31.05.15

Holunder-Quarkmousse mit Erdbeer-Minzsalsa





Endlich habe ich es auch geschafft. In den Blogs, auf Instagram und in allen Foodheftchen wimmelt es im Moment mit Erdbeerrezepten. Gefühlt tausend Varianten von Erbeertorten, Erdbeereis, Erdbeerbowlen, Erdbeertartes, Erdbeershakes, Erdbeermouse, Erdbeerkuchen und noch vieles Mehr gibt es Momentan zu bestaunen. Jeden Tag gibt es tolle neue Rezepte, man fühlt sich richtig im Erdbeerhimmel.

Ich muss zugeben, ich habe lange gebraucht bis auch ich jetzt endlich das Rezept ausprobierten konnte, welches ich ausgesucht habe, um mit euch zu teilen.
Das heißt nicht, dass dies die ersten Erdbeeren sind, die ich verspeise, ganz im Gegenteil, wer mich auf Instagram verfolgt, hat schon mitgebkommen, dass ich Erdbeeren zu Zeit meist morgen, mittags und abends essen, meist ganz schlicht und einfach pur, direkt in den Mund. Die roten zuckersüßen Früchtchen sind einer meiner Lieblinge.





Da die Erdbeersaison ja sehr begrenzt ist, versuche ich das Verlangen, dass sich die restliche Zeit angestaut hat mit einer Erdbeerflut so schnell wie möglich zu Stillen. Dabei habe ich das Gefühlt, dass immer früher die ersten spanischen Exemplare in den Regalen der Einkaufsläden liegen. Diese Wasserleichen verdienen meiner Meinung nach nicht den Namen Erdbeere. Aber naja, jedem das Seine. Ich für mich warte lieber noch zwei Monate länger, bis die regionalen Früchtchen auf den Markt kommen und eine wahre Explosion im Munde verursachen. 

Eine tolle Erbeertorte habe ich bereits Anfang Mai für meine bessere Hälfte gebacken. Eine Torte mit zwei saftigen Schokoböden, in der Mitte eine Frischkäsecreme und jeder Menge Erdbeeren. Einfach lecker.

Das Rezept, was ich euch heute zeige, hat mich bereits vor einiger Zeit angelacht. Aber wie das immer so ist, man hat einiges auf der Blogger-To-Do-Liste und wenn dann auch noch eine Woche lang mit einer fiesen Grippe außer Gefecht gesetzt wird, muss das bloggen einfach etwas nach hinten gestellt werden. So gerne man auch möchte, aber wenn der Körper eine Auszeit möchte, dann muss man ihm diese auch geben.

Aber es geht aufwärts und so habe ich mich gestern hinter den Herd gestellt, um diese leckere Mousse zu zaubern. Die Minze habe ich bei meinem Vater aus dem Garten gemopst, den Holunder bei Freunden abgestaubt. Man muss nur wissen wie und wo :-)

Das Rezept reicht für 6 Schälchen à 175 ml:

Für die Mousse

4 Blatt Gelatine
1/2 Vanilleschote
6 Holunderblütendolden
100 ml Milch
75 g Puderzucker
250 g Magerquark
Abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone
2 Eiweiß
1 Prise Salz
200 g Sahne

Für die Salsa

200 g Erdbeeren
1 Handvoll Minzblätter
1 EL Honig
Abgeriebene Schale und Sanft einer 1/2 unbehandelten Limette


1. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Vanilleschote längst einritzen, Mark herauskratzen. Holunderblütendolden waschen, kräftig ausschütteln und abtropfen lassen. Mit Milch, 25 g Puderzucker, Vanilleschote und -markt 3 Minuten köcheln lassen. Milch durch ein Sieb geben. Gelatine ausdrücken, in etwas heißer Milch auflösen. Die restliche Milch abkühlen lassen. Die aufgelöste Gelatine mit etwas Quark verrühren, mit der restlichen Milch, restlichem Quark sowie Zitronenschale vermischen. Creme kalt stellen.

2. Eiweiß und Salz steif schlagen, übrigen Puderzucker nach und nach zugeben, weiterschlagen, bis ein fester Eischnee entsteht. Sahne steif schlagen. Beides vorsichtig und gleichmäßig unter die Quarkcreme rühren, sobald diese zu gelieren beginnt. Die Creme in Förmchen füllen und im Kühlschrank mind. 4 Stunden gelieren lassen.

3. Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und fein würfeln. Die Minzblätter falls nötig kurz abbrausen, gut trocken tupfen, fein hacken. Die Minze zu den Erdbeeren geben und mit Honig, Limettenschale und -saft vermengen. Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, bis sich die Mousse vom Rand löst. Auf Dessertteller stützen und mit der Erdbeer-Minzsalsa servieren.





Wenn die Holunderblütensaison vorbei ist, kann man das Rezept auch super gut mit Holunderblütensirup herstellen. Dazu einfach die Milch wie oben beschrieben ohne Holunderblüten köcheln lassen und anschließend die Gelatine darin auflösen. Mit dem Quark und der restlichen Milch vermischen. Dann erst 3-4 EL Holunderblütensirup hinzufügen. Nicht früher, da sonst die Masse zu gerinnen beginnt.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag-Abend.

Mareike ♥

24.05.15

Spargelpasta, mein Saisonliebling verpackt in cremiger Pastasoße





Wollt ihr ein weiteres Spargelrezept? Habt ihr noch nicht genug von der Flut an tollen, kreativen Rezepten? Wusste ich, hihihi, denn hier ist mein persönlicher Saisonliebling Spargel in Kombination mit einer neu aufgefrischten Carbonara. Die Inspiration hatte ich beim Durchstöbern uralter Essen&Trinken Heftchen.

In der Spargelzeit gibt es bei mir mindestens 2mal in der Woche Spargel. Natürlich ganz traditionell mit Schinken, Pfannkuchen und Sauce Hollandaise, oder als Salat. Aber ich probiere auch sehr gerne Neues aus. Und das Rezept hat mich sofort neugierig gemacht.

Die klassische Carbonara wurde bei mir einfach mit Spargel, Erbsen etwas Zitronensaft und Thymian aufgefrischt. Ihr wurde sozusagen ein kleiner Frischekick verpasst. Das tolle daran, die Zutaten hat man gerade in der Spargelzeit, eigentlich immer im Haus. Man muss also nicht stundenlang nach der Arbeit noch in Supermärkten oder Feinkostläden rumrennen und nach den passenden Zutaten suchen. Das ist für mich der reinste Albtraum.





Hier ist es also das Rezept für die Spargelpasta.
Für 2 Personen braucht ihr:

80 g Speck in Streifen geschnitten
500 g weißen Spargel geschält
2 EL Öl
200 g Pasta (ich habe klassisch Spaghetti genommen)
150 ml Sahne
100 g TK-Erbsen
2 Eier
50 g geriebener Parmesan
2 EL Thymianblätter
etwas Zitronensaft
Salz und Pfeffer


1. Den Spargel schräg in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Köpfe längs halbieren. Den Speck in 1 EL Öl kross anbraten. Die Pasta in reichlich kochendem Salzwasser garen.

2.Den Speck aus der Pfanne nehmen, Spargel und 1 EL ÖL ins Speckfett geben und 2-3 Minuten anbraten. Mit 100 ml Sahne ablöschen, die Erbsen dazugeben und kurz aufkochen. Mit etwas Salz und Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft würzen.

3. 50 ml Sahne, die Eier und Parmesan verrühren. Die Pasta abgießen und dabei etwas Kochwasser abfangen. Nudeln wieder zurück in den Topf geben (bei ausgeschalteter Platte) und die Eimischung, den Speck und den Spargel dazugeben. Eventuell mit etwas Kochwasser verdünnen.

4. Mit Thymianblätter und schwarzem Pfeffer bestreuen und direkt servieren.




Die Bilder sind bereits letzte Woche entstanden. Seit dem warten sie geduldig darauf veröffentlicht zu werden. Ich hatte es mir fest vorgenommen an Pfingsten das Rezept zu veröffentlichen. Also bin ich heute, am Pfingstsonntag, extra früh aus dem Bett gehüpft und sitze nun mit einer Tasse heißem Café in der einen Hand vor meinem Laptop und schreiben diesen Post. Ich finde das ganz schön, morgens ein bis zwei Stündchen für mich zu haben. Ich kann langsam wach werden, meinen ersten Kaffee in Ruhe trinken, meine Blümchen in der Wohnung und auf dem Balkon versorgen, vielleicht noch das Liegengebliebene vom Vorabend aufräumen und mich erst einmal meinen Blogger-To-Do's widmen.




Wie beginnt ihr den freien Sonntag? Eher ruhig oder seid ihr direkt nach dem Aufstehen voller Tatendrang?

Genießt das lange Pfingstwochenende!

Mareike ♥

15.05.15

Leckere Himbeer-Schnecken, perfekt für ein Picknick im Grünen




Hallo meine Lieben,

Lust auf ein Picknick im Grünen, mit süßen Leckereien? Dann habe ich heute genau das richtige für Euch. Die liebe Moni von Kochzeremoni hat ein wundervolles Blogevent ins Leben gerufen, Genießen auf Wiesen - Picknick Fingerfood und ich freue mich riesig, dass ich dabei sein darf. Klickt doch mal auf den Banner, dann kommt ihr schnurstracks zu ihrem tollen Blogevent.

http://www.kochzeremoni.blogspot.de/2015/05/genieen-auf-wiesen-picknick-fingerfood.html


Das Rezept war schnell gefunden. Klein und süß sollten sie sein, das Herz jedes Schleckermäulchen hören schlagen lassen, in einen kleinen Picknickkorb passen und das Allerwichtigste, schnell und einfach zuzubereiten. Und genau das erfüllen meine Himbeer-Schnecken, denn was aussieht wie Hefeteig entpuppt sich in Wahrheit als easy-peasy Quark-Öl-Teig, der nicht stundenlang gehen muss, den man nicht mit Samthandschuhen anfassen muss, damit er auch gelingt. Dieses Rezept ist auch für spontane Picknicker gedacht. Die Zutaten des Teiges können zusammen in die Küchenmaschine. Die Himbeercreme ist in 5 Minuten zubereitet. Das Warten vor dem Ofenrohr hält sich auch in Grenzen. Nur das Warten, bis die süßen Kleinen leicht abgekühlt sind, damit man den Zuckerguss darauf drapieren kann, muss leider sein, denn sonst verläuft der Guss. Und die mit Liebe gebackenen Schneckchen sollen ja auch hübsch und zum Anbeißen aussehen.




Hier das Rezept:

Für den Quark-Öl-Teig benötigt ihr

150  g Magerquark
6 EL Öl
1 Ei
75 g Zucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Pk. Backpulver

1. Zuerst den Quark, das Öl und das Ei verrühren. Anschließend Zucker, Salz, Mehl und Backpulver mischen, zur Quarkmischung geben und alles erst mit dem Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig darf nicht lange liegen, also direkt verarbeiten, damit er schön luftig bleibt.

Für die Füllung und den Guss

200 g Himbeeren
2 EL Zucker
2 EL Vanillepuddingpulver
150 g Himbeerkonfitüre
100 g Puderzucker
2 1/2 EL Zitronensaft

1. Himbeeren in eine Schüssel geben, leicht andrücken und mit Zucker und Puddingpulver mischen.

2. Den Quark-Öl-Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 40 x 30 cm groß ausrollen und auf ein Stück Backpapier legen.

3. Konfitüre glatt rühren und unter die Himbeeren mischen. Auf der untern Hälfte des Teiges verteilen, dabei ab den Seiten und unten einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Teig mit Hilfe des Backpapiers von der langen Kante aus aufrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gleiten lassen.

3. Auf dem Blech vorsichtig in 3 cm breite Scheiben schneiden und diese mit etwas Abstand nebeneinanderlegen. Im heißen Ofen bei 190 Grad auf der mittleren Schiene ca. 30 min. backen.

4. Puderzucker und Zitronensaft verrühren. In eine Gefrierbeutel und die Spitze schmal abschneiden. Die lauwarmen Schnecken mit dem Zuckerguss streifig verzieren.



Die Bilder sind letzten Sonntag im Garten entstanden. Am liebsten hätte ich den ganzen Mittag dort verbracht. Dann hätte es allerdings sein können, dass auf den Bildern nur noch die Reste der Himbeerschnecken zu sehen wären, denn einmal angefangen, kann man sich fast nicht mehr zügeln, warum denn auch :-)

Dazu gab es bei mir eine leckere fruchtig-süße Prosecco-Fliederblütensirup-Schorle. 

Jetzt hoffen wir noch, dass sich die Gewitterwolken schnell wieder verziehen und wir ohne Angst vor einer kalten Dusche, in den nächsten Tagen picknicken können. Denn es gibt noch so tolle Rezepte, die schleunigst ausprobiert werden möchten.

Den allerschönsten Wochenendstart wünsche ich euch.

Mareike ♥
  

10.05.15

Ein Brotaufstrich, der nach Bella Italia nur so schreit {Ricotta mit getrockneten Tomaten und Thymianhonig}






Tja was soll ich sagen, für eine deftige Brotzeit bin ich immer zu haben. Das erinnert mich so sehr an meine Kindheit. Wir haben früher jeden Abend schön zusammen am großen Tisch gegessen. Dazu wurde das frisch gekaufte Brot ausgepackt, etwas Käse und Wurst, Aufstrich, Tomaten und Essiggürkchen. Ein ganz normaler Abend.

Heute, etliche Jahre später, nicht mehr zuhause sondern in der eigenen Wohnung, sieht das Ganze etwas anders aus. Sehr oft wird abends warm gegessen, da man im Büro eher schnelle und kalte Mittagssnacks zu sich nimmt, entweder etwas Obst mit Joghurt, Salat oder auch eine schnelle Suppe.

Da kommt mir das frühlingsfrische neue let's cook togehter-Thema der lieben Ina Schnittchenzeit! Her mit eurem Lieblingsaufstrich! gerade richtig. Denn eigentlich bin ich immer noch das kleine Kind, welches den Duft vom frisch gebackenen Brot liebt und für eine leckere und deftige Brotzeit auch mal Pasta liegen lässt.



Mit meinem Beitrag zum Thema habe ich mich noch etwas vom Rom-Trip inspirieren lassen. In der neuen Ausgabe von LandGenuss habe ich dieses tolle Rezept entdeckt.
Die Zutaten des Aufstrichs schreien gerade nach Sonne, Sommer, Italien und Amore....

 Ricotta mit getrockneten Tomaten und Thymianhonig

Die Zutaten:

2 Stiele Thymian
1 EL Honig
10 getrocknete Tomaten in Öl
2 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen
300 g Ricotta
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Den Thymian waschen, trocken schütteln und die Blättchen abzupfen. Für den Thymianhonig den Honig in einem kleinen Tops in einem kleinen Topf bei mittlere Hitze erwärmen und die abgezupften Thymianblätter hineingeben. Vom Herd nehmen und bis zur Verwendung ziehen lassen.

2. 2 getrocknete Tomaten hacken und beiseitelegen. Die restlichen Tomaten grob zerkleinern und mit Olivenöl in ein hohes, schmales Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer feinen Paste pürieren.

3. Knoblauch schälen und fein hacken. Ricotta glatt rühren, Tomatenpaste und Knoblauch zugeben und gut verrühren. Die gehackten Tomaten unterheben und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren den Thymianhonig erneut leicht erwärmen und über den Dip träufeln.


Passend zur Jahreszeit habe ich noch ein paar Stangen grünen Spargel mit Parmaschinken umwickelt und in einer Pfanne mit Olivenöl ca. 10 Min. bei mittlere Hitze angebraten. Den Spargel einfach in die Ricotta-Tomaten-Creme dippen. Dazu gibt es ein leckeres Foccacia.

So jetzt springe ich schnell rüber zur lieben Ina und schau mal was ihr so alles gezaubert habt.

Happy Sunday!

Mareike ♥

06.05.15

Rhabarber-Streusel-Kuchen





Am vergangenen Wochenende war meine Schwester mit ihrem Freund zu Besuch. Wir haben abends zusammen gekocht und uns die Bilder des Rom-Trips angeschaut. Es war sooo schön. Was sollte man auch anderes machen bei dem verregneten Wochenende. Da heißt es Ofen anschmeißen, leckeren Kuchen backen, zusammensitzen, essen, lachen, einfach die Zeit genießen.
Da wir beiden Mädels große Fans von Rhabarber sind, habe ich natürlich einen schnellen Rhabarberkuchen gemacht. Die Männer, diese Banausen, haben zuerst den Rhabarber vom Kuchen gekratzt, bis ich mich erbarmt habe und ein paar Erdbeeren mit frischer Vanillesahne auf den Tisch stellte. Ich wollte ja nicht so sein....





Der Rhabarberkuchen schmeckt mir am 2. Tag fast noch besser, denn ich mag es, wenn der Kuchen so richtig schön weich geworden ist (nicht durchgesabscht, das ist ein großer Unterschied) und die Streusel nicht mehr ganz so knusprig sind. Der Rhabarber einen schönen sauren Kontrast zum süßen Teig und den Haselnussstreusel.

Einen Klecks Sahne dazu und man schwebt sozusagen im Streuselkuchenhimmel. Super einfach aber unglaublich lecker.


Hier das Rezept:

Für den Quark-Öl-Teig benötigt ihr

150  g Magerquark
6 EL Öl
1 Ei
75 g Zucker
1 Prise Salz
300 g Mehl
1 Pk. Backpulver

Zuerst den Quark, das Öl und das Ei verrühren. Anschließend Zucker, Salz, Mehl und Backpulver mischen, zur Quarkmischung geben und alles erst mit dem Knethaken des Handrührgeräts, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig darf nicht lange liegen, also direkt verarbeiten, damit er schön luftig bleibt.

Für den Belag

75 g Mehl
50 g Zucker
50 g Haselnusskerne gemahlen
50 g kalte Butter in Stückchen
200 g Rhabarber

Alles zusammen mit dem Knethaken des Handrührgerätes zu Streuseln verarbeiten und mind. 15 Minuten kalt stellen

200 g Rhabarber putzen und in 2 cm große Stücke schneiden. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 30 x 25 cm groß ausrollen. Auf ein belegtes Blech legen und mit dem Rhabarber belegen. Die Streusel darüber verteilen. Im heißen Ofen bei 190 Grad auf der mittleren Schiene 20-25 Minuten backen. Mit etwas Puderzucker bestreut servieren.




Ich wünsche euch eine schöne Restwoche, heute ist Bergfest :D

Mareike ♥

01.05.15

Wochenend-Trip in Rom - AMORE MIO






So lange sehnt man sich einem lang geplanten Urlaub entgegen, egal ob Kurzurlaub, Fernreise oder Städtetrip, die Vorfreude bleibt die gleiche und dann, ehe man sich versieht, ist alles schon wieder vorbei.

Wie ein Wimpernschlag sind die Tage in Rom vergangen. Es war traumhaft. Wir sind am Samstag Mittag geflogen und kurz vor 18.00 Uhr in unserem Hotel angekommen. Gebucht haben wir unsere Unterkunft direkt in der Innenstadt, in einer Seitengasse des Hauptbahnhofes und ich muss sagen, es war die beste Entscheidung. Ich hatte ja zuerst bedenken, was das Umfeld des Bahnhofes angeht, man kennt es ja von unseren Großstädten, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Der 1. Vorteil: Nach der Ankunft am Bahnhof Termini konnten wir direkt zu Fuß unser Hotel aufsuchen, ohne Kosten für ein Taxi oder Bus zu bezahlen.

Der 2. Vorteil: Den Bahnhof findet man immer, auch Nachts auch ohne Navi, auch als Frau :DD

Der 3. Vorteil: Vom Bahnhof aus starten alle Hop-on/Hop-off-Busse

Das Hotel ist eines von mehreren, welches in einem historischen Gebäude auf zwei der insgesamt 5 Etagen untergebracht ist. Solltet ihr mal eine Reise nach Rom planen, ich kann es euch nur wärmsten empfehlen, Hotel Scott House.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann mit einer großen Sightseeing-Tour gestartet. Angefangen beim Colloseum, das mit seiner unglaublichen Größe und Pracht jeden in seinen Bann zieht und heute als symbolisches Mahnmal fungiert. Jedes Mal, wenn irgendwo au der Welt das Urteil zur Todesstrafe nicht vollstreckt wird, wird das Colloseum grün angestrahlt.





Angrenzend findet man das Forum Romanum, welches der Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens war. Es ist heute eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten des antiken Roms. Dieses gesamte Areal zu besichtigen, würde bereits einen ganzen Tag in Anspruch nehmen.
Also haben wir uns auf das Wesentliche konzentriert und sind anschließend weiter, am Circus Maximus, vorbei in Richtung Pantheon gefahren, einer der für mich faszinierendsten Gebäuden. Die Bauweise, das Wissen über Architektur, Statik und Bautechnik ist einfach unbeschreiblich. Und das kurioseste an der ganzen Konstruktion, egal aus welchen Richtungen der Regen auf das Pantheon prasselt, der Regen kann durch das Loch in der freischwebenden größten Kuppel nicht ins Innere eindringen.

Direkt in der Nähe des Pantheon gibt es eine Eisdiele, die angeblich das Beste Eis Italiens, wenn nicht sogar der Welt herstellt und sein Handwerk schon seit über 200 Jahren betreibt, das Giolitti. Selbstverständlich mussten wir auf direktem Wege dort hin, um unsere Meinung zu dem Thema bilden zu können. Die Schlage vor der Eisdiele versprach einiges und die Gesichter der Erfolgreichen, die aus der Diele heraus kamen, sprachen Bände.

Es gibt gewühlt 100 Sorten. Ich gebe euch nur ein Tipp, überlegt euch schon zuvor sehr gut, welche Sorten ihr haben möchtet. Ich weiß uns Frauen, fällt das nicht gerade leicht, gerade wenn man erst einmal alles begutachten und abwägen muss, ob man nur 2 Sorten und dafür große Portionen oder 3 Sorten und dafür etwas kleinere nehmen soll. Aber ihr habt nur wenige Sekunden Zeit euch zu entscheiden, wenn ihr dann endlich vor der großen Eistheke steht, denn die netten Mitarbeiter der Eisdiele werden etwas ungeduldig, wenn man mit großen Fragezeichen in den Augen den Blick über die Eissorten schweifen lässt und unter lautem Getöse mit Händen und Füßen versucht die Eiswünsche weiterzugeben. Ihr müsst das erleben, etwas befremdlich und leicht surreal, aber es lohnt sich, versprochen.





Nach dieser kleinen Pause ging es weiter über die Engelsbrücke hin zum Petersdom. Abgeschlossen haben wir die wunderschöne Tour mit einem Espresso direkt auf der Piazza di Spagna vor der spanischem Treppe und haben das Licht der Dämmerung auf uns wirken lassen. Was für eine Kulisse!!
Eine beachtliche Menschenmasse, bewegt sich täglich durch die historischen Straßen Roms bis sich dort auf der Piazza und der Spanischen Treppe versammeln, um die Abend-Atmosphäre zu genießen. Der perfekte Ausklang eines tollen 1. Tages.






Nachdem das Sightseeing-Programm abgehakt war, stand der 2. Tag ganz unter dem Motto Camip di Fiori, Wochenmarkt, Shopping und der Besichtigung des schönen Stadtteils Trastevere. 

Der Wochenmarkt mit all seinen quirligen Lebensmittelhändler, die vielen Olivenholzhändler und die zahlreichen kleinen Boutiquen in den Seitenstraßen, in den man ausgiebig Lederware und Kleidung shoppen kann, haben mich verzaubert. Selbstverständlich habe ich auch einige Mitbringsel eingekauft. Ein süßes kleines Olivenholzbrett mit passendem kleinen Löffelchen sowie eine Bruschetta-Gewürzmischung und ein Pfefferkörner-Mix wird in einen der nächsten Post mit Sicherheit zum Einsatz kommen.





Der Stadtteil Trastevere ist ein toller Kontrast zu dem historischen Zentrum von Roms. Es liegt links des Tibers und ist sehr volkstümlich. Die vielen zahlreichen engen Gassen laden zum schlendern ein und man kann in einem der zahlreichen Restaurants so richtig gut die Seele baumeln lassen. Ein weitere Tipp ist der Flohmarkt von Porta Portese, der jeden Sonntag in den frühen Morgenstunden beginnt.

Der 2. Tag endete im etwas gehoberen Restaurant Gusto. Wenn einem die 2 € Gedeckkosten (Brot) pro Person und die 15% Steuer nicht abschrecken, kann man dort einen sehr schönen Abend mit außergewöhnlichen Pastagerichten verbringen.  Die dazugehörige Pizzeria im Untergeschoss ist für die beste Pizza Roms bekannt.






Da wir uns am dritten Tag bereits um 12.00 Uhr Richtung Flughafen aufgemacht haben, wurden die letzten Stunden in direkter Nähe des Bahnhofs Termini verbracht. Nicht nur wir sondern auch Rom war über unsere Abreise anscheinend überaus traurig und zeigte es uns mit einem Regenguss, der uns vor der Abreise nochmals bis auf die Haut so richtig schön durchnässte. Plötzlich hatten die vielen Inder, die bis dato versuchten die Selfie-Stative an den Man/Touristen zu bringen, Regenschirme aus der Hosentasche gezogen. Das nenne ich mal allzeit bereit, ich schmeiß mich weg.







Abschließend kann ich nur eines sagen, zu der viel zu schnell vergangenen Romreise:
AMORE MIO. Ich werde wiederkommen, du schönste aller Städte hast mich mit deinen historischen Gebäuden, deiner jahrhundertelangen Geschichte, deinem italienischen Flair, deiner Leichtigkeit zu Leben, verzaubert und in deinen Bann gezogen.

Mareike ♥