05.11.16

Spaghetti mit Kürbisragout, Shiitake-Pilze und Speck - mein Pastaglück für kuschelig Herbsttage



Der Oktober neigt sich schon dem Ende entgegen, ich habe das Gefühl die Zeit rast gerade zu. Vollgepackt mit allerhand Höhepunkte war der Oktober nicht nur golden sondern auch besonders emotional. Die Hochzeit meiner allerliebsten Freundin im Vintage-Stil hat einiges an Vorbereitungszeit in Anspruch genommen, auch meinen eigenen Geburtstag habe ich dabei gut und gerne in den Hintergrund gestellt. Alle Mühen haben sich gelohnt, es war eine Traumhochzeit.
Wunderschöne Location mit Blick über die Rheinebene, eine mit sehr viel Liebe zum Detail selbst gemachte Dekoration, die einem sprachlos gemacht hat, ein fantastisches 4-Gänge Menue, eine grandiose Stimmung und ein wunderschönes Brautpaar. Genauso soll es sein - einfach perfekt!





Tja und jetzt steht der November schon vor der Tür, klopft kräftig gegen die Haustür und versucht mit morgendlichen Nebel, frostreiche Nächte und buntem Laub eine ganz eigene kuschelige Stimmung zu verbreiten. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und man verbringt wieder mehr Zeit zuhause, eingekuschelt mit der Lieblingsdecke auf dem Sofa. Genau für solche Tage braucht man ein Rezept mit viel Seele, mit Soulfood-Charakter und was könnte da besser passen, als einen großen Teller voller Pasta mit cremiger Soße einem würzigen Kürbisragout, erdigen Shiitake-Pilze und krossem Speck.

Dieses Rezept ist mein diesjährigen Herbsthighlight. Es ist wirklich sehr schnell zubereitet, der Kürbis wird direkt in der Pfanne gegart, ohne langes Vorkochen, es benötigt keine lange Schnippelarbeit und zu zweit mit einem Glas Rotwein und der Lieblingsserie schmeckt sie gleich doppelt so gut.






Ich liebe solche Rezepte, die einem nach einem langen Arbeitstag den Abend versüßen und mit dem man schnell auch eine große Personenanzahl satt bekommt. Denn es gibt noch etwas, dass ich an den kuscheligen, eventuell auch verregneten Tagen liebe. Die Zeit mit Freunden oder Familie zu verbringen.
Warum eigentlich immer alle Feste auf das Wochenende legen, ist es denn nicht auch mal schön unter der Woche einfach nur den Tag zu feiern, die Zeit die man hat, die Freunde, die einem schon lange im Leben begleiten. Genau darauf kommt es an, Freude zu teilen, gute Gespräche zu führen, gemeinsam Zeit zu verbringen und auch Lieblingspasta zu essen. Und noch einen Vorteil hat das Zusammensein unter der Woche, man hat einen Tage in der Woche, auf den man sich so richtig freut und das Wochenende rückt damit nicht in endlos Weite ferne, man hat sozusagen einen Rettungsanker.  Na wie findet ihr diese Vorstellung?
Ich nehme mir ganz fest vor diesen Gedanken in den nächsten Monaten öfters umzusetzen und somit die Hektik und den Alltagsstress unter der Woche ganz gezielt rauszunehmen - ganz unter dem Motto: geteilte Freude ist doppelte Freude!




Das Rezept für meine Herbstpasta ist ausgelegt für 2 Personen.

Die Zutaten:

250 g Spaghetti (es geht auch jeder andere Pasta)
1/2 kleinen Hokkaidokürbis
50g frische Shiitake-Pilze
50g Speckstreifen
2 Zweige Thymian
150 ml Rinderbrühe
150 ml Sahne
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz und Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
eine Prise Zucker
etwas Parmesan


Die Zubereitung:

1. Die Paste mit genügend Salz in einen großen Topf mit ausreichend Wasser nach Packungsanleitung al dente kochen.

2. Während dessen den Kürbis waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken. 2 El Öl in eine Pfanne erhitzen und die Zwiebeln und dem Knoblauch darin kurz glasig andünsten. Anschließend den gewürfelten Kürbis, dazugeben und für 2 Minuten mit braten. Anschließend die Pilze und den Speck hinzugeben und weitere 2-3 Minuten anbraten. Einen Zweig Thymian abzupfen und mit in das Ragout geben. Mit einer Prise Zucker, Salz und Pfeffer kräftig würzen.

3. Mit Rinderbrühe auffüllen und köcheln lassen, bis die Flüssigkeit um die Hälfte eingekocht ist. Dann Sahne zugeben und leicht cremig einkochen. Mit etwas frisch geriebener Muskatnuss und eventuell etwas Salz abschmecken.

4. Die Pasta abgießen und dabei etwas Pastawasser auffangen. Die Spaghetti zu der Soße geben und mit dem Kürbisragout vermengen. Die Hitze reduzieren und etwas Pastawasser mit in die Pfanne geben, damit die Soße schön geschmeidig wird. Die restlichen Thymianblätter abzupfen.

5. Die Pasta anrichten und mit Parmesan und den Thymianblätter servieren.

Lasst es euch schmecken, mein Pastaglück für kuschelige Herbsttage!

Mareike ♥


09.10.16

Frühstücksmuffins aus Müsli, Joghurt, Honig und Feigen






Da sind sie, meine Frühstücksmuffins, meine gesunde Alternative zu Brötchen und Co., für mehr Abwechslung auf dem Frühstückstisch. Ja richtig gehört, heute dreht sich alles um den perfekten Einstieg in den Tag.
Denn diesen brauche ich, wie die Luft zum Atmen, damit ich gut gelaunt in den Tag starten kann. Ich kenne viele, die morgens nur einen Café oder einen Tee trinken und erst zur Mittagszeit ein Magenkrummen im Bauch verspüren. Zu diesem Teil gehöre ich definitiv nicht. Denn mein 1. Gedanke, wenn ich morgens aus dem Bad komme dreht sich bereits um das Frühstück und die Frage, was heute auf dem Teller landet. Mein Repertoire ist breit gefächert, angefangen von klassischen Brötchen mit Wust oder Käse, bis hin zu einer Scheibe Brot mit selbstgemachter Marmelade, über frisches Müsli mit Joghurt und Obst, bis hin zu warmen Pancakes oder Kuchen am Sonntagmorgen, für den ich gerne auch mal etwas früher aus den Federn steige, um ihn morgens frisch zu backen.
Am Wochenende ist das Frühstück sogar die ausgedehnteste Mahlzeit bei uns. Aufgrund unserer unterschiedlichen Arbeitszeiten und den freizeitlichen Aktivitäten, wie ich sie so gerne nenne, ist es der einzige Morgen, an dem wir gemeinsam in den Tag starten können und das genießen wir sehr.





Es werden frische Brötchen gekauft, der Tisch wird schön gedeckt, den Café in Lieblingstassen gefüllt und Lieblingsmusik eingelegt. Und wenn dann noch die Wohnung nach frisch gebackenem duftet ist die gute Laune auf dem Höhepunkt. So ist es nicht verwunderlich, dass es diese Frühstücksmuffins früher oder später auf unseren reichlich gedeckten Frühstückstisch geschafft haben.
Mit allerlei frischen und klassischen Frühstückszutaten gefüllt, sind sie eine gesunde Alternative zu Schokomuffins und Co. Der Joghurt im Teig macht den Muffin unglaublich saftig, der Honig gibt ihm eine gesunde Süße, die Feigen die fruchtige Note und das Müsli den gewissen Crunch. Perfekt eigenen sich die Muffins auch als Pausensnack für Schule oder Arbeit. Meine Arbeitskollegin hat sich jedenfalls sehr darüber gefreut. Jetzt würde mich natürlich brennend interessieren, welche Frühstücksrituale ihr habt, eher Frühstücksmuffel oder ausgedehnter Frühstücker, herzhaft oder süß? Ich bin gespannt...




Die Zutaten für 8 große Muffins in Tulpenförmchen:

100 g Mehl
2 gestr. TL Backpulver
1 gestr.
TL Natron
75 g Honig
1 Prise Salz
125 g weiche Butter
2 Eier
100 g Joghurt
150 g Früchtemüsli
4 Feigen


Die Zubereitung:
1. Den Ofen auf 175° Ober-Unterhitze vorheizen.

2. Alle Zutaten bis auf das Müsli und die Feigen mit dem Rührgerät glatt rühren. 2 Feigen in kleine Stücke schneiden und in den Teig geben. Nochmals kurz alles miteinander verrühren. Das Früchtemüsli dazugeben und mit einem Kochlöffel unterheben.

3. 8 Tulpenförmchen in die Muffinform geben, alternativ kann auch Backpapier verwendet werden. Einfach das Papier in 20 x 20 cm große Quadrate schneiden und in die Muffinform hineindrücken. Den Teig gleichmäßig in die Förmchen geben. Die restlichen 2 Feigen vierteln und je ein Viertel leicht in den Muffinteig hineindrücken.  1 EL Müsli gleichmäßig über die Muffins streuen.

4. Die Muffins ca. 30 Minuten goldbraun backen. Anschließend aus dem Ofen holen und mind. 10 Minuten in den Förmchen abkühlen lassen.

Habt einen schönen Sonntag!
Mareike ♥

25.09.16

Riesen-Zimtschnecke mit Apfel-Rosinen-Füllung und Amaretto-Glasur






Wer von Euch hat Lust auf eine Riesen-Zimtschnecke, gefüllt mit Apfel-Zimt-Kompott und glasiert mit einem Amaretto-Guss? Ich wusste doch, dass hier noch einige Schleckermäuler auf Ihre Gelegenheit lauern :-)
Genau diese Lust auf etwas Süßes, hat mich am vergangen Sonntag auch gepackt. Es war der 1. Herbsttag an dem es so richtig schmuddelig war. Der Regen rieselte den ganzen Tag gegen die Fensterscheiben und die Temperaturen stiegen nicht weiter als 17 Grad. Ich war sogar kurz davor unseren Schwedenofen zur Eröffnung der Herbstsaison anzufeuern. Aber ich habe mich dann doch besinnt und mir einfach ein paar warme Socken angezogen. Ist ja auch kein Wunder, dass man fröstelt, wenn man es gewohnt ist den ganzen Sommer über Barfuß zu laufen.

Es war also der perfekte Tag, um es sich in der Küche vor dem Herd so richtig schön gemütlich zu machen, den Hefeteig im Rhythmus der Lieblingsmusik zu kneten, sich die Mehlhände an der Küchenschütze abzustreifen und nicht nur dem Apfelkompott sondern auch sich selbst beim Zubereiten einen Schlückchen Amaretto zu gönnen. Die Ruhephase des Teiges wurde anschließend für eine kleine Kaffeepause genutzt.

Nach einem Samstag in einem überfluteten IKEA war das auch dringend notwendig. Eigentlich waren wir recht pünktlich dort, so gegen 10.10 Uhr, aber ich sage Euch, es war die reinste Tortur. Ich kam mir vor wie eine Sardine in der Dose, die von einem Gang in den nächsten geschoben wurde. Ein Ausweichen oder das Einschlagen einer anderen Richtung war schier unmöglich, man ist einfach mit geschwommen im Sorg der Masse und hat versucht die Dinge, die man auf dem Zettel hatte so schnell wie möglich abzuhaken. Aber wie das immer so ist mit Einkaufszetteln und guten Vorsätzen. Ich vergleiche den Einkauf bei IKEA immer gerne mit einem Einkauf mit Magenknurren in einem Lebensmittelladen. Man kann sich einfach nicht beherrschen und greif bei allem zu, dass einem in die Finger kommt, egal ob notwendig oder nicht. Der Einkaufswagen füllt sich schneller als man Kasse sagen kann und eher man sich versieht zieht man den 2. und 3. Wagen hinter sich her… alles schon passiert.




Also standen wir (meine Schwester und ich) mit 2 bis oben hin gefüllten Einkaufswägen vor meinem Mazda. Mein Auto ist nicht unbedingt ein Kleinwagen, aber ein Transporter auch nicht gerade, vermutlich hatten wir das etwas verdrängt, während unserer Shopping-Tour.  Wir stopften, ja  richtig gehört, stopften mein Auto bis oben hin voll mit Kartons, Möbeln, Porzellan und Dekoartikel. Die Rückbank wurde teilweise umgelegt, der Beifahrersitz und der übrig gebliebene Rücksitz als Ablagefläche missbraucht. Zeitweise haben wir sogar die Möglichkeit in Betracht gezogen, etwas zurück zu lassen, da wir nicht davon ausgingen, 2 Personen und alle unsere Einkäufe in mein Auto zu bekommen. Die Wahl fiel auf meine Schwester ;-). Aber wir haben es dann doch geschafft, mit viel Mühe und Not, aber wir waren erfolgreich, in jeglicher Hinsicht. Den Respekt dieser Meisterleistung erhielten wir sogar noch direkt auf dem Parkplatz, als ein Mann mit großen Augen vor meinem Auto stand, lächelnd applaudierte und fragte, wie wir das nur geschafft hätten.  Das fragte ich mich im Nachhinein allerdings auch.




Wer also auch eine zehrende Shopping-Tour verkraften muss, für den und natürlich für alle anderen gibt es hier nun das Rezept für meine saftige, gefüllte Riesenzimtschnecke:


Die Zutaten sind ausreichend für eine 26cm Springform
(unbedingt den Rand mit einem breiten Streifen Backpapier erhöhen, da der Hefeteig sonst eventuell über die Form hinaus läuft.)


500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
250 ml Milch
70 g Zucker
1 Ei
1 EL Vanillezucker
250 g flüssige Butter
Eine Prise Salz

3 Äpfel
3 EL Zucker
100 ml Apfelsaft
8cl Amaretto
1EL Zimt
1 Hand voll Rosinen
200 g Puderzucker

1. Die Milch in einem Topf lauwarm erhitzen. Den Hefewürfel hineinbröseln und einen Esslöffel Zucker dazugeben. Die Milch-Hefe-Mischung etwa 10 Minuten gehen lassen. Das Mehl sieben, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in einer Rührschüssel vermengen. Die Milch-Hefe-Mischung dazugeben und mit den Knethaken alles vermengen. Anschließend 100 ml flüssige Butter und das Ei dazugeben. Den Teig ca. 10 Minuten kneten, bis er sich vom Rand löst und glatt und geschmeidig wird. Sollte der Teig zu flüssig sein, ein wenig mehr Mehl mit einarbeiten. Dabei sehr vorsichtig vorgehen. der Teig sollte nicht zu fest werden.

2. Die Schüssel abdecken und den Teig mind. 1 Stunde an einem warmen Orte gehen lassen, dabei sollte er sich verdoppeln. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. In einem Topf Zucker karamellisieren lassen mit  Apfelsaft und 2 cl Amaretto ablöschen. Die Äpfel und den Zimt dazugeben und alles 15-20 Minuten einköcheln lassen, bis ein leichtes Apfelkompott entsteht. 5 Minuten vor Ende des Kochvorgangs die Rosinen dazugeben und unterrühren.

3. Den Teig aus der Schüssel holen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten und mit einem Nudelholz rechteckig ausrollen. Der Teig sollte ca. 0,5-1,0 cm hoch sein. Den Teig längs in 5 gleichdicke , lange Streifen schneiden. Die Apfel-Rosinenmischung gleichmäßig auf den 5 Streifen verteilen. Den 1. Streifen vorsichtig der länge nach aufrollen. Die Schnecke auf den 2. Streifen legen und direkt weiterrollen. Wenn die Schnecke noch nicht zu groß ist auch den 3. Streifen aufrollen.
Die Zimtschnecke dann in eine gebutterte 26cm runde Backform geben. Diese mit Backpapierstreifen auskleiden, damit der Rand höher wird. Jetzt den 4. und 5 Streifen vorsichtig um die Schnecke legen. Die herausgefallenen Apfelstücke einfach wieder hineindrücken.

4. Die Riesenzimtschnecke nun abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen, dabei breitet sie sich auf die ganze Größe der Backform aus und wird auch nochmals etwas höher. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

5. Zum Abschluss wird die restliche zerlassene Butter mit einem Löffel über die Schnecke gegeben, bevor sie in den Ofen wandert, damit wird sie unglaublich saftig. Die Zimtschnecke ca. 35 Minuten gold braun backen. Stäbchenprobe machen und herausholen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen. Für die Amaretto-Glasur, den Puderzucker und den Amaretto vermischen bis ein dickflüssiger Guss entsteht. Diesen über die Zimtschnecke verteilen.

Genießt den wundervollen Herbstsonntag!
Mareike ♥