07.05.17

Kleiner Frühlings-Snack: gegrillter Spargel mit Bresaola auf geröstetem Brot und selbstgemachter Zitronenhollandaise




Kleine Snack-Pause, so könnte der Titel dieses Beitrages auch lauten, denn diese kleine, feine Stulle ist als Mittagssnack einfach perfekt geeignet. Gut ich gebe zu, eine selbstgemachte Sauce Hollandaise muss man jetzt nicht gerade in der Mittagspause zaubern, da greife ich gut und gerne auch auf eine fertige Soße von meiner Lieblingsmetzgerei zurück, aber wenn die Spargelzeit schon so schleppend anläuft, muss man jedes Spargelgericht auch ein wenig zelebrieren.

Egal ob grüner Spargel oder der zarte weiße Verwandte, auf dem Teller landet bei mir im Moment jede Variationsmöglichkeit. Habt ihr eigentlich einen Spargelfavoriten? Mögt ihr lieber den Grünen oder den Weißen?
Ich könnte mich ja ehrlich gesagt nicht entscheiden, den grünen Spargel nutze ich gerne für Snacks, Quiches, Pasta, den weißen ganz traditionell mit Pfannkuchen, Schinken, Schnitzelchen und Kartoffeln. In meinen letzten 3 Bloggerjahren habe ich schon so einige Spargelrezepte verbloggt und mir einige kreative Rezeptideen ausgedacht. Wenn ihr also noch ein wenig Inspiration benötigt kommt ihr mit einem Klick auf den Link zu meiner kleinen Spargelrezeptsammlung "Spargelrezepte".
Ich freue mich auch immer über eure Rezeptideen. Gerne könnt ihr mir unter dem Post einen Kommentar mit Eurem Lieblings-Spargelrezept hinterlassen. Vielleicht kommt bei mir das ein oder andere in dieser Spargelsaison noch auf den Teller.




Meine heutige Brotzeit ist eine Kombination, die absolutes Suchtpotential hat, da ist wirklich alles auf dem Teller vereint, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der Spargel wird in der Grillpfanne angeröstet, ebenso das Bauernbrot, der italienische Schinken gibt eine feine rauchige Note dazu, die warmen Cocktailtomaten verbreiten ein unglaublich süßes Aroma, der Parmesan ergänzt es perfekt durch seine salzige Käsenote und die Zitronen-Sauce Hollandaise umschließt alles mit einem cremigen Butteraroma. Den Teller hätte man ohne Probleme wieder in den Schrank stellen können, so blitze-blank habe ich ihn zurück gelassen. Sogar den letzten Rest Sauce Hollandaise konnten meinem Zeigefinge nicht entwischen :-)

Diese kleinen Dinge im Leben, das Auskosten von Geschmacksmomenten gibt mir jedes Mal einen kleinen Glückskick.

Also dann verschafft Euch auch euren persönlichen Glückskick und verwöhnt euch oder eure Lieben mit diesem Frühlings-Snack.



Für 2 Brotzeiten benötigt ihr:

2 Scheiben frisches Bauernbrot
10-12 Stangen Spargel
10 Scheiben Bresaola
6 Cocktailtomaten
Rapsöl
Parmesan
Salz und Pfeffer
1 Knoblauchzehe
Basilikumblättchen


Für die Zitronen-Hollandaise:

1 kleine Schalotte
100ml Zitronensaft

1 TL Honig
Abrieb einer Zitrone
125g Butter
2 Eigelbe

Salz und Pfeffer

1. Zuerst wird die Zitronen-Hollandaise zubereitet. Dafür wird die Schalotte geschält, sehr fein gewürfelt und mit dem Zitronensaft und dem Honig in einem kleinen Topf zum Köcheln gebracht. Den Sud bis auf die Hälfte einreduzieren lassen. In einem weiteren Topf die Butter langsam erwärmen bis sie anfängt zu schäumen.

2. Jetzt wird ein Wasserbad aufgesetzt. In eine Rührschüssel werden die 2 Eigelbe mit einer Prise Salz und dem Zitronensud schaumig aufgeschlagen. Wärmend ihr kräftig mit dem Schneebesen weiterschlägt wird tröpfchenweise die geschmolzene Butter hinzugegeben. Sobald die Sauce beginnt einzudicken, könnt ihr die Butter in einem dünnen Strahl hinzugießen. Die Sauce mit dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte sie euch zu sauer sein, könnt ihr gerne noch etwas Honig hinzugeben.

3. Eine Grillpfanne heiß werden lassen. Den Spargel waschen und das unteren Drittel  abschneiden. Das Brot in die Mitte der Pfanne legen und von beiden Seiten anrösten lassen. Den Spargel rechts und links dazu drapieren. Die Knoblauchzehe andrücken und ebenfalls in die Pfanne geben. Etwas Rapsöl über den Spargel träufeln, damit er leicht mariniert ist. Den Spargel ab und zu drehen mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Sobald das Brot angeröstet ist, herausnehmen und mit der Knoblauchzehe einreiben. Erst kurz vor dem Anrichten, die Cocktailtomaten halbieren und ebenfalls in die Grillpfanne dazugeben.

5. Das Brot auf einem Teller legen, jeweils 5 Scheiben Bresaola darauf drapieren, den grünen Spargel und die Cocktailtomaten obendrauf legen. Die noch lauwarmen Sauce Hollandaise darüber geben und mit ein paar Parmesanhobel und Basilikumblättchen garnieren.

Happy Sunday!
Mareike ♥

09.04.17

Zitroniger Pistazienkuchen in Kastenform { ein Willkommensgruß an den Frühling }


Wenn die Vögel um die Wetter zwitschern, die Tage immer länger werden und die Natur zu explodieren scheint, da wird es Zeit auch Farbe auf den Teller zu bringen. Gelb und grün sind im Moment die vorherrschenden Farben in der Natur.

Der Frühling ist im vollen Gange, wir haben endlich wieder mehr als 20 Grad auf dem Thermometer und es beginnt die Zeit in der man ohne dicke Jacke und Schal morgens aus dem Haus kann.
Für mich ist der Frühling wie ein Elixier. Ich sprühe vor Lebensfreude, vor Energie und möchte am liebsten alles aufsaugen. Jedes Jahr ist es für mich aufs Neue ein kleines Wunder, wenn du Natur wie durch Zauberhand aus dem Tiefschlaf erwacht und alles zu blühen beginnt.
Die Mandelbäume mit ihren zarten rosaroten Blüten gefolgt von den Magnolienbäumen gaben den Startschuss für die Kirschblüten und für alle anderen Bäumchen, die momentan geradezu zu explodieren scheinen.





Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause fahre, öffne ich immer an der gleichen Stelle das Fenster, wenn es durch den Wald geht und atme einmal ganz tief ein. Die laue Frühlingsluft parfümiert mit allerlei frisch gesprießtem Grün ist für mich einmalig.
Auch der Himmel hat für mich im Frühling eine ganz besondere Farbe. Vielleicht liegt es auch an dem lang andauernden grauen Wintertagen, aber mir kommt es vor, als strahlt der Himmel im Frühling in einem noch kräftigeren und reineren blau als in allen anderen Jahreszeiten, ganz ohne den heißen Dunst im Sommer oder den Hochnebelschwarten im Herbst.

Um den Frühling auch so richtig Willkommen zu heißen habe ich mich heute entschieden das saftige grün und gelb der Natur aufzunehmen und zwar in Form eines Pistazien-Zitronenkuchens in Kastenform. Das Rezept habe ich im neue Heft von Jamie Oliver entdeckt und ein klein wenig nach meinem Geschmack abgeändert. Die Pistazien werden mit feinem Olivenöl zu einer sämigen Paste gemixt und ergeben im Zusammenspiel mit der Zitrone eine perfekte Geschmackskombination, einfach Frühling eben.

Für den Kuchen in Kastenform (1l Füllmenge) benötigt ihr folgende Zutaten:
225g weiche Butter (und etwas mehr zum Einfetten der Backform)
225g Zucker

abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
4 Eier
225g Mehl

2 TL Backpulver
80g gesalzene und geschälte Pistazien
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone

1 EL Milch

Für den Zitronenguss:
2-3 EL Zitronensaft
125-150g Puderzucker
50g gehackte Pistazien zum Garmieren
Die Zubereitung:
1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform (1L Füllmenge) dünn mit Butter einfetten, den Biden und die schmalen Ränder mit einem Streifen Packpapier in Formbreite auslegen.  

2. Die gesalzenen Pistazien in einen Mixer geben und sehr fein malen. Öl dazugeben und mixen, bis es eine dickliche, cremige Paste ergibt.3. 225g Butter, Zucker und den Zitronenabrieb in einer Rührschüssel 10 Minuten schön schaumig aufschlagen. Eier vorsichtig nach und nach dazugeben. Das Ei mind. 1/2 Minute unterrühren, bevor das nächste Ei reingegeben wird. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und bei niedriger Geschwindigkeit unterrühren, bis sich alles verbunden hat.

4. Den Teig zu geleichen Teilen auf 2 Schüsseln verteilen. In eine Portion die Pistazienpaste, in die andere den Saft einer Zitrone und die 2 EL Milch geben. Jeweils gut unterrühren. Den Teig nun abwechselnd mit einer Kelle in die vorbereitete Form schichten.
Eine Gabel spiralförmig durch die Schichten ziehen, sodass ein leichte Marmormuster entsteht.

5. Den Kuchen im heißen Ofen 45Minuten backen - Stäbchenprobe machen. Wenn er noch nicht soweit ist, weitere 5-10Munten backen. In der Form 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig erkalten lassen.

6. Für den Zuckerguss den Zitronensaft und erst einmal 125g Puderzucker zu einem glatten, dickflüssigen Guss verrühren. Er sollte sehr zähflüssig sein, damit er nicht vom Kuchen fließt. Falls die Mischung zu flüssig ist, einfach noch etwas mehr Puderzucker dazugeben. Den Guss auf dem Kuchen verteilen und bis zum Rand verstreichen, damit er ein wenig an den Seiten herunterläuft. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.


Genießt den Sommertag heute, vielleicht sogar bei einer schönen Tasse Kaffee auf dem Balkönchen oder der Terrasse und einem Stück saftigen Pistazienkuchen.
Happy Sunday!
Mareike

19.03.17

Pastrami-Sandwich mit Thunfischmayonnaise





Es ist Stullenzeit auf PetitGâteau. Mein letztes Rezept zum Thema Stulle ist schon mehr als 1,5 Jahre her. Damals lagen zwischen zwei krossen Brotschieben gebackene Kürbisspalten, Feta und hausgemachte Paprika-Würzsoße *klick*. Ich kann mir überhaupt nicht erklären, warum ich dieses Thema so vernachlässig habe im letzten Jahr, gerade auch weil ich ein großer Fan von Stullen bin und diesen Snack, egal ob vegetarisch mit Fleisch oder Fisch, mit großem Genuss verspeise. :-)
Wie mögt ihr denn eure Stulle am liebsten? Experimentiert ihr auch gerne aus oder seid ihr eher ganz klassisch unterwegs und mit einer belegten Butterstulle glücklich?
Heute habe ich eine schnelle Variante für euch dabei. Leckeres Pastrami trifft auf asiatisch mariniertes Kraut und würzigen Rucola. Dazu gibt es eine Thunfischmayonnaise. Diese Stulle schreit danach als Snack zu einem kleinen Picknick mitgenommen zu werden.
Eigentlich ist Weißkraut ja nicht das typische Frühlingsgemüse, allerdings passt das süß-sauer marinierte Kraut perfekt zum senfig-würzigem Rucola. Diese Kombination zusammen mit dem leicht salzigen Pastrami ist der Hammer. Für mich geht diese Stulle absolut als Frühlingsrezept durch.



Apropos Frühling, ich freue mich tierisch auf das 1. Essen im Freien oder auf die 1. Grillparty mit Freunden. Der Frühling kommt ja im Moment eher schleppend in Gang. Nach ein paar Tagen Sonnenschein wird es am Wochenende wieder regnerischer und kälter. Eigentlich wollt ich meinen Balkon schon auf Vordermann bringen. Die Balkonmöbel gehören geölt und aufpoliert, und die Pflanzenüberbleibsel aus dem letzten Jahr müssen aussortiert werden. Meinem „Kräutergärtchen“ auf dem Balkon gehört auch eine Generalüberholung verpasst. Ich muss ja gestehen, dass ich diesen gerne über den Winter vernachlässige und eher sparsam mit Wasser umgehe. Auch die zwei kleinen Palmen machen keinen besonders guten Eindruck. Nur meinen geliebten Olivenbaum habe ich schon nach Draußen verfrachtet und einen Sommerschnitt verpasst. Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass er anfängt zu sprießen und ich sich die ersten Blättchen zeigen. Über den Winter hat er ganz schon Federn gelassen und durch den Sommerschnitt sind fast keine Blätter mehr übrig geblieben. Naja, mal schauen, wie er sich macht, er hat auch schon den ersten Schwung an Dünger bekommen.



Jetzt aber wieder zurück zum Rezept. Für 4 Sandwichs benötigt ihr:
1 Ciabatta-Baguette
1 Buffalo-Mozzarella
300g Pastrami
150g Weißkraut
100g Reisessig
75g Zucker
½ EL Meersalz
50g Rucola
Olivenöl
Ein wenig Basilikum

3 EL Mayonnaise (selbstgemacht oder convenience)
1 Dose Thunfisch
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Das Sauerkraut muss ca. 1 Stunde im Sud marinieren. Daher beginnen wir damit. Gerne kann dieser Arbeitsschritt kann auch schon am Vortag gemacht werden. Das Kraut einfach im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen und vor dem Zusammenstellen ca. 1/2 Stunde aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Kraut nicht ganz so kalt ist.

Das Kraut wird mit einem Hobel in sehr dünne Streifen gehobelt. Ich habe es mit einem Messer in dünne Streifen geschnitten, funktioniert ebenfalls sehr gut. In einem Topf den Zucker und den Reisessig mit 1/2 TL Salz erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann das Kaut dazugeben und unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abdecken. Das Kraut sollte nun mind. 1 Stunde im Sud ziehen, danach abgießen.

2. Den Thunfisch in einem Sieb abtropfen lassen. Mayonnaise und Thunfisch in einem hohen Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

3. Ciabatta in 4 gleichgroße Stücke schneiden und jeweils längs halbieren. Eine Grillpfanne ohne Fett sehr heiß werden lassen und das Brot mit der Schnittfläche nach unten ca. 1 Minute stark anrösten.

3. Jetzt wird das ganze zusammengestellt. Auf alle Ciabatta-Hälften Thunfisch Mayonnaise streichen. Dann auf die unter Hälfte zuerst Rucola, dann Pastrami und zum Schluss das eingelegte Kraut schichten. Mit der oberen Ciabatta-Hälfte abschließen. Den Mozzarella zusammen mit den Sandwichs anrichten, mit Olivenöl beträufeln, leicht salzen und pfeffern und mit den Basilikumblättchen garnieren. 


Happy Sandwich-Sunday!
Mareike ♥