01.05.15

Wochenend-Trip in Rom - AMORE MIO






So lange sehnt man sich einem lang geplanten Urlaub entgegen, egal ob Kurzurlaub, Fernreise oder Städtetrip, die Vorfreude bleibt die gleiche und dann, ehe man sich versieht, ist alles schon wieder vorbei.

Wie ein Wimpernschlag sind die Tage in Rom vergangen. Es war traumhaft. Wir sind am Samstag Mittag geflogen und kurz vor 18.00 Uhr in unserem Hotel angekommen. Gebucht haben wir unsere Unterkunft direkt in der Innenstadt, in einer Seitengasse des Hauptbahnhofes und ich muss sagen, es war die beste Entscheidung. Ich hatte ja zuerst bedenken, was das Umfeld des Bahnhofes angeht, man kennt es ja von unseren Großstädten, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Der 1. Vorteil: Nach der Ankunft am Bahnhof Termini konnten wir direkt zu Fuß unser Hotel aufsuchen, ohne Kosten für ein Taxi oder Bus zu bezahlen.

Der 2. Vorteil: Den Bahnhof findet man immer, auch Nachts auch ohne Navi, auch als Frau :DD

Der 3. Vorteil: Vom Bahnhof aus starten alle Hop-on/Hop-off-Busse

Das Hotel ist eines von mehreren, welches in einem historischen Gebäude auf zwei der insgesamt 5 Etagen untergebracht ist. Solltet ihr mal eine Reise nach Rom planen, ich kann es euch nur wärmsten empfehlen, Hotel Scott House.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann mit einer großen Sightseeing-Tour gestartet. Angefangen beim Colloseum, das mit seiner unglaublichen Größe und Pracht jeden in seinen Bann zieht und heute als symbolisches Mahnmal fungiert. Jedes Mal, wenn irgendwo au der Welt das Urteil zur Todesstrafe nicht vollstreckt wird, wird das Colloseum grün angestrahlt.





Angrenzend findet man das Forum Romanum, welches der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens war. Es ist heute eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten des antiken Roms. Dieses gesamte Areal zu besichtigen, würde bereits einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.
Also haben wir uns auf das Wesentliche konzentriert und sind anschließend weiter, am Circus Maximus, vorbei in Richtung Pantheon gefahren, einer der für mich faszinierendsten Gebäuden. Die Bauweise, das Wissen über Architektur, Statik und Bautechnik ist einfach unbeschreiblich. Und das kurioseste an der ganzen Konstruktion, egal aus welchen Richtungen der Regen auf das Pantheon prasselt, der Regen kann durch das Loch in der freischwebenden größten Kuppel nicht ins Innere eindringen.

Direkt in der Nähe des Pantheon gibt es eine Eisdiele, die angeblich das Beste Eis Italiens, wenn nicht sogar der Welt herstellt und sein Handwerk schon seit über 200 Jahren betreibt, das Giolitti. Selbstverständlich mussten wir auf direktem Wege dort hin, um unsere Meinung zu dem Thema bilden zu können. Die Schlage vor der Eisdiele versprach einiges und die Gesichter der Erfolgreichen, die aus der Diele heraus kamen, sprachen Bände.

Es gibt gewühlt 100 Sorten. Ich gebe euch nur ein Tipp, überlegt euch schon zuvor sehr gut, welche Sorten ihr haben möchtet. Ich weiß uns Frauen, fällt das nicht gerade leicht, gerade wenn man erst einmal alles begutachten und abwägen muss, ob man nur 2 Sorten und dafür große Portionen oder 3 Sorten und dafür etwas kleinere nehmen soll. Aber ihr habt nur wenige Sekunden Zeit euch zu entscheiden, wenn ihr dann endlich vor der großen Eistheke steht, denn die netten Mitarbeiter der Eisdiele werden etwas ungeduldig, wenn man mit großen Fragezeichen in den Augen den Blick über die Eissorten schweifen lässt und unter lautem Getöse mit Händen und Füßen versucht die Eiswünsche weiterzugeben. Ihr müsst das erleben, etwas befremdlich und leicht surreal, aber es lohnt sich, versprochen.





Nach dieser kleinen Pause ging es weiter über die Engelsbrücke hin zum Petersdom. Abgeschlossen haben wir die wunderschöne Tour mit einem Espresso direkt auf der Piazza di Spagna vor der spanischem Treppe und haben das Licht der Dämmerung auf uns wirken lassen. Was für eine Kulisse!!
Eine beachtliche Menschenmasse, bewegt sich täglich durch die historischen Straßen Roms bis sich dort auf der Piazza und der Spanischen Treppe versammeln, um die Abend-Atmosphäre zu genießen. Der perfekte Ausklang eines tollen 1. Tages.






Nachdem das Sightseeing-Programm abgehakt war, stand der 2. Tag ganz unter dem Motto Camip di Fiori, Wochenmarkt, Shopping und der Besichtigung des schönen Stadtteils Trastevere. 

Der Wochenmarkt mit all seinen quirligen Lebensmittelhändler, die vielen Olivenholzhändler und die zahlreichen kleinen Boutiquen in den Seitenstraßen, in den man ausgiebig Lederware und Kleidung shoppen kann, haben mich verzaubert. Selbstverständlich habe ich auch einige Mitbringsel eingekauft. Ein süßes kleines Olivenholzbrett mit passendem kleinen Löffelchen sowie eine Bruschetta-Gewürzmischung und ein Pfefferkörner-Mix wird in einen der nächsten Post mit Sicherheit zum Einsatz kommen.





Der Stadtteil Trastevere ist ein toller Kontrast zu dem historischen Zentrum von Roms. Es liegt links des Tibers und ist sehr volkstümlich. Die vielen zahlreichen engen Gassen laden zum schlendern ein und man kann in einem der zahlreichen Restaurants so richtig gut die Seele baumeln lassen. Ein weitere Tipp ist der Flohmarkt von Porta Portese, der jeden Sonntag in den frühen Morgenstunden beginnt.

Der 2. Tag endete im etwas gehoberen Restaurant Gusto. Wenn einem die 2 € Gedeckkosten (Brot) pro Person und die 15% Steuer nicht abschrecken, kann man dort einen sehr schönen Abend mit außergewöhnlichen Pastagerichten verbringen.  Die dazugehörige Pizzeria im Untergeschoss ist für die beste Pizza Roms bekannt.






Da wir uns am dritten Tag bereits um 12.00 Uhr Richtung Flughafen aufgemacht haben, wurden die letzten Stunden in direkter Nähe des Bahnhofs Termini verbracht. Nicht nur wir sondern auch Rom war über unsere Abreise anscheinend überaus traurig und zeigte es uns mit einem Regenguss, der uns vor der Abreise nochmals bis auf die Haut so richtig schön durchnässte. Plötzlich hatten die vielen Inder, die bis dato versuchten die Selfie-Stative an den Man/Touristen zu bringen, Regenschirme aus der Hosentasche gezogen. Das nenne ich mal allzeit bereit, ich schmeiß mich weg.







Abschließend kann ich nur eines sagen, zu der viel zu schnell vergangenen Romreise:
AMORE MIO. Ich werde wiederkommen, du schönste aller Städte hast mich mit deinen historischen Gebäuden, deiner jahrhundertelangen Geschichte, deinem italienischen Flair, deiner Leichtigkeit zu Leben, verzaubert und in deinen Bann gezogen.

Mareike ♥

Kommentare:

  1. Deine Bilder bringen das italienische Flair toll rüber. Mir gefallen sie sehr gut.
    Und ich musste gerade schmunzeln. Denn in Mailand waren die Afrikaner auch fleißig am Selfie-Stative verkaufen und als es zu regnen begann, hatten sie prompt Regenschirme in den verschiedensten Größen und Farben in der Hand. Ich konnte darüber auch nur grinsen :-)
    Liebe Grüße
    Anette

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  2. Diese Selfie-Stative!!!! Ich bin fast wahnsinnig geworden.
    Die Bilder sind alle mit der Digikamara entstanden. Wollte ja zuerst meine Spiegelreflex mitnehmen, aber meine Schwester hat mich umgestimmt. Ich muss sagen, ich war auch ganz froh, so hatte ich mehr Platz in meinem Koffer. Dieser war auch sehr beschränkt, da wir nur mit Handgepäck geflogen sind :-)). Da zählt jedes Kilo.

    Wünsche Dir ein superschönes Wochenende
    Mareike

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  3. ROM!!! Wie toll! Ich liebe diese Stadt, auch wenn ich erst 1x dort war und das ist auch schon gut 6 Jahre her. Ich habe einfach noch so schöne Erinnerungen...
    Deine Bilder finde ich übrigens klasse - auch wenn sie nicht mit der Spiegelreflex gemacht wurden. Wäre mir nicht aufgefallen ;)

    Liebste Grüße

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  4. Jetzt habe ich richtig Heimweh nach dieser wundervollen und chaotischen Stadt. Ich habe dort ein Jahr gelebt und es nicht immer geliebt, meine Erinnerungen sind aber genauso wie von dir beschrieben <3
    Tanti saluti, Johanna

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    1. Ohhh Rom, was für eine unglaublich Stadt, ich liebe das Essen, die historischen Bauten/Gebäude, das Flair....
      Aber ich kann mir auch vorstellen, dass das Leben dort nicht immer einfach ist und die chaotische Stadt die ein oder andere Tücke hat.

      Con tanto amore
      Mareike ♥

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