24.01.15

Geschichtete Honigtorte {Schicht für Schicht ein honigsüßes Tortengedicht für die Kaffeetafel}



Die Woche ist nun schon wieder vorbei und was habe ich mir nicht alles vorgenommen. Etliche Verabredungen standen auf dem Wochenkalender, einige tolle Rezepte wollte ich für euch ausprobieren, nichts ist daraus geworden. Ich lag flach - komplett flach.

Seit Dienstag-Abend plagte mich eine Magen-Darm-Grippe, eine von der richtig fiesen Sorte, eine die man lieber von der Ferne betrachten möchte, als bei sich zu Hause willkommen zu heißen. Es gibt für mich fast nichts Schlimmeres, als mit Kamillentee und Einback im Bett zu liegen. Und das aller schlimmste keinen Appetit zu haben. Meine liebe Mama hat in diesen Situation oft gesagt, wenn sie keinen Hunger hat, ist es ziemlich schlimm. Und genau so ist es auch... :))

Aber heute sitze ich schon wieder mit ein wenig mehr Energie und einer Scheibe Toastbrot vor dem PC, zwar steht der Kamillentee noch nebendran, aber den ignoriere ich einfach mal. Denn heute möchte ich euch eine richtig tolle, honigsüße Verführung zeigen, eine, die ich letzte Woche zu einem Geburtstag gebacken habe.

Ich habe Sie mit meiner KitchenAid gebacken, die endlich bei mir eingetroffen ist, mein Weihnachtsgeschenk sozusagen. Bisher habe ich alle meine Torten, Törtchen und Gebäck mit Hilfe eines stinknormalen Handrührgeräts gebacken. Damit ist nun endlich Schluss. Die KitchenAid habe ich mir schon sehr sehr lange gewünscht, diesen Wunsch aber immer wieder nach hinten gestellt. Aber jetzt endlich ist es so weit und ich bin überglücklich. Als ich sie das erste Mal in meiner Küche aufgestellt habe, musste ich immer wieder einen Blick reinwerfen, um auch sicher zu gehen, dass sie wirklich da ist.
So ganz unter uns, ein kleines Küsschen bekommt sie ab und zu auch mal zugeworfen, hihihi.

Ganz edel in weiß steht sie da und wartet jeden Tag auf einen neuen Einsatz. Es ist alles so viel einfacher, ohne das olle Handrührgerät.





Jetzt aber genug geschwärmt, wieder zurück zum eigentlichen Thema, der Torte. Sie wird wie ein Baumkuchen Schicht für Schicht gebacken, sodass jeder Boden für sich wunderschön zart und fluffig ist. Die Creme, die alle Schichten miteinander verbindet, ist mit Honig und Mandellikör verfeinert.

Die Torte habe ich in meinem Adventsbackbuch gefunden. Da sie aber weder weihnachtliche Gewürze noch Früchte und Nüsse enthält, bin ich der Meinung, dass diese Torte nicht nur im Advent sondern auch im restlichen Winter zu jeder Kaffeetafel eine tolle Figur macht.

Ich habe die Torte mit meiner kleinen Lieblingsbackform ca. Ø 20cm gebacken. Ihr könnt jedoch auch jede andere runde Form angefangen von 18cm bis 24cm verwenden. Das Prinzip ist genau das gleiche.

Die Zutaten für den Teig:
6 Eier
200g Zucker
2 EL Vanillezucker

150 g Mehl
50g Speisestärke
2 TL Backpulver

Zutaten für die Füllung:

400g Quark (für die kalorienreduzierte Form auch gerne Magerquark)
200g Sahnejoghurt
120g flüssiger Honig

1-2 EL Orangensaft
2 cl Mandellikör
Puderzucker zum Bestäuben

Und so einfach geht's
Den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Eier trennen und die Eiweiße zu sehr steifem Eischnee schlagen. Eigelbe, Zucker und Vanillezucker verquirlen. Mehl, Stärke, Backpulver vermischen. Den Eischnee auf die Eigelbmasse setzen und die Mehlmischung drüber sieben. Mit einer großen Teigkarte unterheben, bis ein luftiger Teig entstanden ist.

Die Kuchenform ausbuttern und eine kleine Kelle Teig hineingeben, sodass der Boden geradeso bedeckt ist. Im Ofen ca. 8min. goldbraun backen, bei einer größeren Form ca. 24cm verlängert sich die Backzeit auf 10-12min. Anschließend auf ein Kuchengitter geben und auskühlen lassen. Auf dieser Weise etwa 9 Böden backen.

Für die Creme Quark, Joghurt, Honig (bis auf 2 EL) verrühren. Den Orangensaft und den Likör zugeben. Einen Boden auf eine Kuchenplatte legen. Ich empfehle einen hohen Ring um den Boden zu spannen, damit die Torte sauber zu einem kleinen Türmchen geschichtet werden kann. Den Boden mit etwas Creme bestreichen. Einen weiteren Boden auflegen, mit Creme bestreichen und auf diese Weise die Torte fertigstellen. Den letzten Boden übriglassen. Nun den Tortenring lösen und die gesamte Tote mit der restlichen Creme bestreichen. Die Torte zwei Stunden kalt stellen.

Vor dem Servieren, die Torte mit den 2EL Honig beträufeln. Den letzten Boden zerbröseln und auf die Torte streuen. Alles mit Puderzucker fein bestäuben.

Habt ein wunderschönes süßes Wochenende!

Mareike ♥

11.01.15

Schinken-Feigen-Tarte {ein herzhaft-süßer Snack im Knusperteig}


Die erste Arbeitswoche ist schon wieder vorbei. Der Alltag ist wieder eingekehrt. Weihnachten und die Feiertage liegen gefühlt schon wieder eine Ewigkeit zurück. Die Weihnachtsdeko wurde in die Kisten verpackt, regelrecht verbannt und in den Keller gestellt.
 
Alles ist irgendwie leer aber auch gleichzeitig befreiend. Kennt ihr das Gefühlt auch?
An der Stelle, an der der Weihnachtsbaum stand ist plötzlich eine große leere Fläche, die anscheinend gefüllt werden will. Die Fensterbänke, Kommoden und Tische sind so leer, wie wahrscheinlich kein zweites Mal im Jahr. Ich mag dieses Gefühl, dieses Nichtdekorierte, Klare und Schlichte. Es gibt einem Luft zum Atmen, Luft für neue Ideen und für neue kreative Gedanken, sich einfach wieder neu zu sortieren.
 
Die ersten Vorboten des kommenden Frühlings, sind bei mir Hyazinthen, die meist als erstes ins Haus kommen. Am Samstag beim Wocheneinkauf kam ich einfach nicht an Ihnen vorbei.
 
Auch beim Essen mag ich in dieser Zeit eher etwas schlichter, leichter, es kommt oft etwas auf den Tisch, dass schnell geht, das nicht nach Braten, Gulasch, Spätzle und Fondue oder Raclette riecht.  
 

 
Passend dazu gibt es bei mir heute für euch eine tolle herzhafte Tarte, die sowohl als üppige Vorspeise, Hauptgericht oder auch als kleinen Snack zwischendurch, wenn liebe Freunde zu Besuch kommen, eine gute Figur macht. Dieses Duo aus Schinken und Feigen mit Pinienkeren und Thymian passt immer.
 
Für eine längliche Tarteform (ca.12 x 35cm) braucht ihr:
 
5 frische Feigen
1/2 Bund Thymian
100g Mascarpone
2 Eigelb
100g Saure Sahne
Salz und Pfeffer
2 TL flüssiger Honig
1 Prise Piment
3-4 große, dünn geschnittene Scheiben luftgetrockneter Schinken
1 Pk. Filo- oder Yufka-Teigblätter aus dem Kühlregal (250g)
4-5 EL Butter
1-2 TL rosa Pfefferbeeren
3 EL Pinienkerne
 
1. Feigen waschen und halbieren. Die Hälfte des Thymians abzupfen. Mascarpone mit Thymian, Eigelb, saure Sahne verrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Getrennt davon den Honig mit dem Piment vermengen.
 
2. Backofen auf 200 °C Ober-und Unterhitze vorheizen. Butter zerlassen, Form einfetten. Jedes Teigblatt mit etwas Butter bestreichen und übereinander in die Form legen. Teigrand überstehen lassen und ebenfalls mit Butter bestreichen.
 
2. Teigboden mit Mascarpone-Creme bestreichen, die Feigen mit der Schnittfläche nach oben auf die Creme setzen. Den Honig-Mix über die Feigen träufeln. Pfefferbeeren, übrige Thymianzweige und Pinienkerne darauf verteilen. Die Tarte im Ofen ca. 20-25 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen. Den Schinken in breite Streifen zupfen und die Tarte damit belegen.
 
 

 
Viel Spaß beim Nachbacken.
Ich werde mich jetzt wieder in die Küche begeben. Mein Weihnachtsgeschenk ist endlich bei mir eingetroffen. Ich bekomme mein Strahlen seit gestern gar nicht mehr aus dem Gesicht. Ganz elegant und schlicht steht sie da, in strahlendem Weiß und wartet auf den ersten Einsatz, hihihi.
Ihr wisst bestimmt was es ist oder? Ich zeige sie euch beim nächsten Post.
 
Alles Liebe
Mareike ♥

04.01.15

Linsensalat mit Fenchel und Granatapfel


 
Hallo meine Lieben,
 
das ist er, der 1. Post 2015. Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Ich wünsche euch allen von Herzen ein tolles und aufregendes neues Jahr 2015, mit vielen Überraschungen, neuen Herausforderungen und wundervollen Momenten.
 
Ich habe Silvester mit meinen Liebsten zusammen bei Freunden gefeiert. Ganz gemütlich mit traditionellem Raclette. Es war ein schöner Abend, ohne Stress. Wir haben viel gelacht, zu viel gegessen und das neue Jahr mit ein paar Wunderkerzen begrüßt.
Eine weitere Tradition bei unseren italienischen Freunden sagt, die Linsen, die man um Mitternacht ist, bringen einem Reichtum. Also gab es mindestens einen Löffel Linsen für jeden. Wie sagt man so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Wenn Linsen also so einen guten Einfluss auf meinen Kontostand haben, warum nicht den 1. Post 2015 mit einem super leckerem und leichten Linsensalat starten, schaden kann es ja nicht :-))


 
 
Das Rezept  ist eigentlich für 6 Personen ausgelegt, ich finde allerdings, dass davon nur 2-4 satt werden, je nachdem, ob es eine Vorspeise oder als Hauptgericht gegessen wird.
 
 
Die Zutaten:

200 g rote Linsen
4 El Zitronensaft
Salz
Zucker
Pfeffer
Fenchelknollen, (à 250 g)
1 Granatapfel
l/2 Bund Petersilie
300 g Schafskäse
5 El Olivenöl
Die Zubereitung:

1. 200 g rote Linsen in einem Topf mit kochendem Salzwasser 8 Min. garen, abgießen, abschrecken und gut abtropfen lassen. Linsen in eine Schüssel geben und mit 3–4 Esslöffel Zitronensaft, Salz, Zucker und Pfeffer kräftig würzen. Mind. 15 Min. durchziehen lassen.
 
2. Von 2 Fenchelknollen (à 250 g) die äußere Schicht entfernen und den Strunk keilförmig herausschneiden, dieser ist bitter und nicht wirklich genießbar.
Die Knollen längs in dünne Scheiben hobeln, je dünner desto besser. Den Fenchel in einer Schüssel mit wenig Salz und Zucker vorsichtig mit den Fingern etwas durchkneten. Dadurch wird der Fenchel milder und bekommt nochmals eine ganz andere Note.
1 Granatapfel halbieren und in einer mit Waser gefüllten Schüssel die Kerne herausklopfen. Die Petersilie hacken.
300 g Schafskäse in Scheiben schneiden. Den Fenchelsud, die Granatapfelkerne und 5 El Olivenöl unter die Linsen mischen. Mit Salz und Zucker abschmecken. Fenchel, Linsensalat und Käse auf Tellern anrichten. Mit Petersilie und Pfeffer bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufelt servieren.        
Ich wünsche Euch einen superschönen Restsonntag.

Mareike ♥