19.03.14

Ein bisschen Fernweh

In der letzten Woche sind mir beim Aufräumen Postkarten meines letzten Kurztrips Ende September 2013 in die Hände gefallen.

Den Kurztrip habe ich mit zwei lieben Arbeitskolleginnen im März vergangen Jahres geplant. Ganz spontan.


Wir flogen über ein Wochenende nach MARRAKESCH!
Ich muss sagen es war traumhaft schön. Wie eine Reise in eine andere Welt. Die Kultur und die Tradition in dieser, auf der einen Seite sehr traditionellen und auf der anderen Seite sehr touristischen Stadt, war überwältigend.

Man kann fast sagen, es war ein kleiner Kulturschock. Der Flieger ging spät Abend direkt nach der Arbeit los. Die Flugzeit beträgt ca. 4 Stunden, d.h. wir sind gegen 2 Uhr in einem völlig fremden Land mit dem Taxi durch die menschenleere Stadt gefahren. Es gab keinerlei Straßenschilder, eine Orientierung nicht möglich. Hätte man uns drei Mädels am Straßenrand ausgesetzt, wir wären völlig hilflos gewesen. :-)




Wir hatten ein traumhaft schönes Hotel, mitten in der Medina, das ich Euch kurz zeigen möchte. 

Das Hotel hatte eine wunderschöne Dachterrasse, auf der man morgens frühstücken konnte. Es war wirklich traumhaft schön, über den Dächern von Marrakesch, abseits der pulsierenden Stadt, in mitten der unzähligen bepflanzten Tontöpfen, auf der Terrasse zu sitzen. Man hatte eine richtige kleine Oase mitten in der Stadt. In den zwei Tagen haben wir versucht alles Schöne und Sehenswerte mit zunehmen. Wir wussten, dass wir wahrscheinlich nur einmal im Leben in diese Stadt kommen werden.

Selbstverständlich gab es neben den schönen Gebäuden wie beispielsweise die alte Koranschule Medersa Ben Youssef und dem berühmten Platz Jamaa el Fna, der sich nicht nur am Tag sondern auch in der Nacht durch die vielen Essenständen, Gaukler und Pferdekutschen als Touristenmagnet zeigt, auch wirklich unglaubliche Armut zu sehen.

Die Menschen zählen oft nicht mehr als einen Esel und einen alten Karren als eigenen Besitz...




Die Temperaturen um diese Jahreszeit (Ende September) waren ganz erträglich. Angesichts der Tatsache, dass man, nicht wie in anderen nicht-muslimischen Städten luftig bekleidet auf die Straße gehen kann sondern sehr bedeckt die Medina betreten muss, war dies auch von Vorteil. Ordentlich geschwitzt haben wir in der Mittagssonne bei ca. 30 C dennoch.


Um so richtig in das marokkanisches Flair einzutauchen habe ich Euch noch ein leckes Couscous-Rezept zusammengeschrieben.

Eine Couscous-Hackfleisch-Pfanne
mit karamellisierten Zwiebeln & Feta (Zubereitungszeit ca. 15 Min) | Rezept für 2 Personen

250 g Couscous
250 g Hackfleisch (gemischt)
1/2 Chilischote (scharf)
1 EL Tomatenmark
1 EL Ras-El-Hanout
50 g Fetakäse
200 ml Gemüsebrühe
2 mittelgroße Zwiebeln
1 EL Honig
2 EL Rosinen
1 EL Cumin gemahlen (Kreuzkümmel)
Olivenöl, Salz, Pfeffer


Den Couscous nach Packungsanleitung zubereiten. (Er kann ruhig ein paar Minuten länger stehen, bis das Hackfleisch fertig ist.)
Die 1/2 Chilischote in dünne in Streifen schneiden. Wer es nicht so scharf mag, einfach das Kerngehäuse entfernen.
Die Zwiebel schälen, halbieren und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden.

Etwas Olivenöl in einem größeren Topf heiß werden lassen und die Chilischote kurz darin anbraten. Dann das Hackfleisch dazugeben, mit Ras-El-Hanout, Salz und Pfeffer würzen. Das Hackfleisch so lange anbraten, bis es zerfällt und Farbe angenommen hat.
Sobald das Hackfleisch im Topf anbrät, eine weitere Pfanne aufstellen und etwas Olivenöl hineingeben. Die Zwiebeln glasig andünsten und mit Cumin, Salz und Pfeffer würzen.

Zu dem Hackfleisch das Tomatenmark geben und kurz mit anbraten. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurz aufkochen lassen und bei niedriger Hitze weiter köcheln lassen.

Während die Gemüsebrühe im Topf köchelt, die Rosinen zu den Zwiebeln mit in die Pfanne geben.

Nach ca. 1-2 Minuten, die Pfanne etwas vom Herd nehmen und die Zwiebeln mit dem Honig beträufeln. Bei schwacher Hitze karamellisieren lassen. (Die Zwiebeln warten nun, bis die Couscous-Hackfleisch-Pfanne fertig ist.)
Anschließend den Couscous mit in den Topf geben und alles vorsichtig untermengen.
Zum Schluss den Fetakäse mit den Fingern zerbröseln und mit dazu geben.
Alles in einer großen Schüssel anrichten, die Zwiebeln oben drauf geben und mit etwas Petersilie garnieren.
  
Fertig ist eines unsere Lieblingsgerichte in weniger als 20 Minuten.  Dazu passt ein grüner Salat mit einer Vinaigrette aus Walnussöl und Granatapfel-Balsam.






Ich koche sehr gerne Couscous. Es ist so vielseitig und eine tolle Abwechslung, wenn man mal keine Lust hat auf Reis.

Typisch für das Rezept ist das traditionelle Gewürz Ras-El-Hanout. Das Gewürz besteht aus etwa 25 verschiedenen Gewürzen. Jedes Mal wenn ich den Verschluss der Dose öffne, fühle ich mich ein bisschen in den Urlaub zurück versetzt.
Ich liebe dieses Gewürz. Es ist toll zu vielen Leckereien aus der Marokkanischen, Afrikanischen oder Arabischen Küche.

Es wird sehr gerne zum Würzen von Fleisch und Couscous aber auch von Reis verwendet.

Also ich kann es Euch nur empfehlen!

Viel Spaß beim Nachkochen!
Eure Mareike




Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    ich bin eine dieser zwei Kolleginnen und kann nur sagen: Ja genau so war das in Marrakesch. Das Hotel war einfach nur bezaubernd. Leider haben wir viel zu wenig Geschirr gekauft!

    Liebe Mareike, vielen Dank für den Urlaubs-Flash-Back und das leckere Rezept. Zum Glück habe ich Ras-El-Hanout im Haus und kann das Rezept sofort nachkochen. Dabei werde ich in Erinnerungen an unsere lecker Tajine schwelgen.

    Viele liebe Grüße
    Christina

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe das Gericht bereits nachgekocht....Einfach bombastisch lecker!

    AntwortenLöschen