22.02.15

Wan-Tan-Suppe - mein Seelenwärmer für verregnete Wochenendtage





Passend zu den wieder etwas kälteren Tagen habe ich am Samstag eine Suppe gekocht. Eine richtig würzige Gemüsebrühe mit Suppengrün angesetzt und schön lange gekocht, so wie es schon zu Großmutters Zeiten, gemacht wurde.
 
Ich muss sagen, es ist meine erste asiatische Suppe, die ich selbst gekocht habe. Ich mag asiatisches oder auch vietnamesisches Essen sehr gerne. Da ich öfters geschäftlich in Stuttgart unterwegs bin, habe ich dort einen super leckeres vietnamesisches Restaurant entdeckt, dass ausschließlich asiatische und vietnamesische Küche anbietet., das Noodles *klick*. Mit meinem Arbeitskollegen habe ich zum ersten Mal letzten März dort nach einem anstrengenden Messetag gegessen. Es hat mich umgehauen. Nicht nur das Essen war ein Gedicht auch die Menschen die dort arbeiten waren sehr zuvorkommend, freundlich und darauf bedacht, dass man dort ein paar schöne Stunden verbringt. Man sitzt für unsere Verhältnisse zwar sehr eng an kleinen Tischen mit maximal 2-3 Stühlen, aber genau das ist das Unkonventionelle, das Authentische, das Asiatische mitten in Stuttgart, das einem verzaubert. Wenn ihr also mal in Stuttgart unterwegs sein, macht unbedingt einen Halt am Wilhelmsplatz und genießt das asiatische Essen.



Wan-Tan selbst zu machen ist schon etwas aufwendiger. Das Fleisch muss erst einmal weich gekocht werden, dann zerkleinert und zusammen mit ein paar weiteren Zutaten zu kleinen Teigtaschen verarbeitet werden. Die Teigblätter sind hauch dünn und reisen bei jeder kleinen Unachtsamkeit. Also habe ich mir jede Menge Zeit genommen, um die kleinen Teigtaschen zuzubereiten. Und ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Die kleinen Dreiecke, geformt mit ganz viel Hingaben, haben mich zwar etwas Nerven gekostet, vor allem, als sie sich in dem Sud nach 2 Minuten Garzeit plötzlich in alle Einzelteile auflösen haben, da die Enden anscheinend nicht richtig verschlossen waren. Aber egal, aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Also habe ich jedes einzelne Täschchen nochmals gepackt und alle Enden sorgfälltigst verschlossen. Der 2. Versuch klappte dann auch schon viel besser, wie war das nochmals mit dem Meister, der nicht vom Himmel fällt ...., hihihi.





 
Für alle die sich an dieser asiatischen Suppe versuchen möchten hier das Rezept:


Zutaten für 4 oder 2 hungrige Personen

1 Bund Suppengrün
1 rote Chilischote
2 Stangen Zitronengras
1 Hähnchenbrust (mit Haut, auf dem Knochen; ca. 400 g) oder Hähnchenkeulen
1 TL schwarze Pfefferkörner
100 g Mungobohnenkeimlinge
1 Stück (ca. 20 g) Ingwer
1 Möhre
2 Lauchzwiebeln
ca. 20 Blätter TK-Wan-Tan-Teig
3 EL Sojasoße
Pfeffer
Salz
5–6 Stiele Koriander oder Ersatzweise Blattpetersilie 
Sojasoße zum Verfeinern


1. Suppengrün putzen bzw. schälen, waschen und zerkleinern. 1 Chilischote putzen, längs einschneiden, entkernen, waschen und hacken. Zitronengras waschen und längs einschneiden.

2. Hähnchenbrust oder Keulen waschen. Mit den vorbereiteten Zutaten, 1 TL Pfefferkörnern und ca. 1 1/2 l kaltem Wasser in einem Topf langsam aufkochen. Bei schwacher Hitze ca. 45 Minuten köcheln, dabei ab und zu, wenn nötig,  den entstehenden Schaum abschöpfen.

3. Inzwischen die Keimlinge verlesen, abspülen, abtropfen lassen und  bis auf 2 Esslöffel grob schneiden. Den Ingwer schälen, fein hacken, die Möhre schälen, waschen und in feine Streifen schneiden. Die 2 Lauchzwiebeln ebenfalls putzen, waschen und in Ringe schneiden.

4. Wan-Tan-Teigpaket antauen lassen und ca. 20 Teigblätter vorsichtig mithilfe eines Messers ablösen. Das Paket muss richtig gut angetaut sein, ansonsten lassen sich die dünnen Blätter nicht lösen und brechen. Also habe Geduld. Teigblätter einzeln auf ein feuchtes Geschirrtuch legen und mit dem Tuch auch zudecken, damit sie nicht austrocknen. Das restliche Teigpaket kann wieder eingefroren werden.

5. Hähnchenbrust aus der Brühe heben, abkühlen lassen. Brühe durch ein feines Sieb gießen, auffangen. Hähnchenfleisch von Haut und Knochen lösen. Fleisch sehr fein würfeln. 

6. Das Fleisch, die vorbereiteten Keimlinge, den Ingwer und die Hälfte der Lauchzwiebeln mischen. Mit 3 EL Sojasoße und Pfeffer würzen.

7. Mit einem Pinsel die Ränder der Teigblätter dünn mit Wasser bestreichen, so kleben die Wan Tans besser zusammen und sind gut verschlossen.

8. Mittig auf die Blätter je 2 TL Füllung geben, dann eine Ecke so über die Füllung klappen, dass Dreiecke entstehen. Die Ränder sehr gut zusammendrücken.

9.  Brühe und Möhrenstreifen aufkochen. Mit Salz und Pfeffer und Sojasoße abschmecken. Rest Lauchzwiebeln und Wan Tans hineingeben. Wan-Tan-Suppe aufkochen und ca. 1 Minute köcheln, dann bei schwacher Hitze 2–3 Minuten gar ziehen lassen. Alles in schöne Schälchen geben und mit Koriander (oder Blattpetersilie) und den restlichen Mungobohnen toppen.

Ich wünsche euch ein superschönen Sonntag.

Mareike ♥

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