enorm viel Zeit, wer mag kann die Kichererbsen auch frisch kaufen und über Nacht in Wasser einlegen und ca. 1 1/2 Stunden gar kochen.
3 Knoblauchzehen
1 1/2 TL Salz
150 g Tahini
Saft von 2 Zitronen
2 EL frisch gehackte glatte Petersilie
etwas Pfeffer
1 Prise Paprikapulver

1. Kichererbsen zu einer dicken Paste pürieren. Den Knoblauch mit dem Salz zerdrücken und mit Tahini, Zitronensaft dazugeben. Mit Pfeffer und Paprikapulver abschmecken und mit dem Mixer nochmals gründlich vermengen. Zum Schluss die Petersilie unterrühren. Im Kühlschrank 1-2 Stunden ziehen lassen.



Für 15 Sigara böreği braucht ihr:

15 fertige und zugeschnittene dreieckige Yufkablätter (bekommt man im türkischen Lebensmittelgeschäft)
50 g zerlassene Butter zum Einfetten
350 g Schafskäse, zerbröselt
2 EL Pinienkerne, leicht geröstet
4 EL frisch gehackte glatte Petersilie
1 Ei, verquirlt
Pfeffer

1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Yufkablätter aufeinanderlegen und mit einem feuchten Tuch abdecken.

2. Den Käse in eine Schüssel geben, Pinienkerne, Petersilie und das verquirlte Ei hinzugeben und einrühren. Mit Pfeffer abschmecken.

3. Ein Teigdreieck mit der breiten Seite zuvorderst auf die Arbeitsfläche legen, die Teigspitze zeigt nach oben. Die restlichen Teigdreiecke bleiben bedeckt. Den Teig mit etwas zerlassener Butter bestreichen und 1 Esslöffel der Füllung am unteren Rand entlang verteilen. Etwa 1 cm Abstand zur unteren Kante und ca. 2,5 cm Abstand zu den Seitenrändern lassen.

4. Von der breiten Seite aus den Teig einmal fest um die Füllung rollen und sowohl die rechte als auch die linke Seite nach innen falten, sodass die Füllung eingeschlossen ist. Danach weiter bis zum Ende aufrollen. Die Teigspitze mit etwas zerlassener Butter fixieren, auf ein gefettetes Blech legen und mit zerlassener Butter bestreichen. Auf diese Weise den restlichen Teig und die übrige Füllung zu Röllchen verarbeiten.

5. Die Käseröllchen mit Wasser besprenkeln und im Ofen etwa 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.

Um das Orientfeeling perfekt zu machen, gab es dazu einen erfrischenden Eistee mit Cranberry-Saft. Dazu habe ich 1 L Schwarztee gekocht und im Kühlschrank kühl gestellt. Wenn der Tee eiskalt ist, eine Limette in Scheiben schneiden. Den Tee zur Hälfte in Gläser füllen, die Limetten und ein paar Eiswüfel dazugeben und mit Cranberry-Saft auffüllen. Mit frischer Pfefferminze und Johannisbeeren garnieren und eiskalt servieren.




So jetzt verabschiede ich mich mal in den Italien-Urlaub. Zwei Wochen Sommer, Sonne, Strand, Meer, Kultur und natürlich kulinarische Höhepunkte erwarten mich in Sizilien und Apulien. Wir starten unsere Rundreise in Trapani Sizilien und enden wird sie in Apulien, von wo aus es von Bari wieder zurück in die Heimat geht.
Über Instagram könnt ihr meinen Urlaubsreise verfolgen. Ich hoffe die Internetverbindung reicht aus, um euch ein paar Impressionen zu schicken.

Arrivederci meine Lieben oder ganz einfach Ciao ragazzi

Mareike ♥

04.08.15

erfrischende und fruchtige Melonenbowle



Der Sommer ist zurück und passend dazu habe ich heute ein Rezept für eine super erfrischende und fruchtige Sommerbowle. Es gibt doch nichts Schöneres als mit Freunden abends auf dem Balkon oder der Terrasse zu sitzen und ein Gläschen Bowle zu schlürfen oder? Ich habe den Bowleabend für mich ein wenig anders interpretiert…

Die Bilder sind letzten Freitag entstanden. Ich war total in Eile, wir waren zum Essen eingeladen. Ich bin doch etwas später als geplant aus dem Büro nach Hause gekommen, wollte das Shooting aber unbedingt noch im Kasten haben, da mein Kalender am Wochenende wieder pickepacke voll war und ich wusste, wenn ich heute nicht dazu komme, dann wird das nichts mehr. Also schnell die Utensilien drapiert, die Bowle zusammengerührt und geshooted.


Aufgrund des Zeitmangels habe ich sogar auf das „obligatorische Ziehen" der Früchte im Alkohol verzichtet. Die Stunde in der die Früchtekugeln den Alkohol so richtig schön aufsaugen können hatte ich am Freitag einfach nicht. Abstriche müssen manchmal sein.

Daher war ich auch der Meinung, dass der „Bumbs" (=Alkoholgehalt) dieser hübschen Gläschen ja auch nicht all zu hoch sein kann. Es war ja nur eine Mischung aus Traubensaft, Wein. Sekt und ein klitzekleines Schlückchen Likör. Tja weit gefehlt. Der Geruch der Bowle und die Farben der Melone haben mich beim Shooting so angelacht, dass ich mir einfach ein oder zwei oder drei Schlückchen gegönnt habe, nachdem die Bilder im Kasten waren. Da nach diesen drei doch etwas größeren Schlückchen dann das Bowlegläschen fast leer war und ich halbleere Gläschen grundsätzlich nicht zurück in den Kühlschrank stelle, habe ich mich geopfert und den Rest auch noch schnell ausgetrunken, während ich mich für die Esseneinladung etwas aufgehübscht habe.

Komischerweise war mein Lidstrich an diesem Abend etwas außer Form geraten.
Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass an diesem Tag meine Mittagpause auch nicht all zu groß ausgefallen ist und mein Magen somit auch fast leer war. Der Alkohol hatte also leichtes Spiel mit mir.




Also wenn ihr diese Bowle nachmacht immer daran denken, nicht zu schnell austrinken und nicht auf leeren Magen, sonst könnte es gefährlich werden. Das Rezept habe ich in der aktuellen Landgenuss gefunden.


Zutaten für 10 Gläschen à 200ml:

1 kleine Wassermelone
80 ml Orangenlikör
1 unbehandelte Orange
400 ml trockenen Weißwein
350 ml heller Traubensaft
750 ml eiskalter Prosecco

1. Die Melone halbieren und das Fruchtfleisch mit einem kleinen Kugelausstecher herauslösen. Die Melonenkugeln in das Bowlegefäß geben und mit dem Orangenlikör übergießen. Im Kühlschrank etwa 30 min. durchziehen lassen.

2. Die Orange heiß abwaschen und trocken treiben, dann die Schale dünn mit einem Sparschäler abschälen. Je lange die Schalen desto besser drehen Sie sich spiralförmig ein.

3.Weißwein, Traubensaft und Orangenschale zu den Melonenkugeln geben und weitere 60 min. ziehen lassen.

4. Die Bowle aus dem Kühlschrank nehmen und kurz vor dem Servieren mit gekühltem Prosecco auffüllen. In Gläschen füllen und sofort servieren.

Ich sag nur Prost!!

Mareike ♥